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Hockey: Gladbacher HTC ist gegen Uhlenhorst Mülheim chancenlos

Hockey : 6:16 – Gladbacher HTC ist erstmals chancenlos

Der Aufsteiger der Hallenhockey-Bundesliga kassierte in eigener Halle eine deutliche Niederlage gegen Uhlenhorst Mülheim. Gladbachs Verteidiger Felix Krause schmerzte nicht nur der Ausgang des Spiels.

Nein, Felix Krause war nicht zum ausgiebigen Jubeln zumute. Zweimal binnen weniger Minuten war der Verteidiger des Gladbacher HTC im Heimspiel gegen das Spitzenteam Uhlenhorst Mülheim auf der rechten Seite angetreten, zweimal hatte er entschlossen abgezogen – und zweimal getroffen. Doch wirkliche Freude wollte nicht aufkommen. „Ich sage jetzt nicht, dass mir diese Treffer gar nichts bedeuten, es waren meine ersten Tore in der Ersten Bundesliga. Doch mir wäre es lieber, ich schieße gar kein Tor, und wir bleiben in der Liga“, sagte der 24-Jährige, dessen Tore Mitte der zweiten Hälfte nur Ergebniskosmetik waren. Denn in eigener Halle war der Aufsteiger letztlich chancenlos gewesen gegen Mülheim: Der GHTC verlor 6:16 (1:9) und ging damit punktlos und als Tabellenletzter der West-Staffel in die kurze Weihnachtspause.

 Den Gegner stets im Nacken: Der Gladbacher HTC, hier mit Elias Trueson am Ball, zog in eigener Halle gegen Uhlenhorst Mülheim deutlich den Kürzeren.
Den Gegner stets im Nacken: Der Gladbacher HTC, hier mit Elias Trueson am Ball, zog in eigener Halle gegen Uhlenhorst Mülheim deutlich den Kürzeren. Foto: Dieter Wiechmann

„Im Grunde war das heute ein Spiel, dass wir uns zu Saisonbeginn gewünscht hätten – einfach um zu sehen, wie viel schneller in der Bundesliga gespielt wird. In den bisherigen Spielen war das nicht so extrem, doch heute war Mülheim gerade in der ersten Halbzeit in jeder Situation einen Tick schneller. Uhlenhorst wusste bei jedem Spielzug, was zu tun war“, sagte Gladbachs Trainer Marcus Küppers. Selbst wenn seine Mannschaft in der defensiven Ordnung stand, kassierte sie viel zu einfache Tore. So führte der Gast nach zwölf Minuten bereits 4:0.

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„Wir waren bei weitem nicht am Limit, und Mülheim hat das brutal ausgenutzt. Das tat schon weh“, sagte Krause, den jedoch nicht nur die Überlegeheit Mülheims schmerzte. Nach 15 Minuten wehrte der Verteidiger eine Strafecke mit dem rechten Unterarm ab, wodurch er den Rest der ersten Halbzeit verpasste. Während Krause am Spielfeldrand behandelt wurde, kassierten seine Mitspieler gegen Ende des ersten Durchgangs die Gegentreffer fast im Minutentakt. Immerhin erzielte David Franco kurz vor der Pause den Gladbacher Ehrentreffer zum 1:9. Die Partie war indes zu diesem Zeitpunkt schon lange entschieden.

„Uns war vor der Saison klar, dass wir solche Spiele haben können. Wichtig war für die zweite Halbzeit, den Fokus auf uns selbst zu richten, schneller Entscheidungen zu treffen und sich gegenseitig besser zu helfen“, sagte Küppers. Sein Team konnte die Partie nun etwas offener gestalten, wenngleich Mülheim immer noch leicht zu Toren kam. Doch zumindest hatte Gladbach nun eigene Torchancen, so dass sich auch einmal der Ex-Gladbacher Lennart Küppers im Uhlenhorst-Tor auszeichnen musste. Zudem war die Strafeckenquote des GHTC diesmal sehr ordentlich: Vier von fünf Versuchen landeten im Tor. Aus dem Spiel heraus traf indes nur Verteidiger Krause.

„Für ein paar Minuten Spielzeit und die beiden Tore hat es mit ordentlich Adrenalin noch gereicht“, sagte der Abwehrspieler, der aufgrund der schmerzhaften Prellung gegen Spielende nicht mehr aufs Feld zurückkehrte. Lob gab es trotzdem. „Felix ist immer ein Vorbild und versucht vornewegzugehen“, sagte Küppers, der dem Team nun keine lange Weihnachtspause gewähren kann. Schon zwischen den Feiertagen wird wieder gemeinsam trainiert. „Die Saison ist extrem komprimiert, und am 5. Januar beim Düsseldorfer HC gilt es, voll da zu sein“, sagte Küppers. Dann steht wohl schon das entscheidende Spiel um den Klassenverbleib an.