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Hockey 2. Bundesliga: GHTC feiert Hallen-Heimpremiere nach Maß

GHTC gewinnt gleich zweimal 9:5 : Eine Hallen-Heimpremiere nach Maß

Der Gladbacher HTC veredelt mit zwei Heimsiegen einen perfekten Saisonauftakt in die 2. Hockey-Bundesliga und besiegt sowohl HC Essen als auch Schwarz-Weiß Köln jeweils 9:5. Die Damen mussten sich verletzungsgebeutelt bei RW Köln II geschlagen geben.

Vor 150 Zuschauern in eigener Halle – es galt die 2G-Regel und Maskenpflicht am Platz – begeisterten in den beiden Heimspielen gegen Essen und Köln vor allem die internationalen Spieler Mustaphaa Cassiem und David Ascenso Franco des Gladbacher HTC, die 15 der insgesamt 18 Treffer bei den zwei 9:5-Siegen erzielten. Der GHTC hat damit alle drei Spiele zum Auftakt der Hallensaison gewonnen.

 Der GHTC feiert ein gelungenes Heimdebüt in der 2. Bundesliga. Gegen HC Essen und SW Köln siegte das Team von Jan Klatt mit jeweils 9:5.
Der GHTC feiert ein gelungenes Heimdebüt in der 2. Bundesliga. Gegen HC Essen und SW Köln siegte das Team von Jan Klatt mit jeweils 9:5. Foto: Dieter Wiechmann

Gegen HC Essen 99 dominierten die Hausherren am Freitagabend von Beginn an und Routinier Paul Tenckhoff erzielte früh die Führung (3.). Im Gladbacher Tor stand Patrick Alex, der kurz darauf das erste mal gefordert war und vor allem im zweiten Spielabschnitt ein sicherer Rückhalt war. Vorne fanden die Gladbacher immer wieder den blitzschnellen Südafrikaner Mustaphaa Cassiem, der nach einer Viertelstunde erstmals traf und im zweiten Viertel sogar innerhalb von nur sieben Minuten viermal erfolgreich war. Essen kam nur schwer hinten raus und per Strafecke zum ersten Treffer (22.). Zudem netzte Paul Tenckhoff erneut ein und es ging mit 6:2 in die Halbzeit. Danach fanden die Gäste aus Essen besser ins Spiel und gleichzeitig agierten die Schwarz-Roten fahriger. Mitten in die stärkste Phase der Essener fiel der wohl wichtigste Treffer von Mustaphaa Cassiem zum 7:2 (34.). Der Aufsteiger fand nur schwer die Mittel den GHTC unter Druck zu setzen und absolvierte als letztes Mittel fast das komplette Schlussviertel ohne Keeper. Die so entstandene Überzahl nutzten sie zu drei Treffern, doch schlussendlich war der 9:5 Heimerfolg des GHTC nicht mehr ernsthaft in Gefahr.

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Auch gegen SW Köln entwickelte sich am Sonntag ein munteres Spiel, bei dem die Kölner sowohl das Tor von Mustaphaa Cassiem als auch das spätere 2:1 von David Franco, der Freitag noch fehlte, schnell ausgleichen konnten. Nach der Viertelpause legten die Gladbacher in der Offensive noch einmal zu und zogen durch einen Doppelpack von Mustaphaa Cassiem sowie Treffer von David Franco und Paul Tenckhoff auf 6:3 zur Halbzeit weg. Köln konnte vor allem die beiden internationalen Spielern des GHTC nur schwer halten und hinten zeigte Jens Blüthner ebenfalls seine Klasse. Auch nach dem Wechsel blieb Gladbach das aktivere Team, wobei Köln vor allem durch Standards und Konter gefährlich war. Vorne blieb der Portugiese David Ascenso Franco stark und traf weitere dreimal, am Ende standen fünf Treffer für ihn zu Buche. Köln gelang in der zweiten Hälfte nur noch zwei Tore.

 GHTC-Trainer Jan Klatt.
GHTC-Trainer Jan Klatt. Foto: Dieter Wiechmann

Mustaphaa Cassiem führt die Ligaweite Torjägerliste mit 14 Treffern klar an während sein Team aufgrund des Torverhältnisses auf Rang zwei hinter DSD Düsseldorf liegt. „Wir sind sehr froh, dass wir Freitag gewonnen haben. Essen hat sich nicht so stark präsentiert wie erwartet und wir haben eine gute spielerische Leistung gezeigt. Patrick Alex hat ein starkes Spiel gemacht und war ein sicherer Rückhalt für uns. Auch am Sonntag zeigen wir vor allem eine tolle erste Hälfte und auch Keeper Jens Blüthner war gut aufgelegt. Insgesamt ein perfekter Start von uns,“ lobt GHTC-Coach Jan Klatt sein Team. Weiter geht es für die Gladbacher am kommenden Sonntag im Topspiel bei Spitzenreiter DSD Düsseldorf.

Bei den Gladbacher Damen verschlechterte sich die ohnehin schon angespannte Personalsituation nach der 3:9 (3:3)-Niederlage gegen RW Köln II noch einmal. Interimscoach Achim Krauß musste bereits auf die langzeitverletzten Marisa Kamp und Nina Starck verzichten, zudem fiel Katharina Wenserski kurzfristig aus. Gegen das junge Kölner Team standen die Gladbacherinnen defensiv gut und Cora Kakol erzielte die frühe Führung. Dann aber erhöhte Köln das Tempo und drehte die Partie auf 1:3, bevor die gut aufspielende Katja Plauk, die nur „Heinzi“ gerufen wird, per Doppelpack zum verdienten 3:3 ausglich. Schwerer als die Gegentore wog die Verletzung von Abwehrstrategin Judith Helmgens, die einen Ball so unglücklich auf die Hand bekam, dass sie mit einer offenen Verletzung ins Krankenhaus musste. Kurz darauf fiel auch noch Cora Kakol mit einer Blessur am Ellenbogen aus, so dass dem Team von Kapitänin Anna Lauten nur noch sechs Feldspielerinnen blieben. Köln nutzte diesen Vorteil und zog bis zum Ende auf 9:3 davon.