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Hockey: Gladbacher HTC holt in Köln nur einen Punkt aus zwei Spielen

Hockey : Aufstiegstraum für GHTC geplatzt

Der Zweitligist schoss zwar erstmals nach der Corona-Pause wieder Tore, holte aus zwei Spielen in Köln aber nur einen Punkt. Der Abstand zur Spitze ist damit binnen weniger Wochen enorm gewachsen.

Der Gladbacher HTC hat endgültig einen verkorksten Saisonstart in die Zweite Bundesliga hingelegt. Nach den ersten zwei enttäuschenden Ergebnissen zum Start gab es auch am Doppelwochenende in Köln nicht viel zu holen. Am Samstag unterlagen die Gladbacher Blau-Weiß Köln mit 3:4 (2:2), am Sonntag folgte ein 2:2 (0:1) bei Schwarz-Weiß Köln.

Aus der knappen Tabellenführung ist innerhalb von vier Wochen ein satter 10-Punkte-Rückstand geworden. Auch wenn die Saison noch lang ist, kann sich der GHTC die anvisierte Bundesliga-Rückkehr schon jetzt abschminken. Trainer Marcus Küppers sieht das ähnlich: „Mit der Tabellenführung und dem Düsseldorfer HC brauchen wir uns nicht mehr zu beschäftigen. Unsere Ausbeute ist minimalistisch, was uns nicht zufrieden stellen kann.“

Bei der knappen Niederlage bei Blau-Weiß hätten die Gladbacher etwas mitnehmen können, leisteten sich aber nach der eigenen 2:1-Führung durch Tore von Elias Trueson (21. Minute) und Paul Tenckhoff (22.) und vor allem im dritten Viertel zu viele Auszeiten. So war das 3:4 durch Spielführer Niklas Braun durch eine Strafecke am Ende nur noch Ergebniskosmetik. Küppers ärgerte sich darüber: „Wir hatten am Ende das 4:4 noch auf dem Schläger, aber standen uns leider selber im Weg. Aus unserer Sicht wäre die Punkteteilung fair gewesen.“

Im zweiten Wochenend-Spiel gab es immerhin erstmals was Zählbares im Jahr 2020. Die Punkteteilung beim Vorletzten der Hinrunde geht auf den ersten Blick als weitere Enttäuschung durch, darf aber ebenso mit leicht aufsteigender Tendenz gewertet werden. Der GHTC lag bei den Kölnern, die im Vergleich zur Hinrunde deutlich besser aufgestellt sind, zweimal zurück und zeigte durch die Treffer von Youngster Jakob Sandach (39. Minute) und Daan Schenk (58.) Moral. Küppers hätte gerne mehr mitgenommen, war aber nicht niedergeschlagen.

„Bis auf Düsseldorf an der Tabellenspitze tun sich momentan alle Mannschaften schwer. Wir müssen weiter an uns arbeiten und uns auf die nächsten Aufgaben fokussieren. Es gibt einige Baustellen – unter anderem die Personallage –, die uns nicht in Karten spielen“, sagte Küppers und fügte hinzu: „Auch wenn es punktetechnisch nicht gut aussieht, haben wir nun endlich gezeigt, dass wir auch Tore schießen können. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir nächste Woche gegen Rissen unsere ersten Tore auf unserem neuen Kunstrasen machen werden. Um darauf hin zu arbeiten, müssen wir eine gute Trainingswoche hinlegen.“

Glück im Unglück hatte derweil Niklas Braun. Der Spielführer hielt für seine Mannschaft wortwörtlich den Kopf hin. Bei einem Abwehrversuch bekam Braun einen Schläger so heftig gegen den Kopf, dass die obligatorische Maske zerbrach. Das hielt den 24-Jährigen nicht davon ab weiter zu spielen. Er wird aber, neben einem blauen Auge mit Sicherheit in den kommenden Tagen einen kräftigen Brummschädel haben.