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Handball: Hesse ebnet Lürrip den Weg zum Sieg

Handball : Hesse ebnet Lürrip den Weg zum Sieg

Der Schlussmann der Turnerschaft Lürrip war gegen Mülheim-Saarn mit 17 Paraden ein ganz wichtiger Erfolgsfaktor für den ungefährdeten 33:19-Erfolg des Verbandsligisten. Der TV Korschenbroich II teilte in Oberhausen die Punkte.

Die beste Angriffsleistung der Saison gezeigt und die wenigsten Gegentore in der laufenden Spielzeit bekommen: Beim Spiel der Turnerschaft Lürrip gegen den DjK VfR Mülheim Saarn zeigte das Team von Trainer Goran Sopov ihre ganze Qualität. Dennoch: "Das war heute nicht unser bestes Saisonspiel", sagte der Übungsleiter. Was hart klingt, muss mit Vorsicht bewertet werden, denn Mülheim war überraschend schwach in der Jahnhalle. "Sie waren lange oben dabei, da habe ich mehr erwartet", sagte Sopov, der einen entspannten Morgen verlebte.

Nach einem 0:1-Rückstand nach zwei Spielminuten drehten seine Schützlinge schnell auf. Nach zehn Minuten stand es bereits 6:1, doch immer, wenn sich die Chance ergab, sich weiter abzusetzen, blieben Chancen ungenutzt. Dennoch: auf mehr als vier Tore ließ der Gastgeber Saarn nicht herankommen.

Das lag vor allem an einer Person: Torwart Carsten Hesse. "Er hat heute unglaublich gehalten", sagte Sopov. 17 Paraden, dazu ein gehaltener Siebenmeter bestätigten die Aussage des Trainers. Hesse bekam jedoch auch Unterstützung seiner Vorderleute, die ein echtes Abwehrbollwerk um den Kreis herum aufbauten. Zwischen der 23. und 39. Minute gelang den Gästen nur ein einziger Treffer.

Lürrip hingegen war in Spiellaune. Fast jeder Spielzug fand den Weg ins Tor, vor allem Christian Leyendeckers konnte auf der Rechtsaußen-Position nicht nur wegen seiner sechs Tore überzeugen. Nach 37 Minuten führten die Gastgeber erstmals mit zehn Toren (21:11), die Gegenwehr seitens Mülheim wurde eingestellt, die Lürriper aber spulten weiter konzentriert ihr Pensum ab und bauten die Führung konsequent weiter aus. Wenn es überhaupt etwas zu bemängeln gab, dann, dass der Sieg noch höher hätte ausfallen können. Das aber verhinderte der Gästekeeper, der als einziger Normalform erreichte.

Die Zweitvertretung des TV Korschenbroich hingegen blieb hinter der eigenen Normalform zurück. Das Team von Spielertrainer Bodo Leckelt wollte in Oberhausen Wiedergutmachung für die missglückte 24:28-Pleite vom Hinspiel betreiben. "Das war eine bittere Niederlage. Da haben wir noch etwas gutzumachen", hatte Leckelt im Vorfeld angekündigt. Das gelang seiner Mannschaft jedoch nicht. Die Korschenbroicher kamen nicht über ein mageres 24:24 hinaus.

In einem körperbetonten Spiel vermochte keine der beiden Mannschaften so recht das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen und so bissen sich die Korschenbroicher wie schon im Hinspiel an der kompakten Oberhausener Abwehr die Zähne aus.

(rüb)