Jan Klatt erwartet „laute und kleine Halle“ Der Gladbacher HTC zu Gast im Raffelberger Hexenkessel

Hockey · Der Gladbacher HTC muss sich für das erste Auswärtsspiel in der Hallensaison der 2. Bundesliga auf eine stimmungsvolle Atmosphäre einstellen – das hat der Duisburger Aufsteiger Club Raffelberg unlängst in der Relegation bewiesen.

Paul Tenckhoff (2.v.l.) erzielte beim Auftaktsieg über den Kahlenberger HTC zwei wichtige Tore für den GHTC. 
  Foto: Breithaupt

Paul Tenckhoff (2.v.l.) erzielte beim Auftaktsieg über den Kahlenberger HTC zwei wichtige Tore für den GHTC. Foto: Breithaupt

Foto: Susanne Breithaupt

Eigentlich stand der Club Raffelberg aus Duisburg seit Frühjahr 2022 als Aufsteiger in die 2. Hockey-Bundesliga der Halle fest: Die Liga, in der auch der Gladbacher HTC an den Start geht. Da der Regionalliga-Konkurrent Bonner THV aber gegen die Wertung nach Quotientenregel beim Westdeutschen Hockey-Verband (WHV) Einspruch eingelegt hatte – und nach einer monatelangen Hängepartie Recht bekam – mussten die Raffelberger nun eine Woche vor dem Saisonstart in der Halle noch drei Entscheidungsspiele gegen Bonn austragen.

Dort setzte sich das Team aus Duisburg in packenden Duellen mit 7:5, 5:6 und 11:7 durch und zeigte der neuen Konkurrenz in der 2. Bundesliga: Raffelberg ist zumindest schon einmal hinsichtlich der Stimmung in der zweithöchsten Liga gut aufgehoben. „Ich habe schon um Deutsche Meisterschaften gespielt und die auch gewonnen“, sagte Raffelberg-Coach Tim Leusmann der NRZ. „Aber so eine Stimmung, so eine Lautstärke wie in diesen drei Relegationsspielen gegen Bonn habe ich noch nie erlebt.“

Auf diese besondere Stimmung stellt sich auch Jan Klatt, Coach des Gladbacher HTC ein, wenn er mit seinem Team am Sonntag (14 Uhr) für das erste Auswärtsspiel der Saison in Raffelberg gastiert. „Die Halle ist klein und sehr laut, zudem wird die Stimmung beim ersten Heimspiel nach dem Aufstieg sicherlich noch sehr gut sein. Es wird nicht leicht für uns, in Raffelberg zu bestehen“, sagt Klatt, der das Team bereits aus der Feldsaison kennt. Dort spielt Raffelberg bereits in der 2. Bundesliga, unterlag am ersten Hinrundenspieltag mit 2:5 beim GHTC. „Das Team hat sich in den letzten Jahren peu á peu entwickelt – ein gefestigter Mix aus jungen und erfahrenen Spielern. Da müssen wir erst einmal bestehen“, so Klatt weiter.

Dafür wünscht sich der GHTC-Trainer im Vergleich zum knappen 5:4-Auftaktsieg gegen den Kahlenberger HTC eine Leistungssteigerung seiner Mannschaft. Die drei Punkte behielt das Team zwar in Mönchengladbach, der Auftritt „war aber noch nicht das Gelbe vom Ei“, erklärt Klatt.

„Wir haben das Spiel gegen Kahlenberg gemeinsam analysiert. Unser Anspruch ist es, mit dem Ball schönen und erfolgreichen Hockey in der Halle zu spielen. Dafür muss das Zusammenspiel besser werden – und weniger eigensinnig“, sagt Klatt.

Personell wird der Gladbacher HTC auf zwei bis drei Positionen im Vergleich zum Auftaktspiel rotieren, dies sei generell der Ansatz für die gesamte Spielzeit in der Halle. „Wir haben einen Stamm von fünf bis sechs Spielern, darüber hinaus werden immer ein wenig tauschen, um vor allem auch den jungen Spielern Einsatzzeiten zu geben.“

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