Erster Punkt in der Hockey-Bundesliga Gladbacher HTC belohnt sich auf der Auswärtsreise zu wenig

Hockey-Bundesliga · In den Auswärtsspielen gegen Frankfurt und Berlin zeigt der Gladbacher HTC in der Hockey-Bundesliga sehr gute Leistungen. Nach dem 2:2-Remis und der Niederlage im Shootout gegen Mitaufsteiger Frankfurt und der knappen 1:2-Pleite in der Hauptstadt steht am Ende aber nur ein Zähler zu Buche.

Hockey-Bundesliga: SC Frankfurt gegen Gladbacher HTC – die Bilder zum Spiel
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SC Frankfurt gegen Gladbacher HTC – die Bilder zum Spiel

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Foto: Susanne Breithaupt

Am Doppelspieltag holt der Gladbacher HTC beim 2:2-Unentschieden gegen Mitaufsteiger SC Frankfurt 1880 den ersten Bundesligapunkt, verpasste es aber, die 2:0-Führung über die Zeit zu bringen und im Shootout einen weiteren Zähler zu sichern. Tags darauf trat der GHTC beim Berliner HC gegen einen starken Gegner sehr kompakt auf, musste sich aber aufgrund eines Doppelpacks von Berlins Jonas Poeschel mit 1:2 (0:0) geschlagen geben. Das Team vom Trainerduo André Schiefer und Nils Helbig verpasste es, die gute Leistung mit noch mehr Punkten zu krönen, zeigten aber erneut, dass sie gegen starke Teams mithalten können.

Im Duell gegen den Aufsteiger der Südgruppe traf Rodrigo Castro in Frankfurt nach einer Eckenvariante im Nachschuss zum 1:0 für den GHTC. Im weiteren Spielverlauf dominierten die Gladbacher zunehmend die Partie und präsentierten sich mit und ohne Ball als das bessere Team. Erst gegen Ende des dritten Viertels münzten sie diese Überlegenheit erneut in Zählbares um. Niklas Braun verwandelte eine weitere Strafecke direkt halbhoch auf der rechten Seite zur 2:0-Führung. Noch vor der letzten Viertelpause sorgte Johannes Gans per Strafstoß für den Anschlusstreffer und hielt damit die Frankfurter im Spiel.

Gladbach dominierte weiter das Spiel, ließ vorne aber die ein oder andere Chance zum sicherlich vorentscheidenden dritten Treffer liegen. Frankfurt nahm drei Minuten vor dem Ende den Torhüter raus und setzte alles auf eine Karte. Wenige Sekunden vor dem Ende brachten die Gastgeber noch einmal einen langen Ball in den Kreis, der durch alle Spieler durchrutsche und bei Magnus Hautzel landete, der mit dem Schlusspfiff per Stecher noch einen sehr glücklichen Punkt für den SC Frankfurt sicherte.

Im anschließenden Shootout fehlten den Gladbachern die Routine und das Quäntchen Glück, um einen weiteren Punkt mitzunehmen: Während auf Frankfurter Seite alle Schützen verwandelten, konnten auf der Gegenseite nur Andrew Hobson und Neuzugang Idrees Abdulla den Torhüter überwinden. Niklas Braun vergab direkt den ersten Versuch und auch Jimmy Schiefer hatte trotz guter Aktion das Nachsehen gegen Frankfurts Torhüter Jan Eberhardt.

André Schiefer zog ein gemischtes Fazit aus dem Duell mit dem Aufsteiger: „Heute war es schon sehr unglücklich. Wir waren souverän und haben das Spiel mit viel Ballbesitz kontrolliert. Nach dem Gegentor spielen wir solide weiter, müssen uns in der Phase vielleicht den Vorwurf machen, dass wir mehr Druck ausüben müssen und uns vorzeitig zu belohnen. In der Schlussphase agieren wir auch in Unterzahl gut, müssen aber ohne Torhüter bei Frankfurt mehr den Ball wollen. Dann lassen wir zwei riesen Chancen zum 3:1 liegen und waren dann beim Gegentor nicht komplett auf der Höhe. Wir können dennoch viel aus dem Spiel mitnehmen und daraus lernen“, so Schiefer.

Beim Berliner HC präsentierten sich die Gladbacher am Sonntag dann sehr kompakt und erkämpften sich ein 0:0 zur Pause – erst kurz nach dem Wechsel sahen die Zuschauer die ersten Treffer. Jonas Poeschel brachte die Hausherren nach GHTC-Ballverlust in Führung und ließ dem gut agierenden Patrick Alex im Kasten aus kurzer Distanz keine Chance. Die Gladbacher Herren ließen sich jedoch nicht verunsichern und spielten nun aktiver nach vorne. Nach einem langen Schlenzer behielt Lucas Wuts den Überblick und seine Hereingabe landete über Umwege bei Daan Schenck, der den Ball mit vollem Einsatz im Fallen zum verdienten Ausgleich über die Linie drückt. Zur erneuten Berliner Führung traf dann aber erneut Jonas Poeschel, der nach einem Dribbling von Marinus Mack in Szene gesetzt wurde. Trotz eigener Gelegenheiten blieb es am Ende beim 1:2 aus GHTC-Sicht.

Beim SC Frankfurt führt der Gladbacher HTC zwischenzeitlich mit 2:0, muss sich am Ende aber mit einem Punkt begnügen.

Beim SC Frankfurt führt der Gladbacher HTC zwischenzeitlich mit 2:0, muss sich am Ende aber mit einem Punkt begnügen.

Foto: Susanne Breithaupt

„Wir haben heute gegen eine sehr starke Berliner Mannschaft gespielt, die sich für die drei Punkte aber auch voll reinhängen mussten. Wir sind super zufrieden mit unserer Leistung und haben vieles richtig gut gemacht“, sagte GHTC-Coach André Schiefer zu der Leistung in der Hauptstadt. „Unsere Eckenabwehr stand sehr sicher und wir sind optimistisch, dass wir mit so einer Leistung demnächst auch mal den ein oder anderen Gegner kalt erwischen und Punkte holen.“, so Schiefer, der nach den ersten drei Bundesligaspielen ein insgesamt positives Fazit zog. „Es macht richtig Bock mit der Mannschaft. Wir fighten zusammen und verteidigen hinten sehr gut, gleichzeitig setzten wir vorne immer wieder Nadelstiche. Wir können wirklich zufrieden sein, nur mit den Ergebnissen noch nicht.“

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