Fußball: Heimlich angeschlichen

Fußball: Heimlich angeschlichen

Odenkirchen galt als Titelfavorit, wurde dem aber lange nicht gerecht. Inzwischen ist es den Spitzenteams auf den Fersen. Gegen Nievenheim und Lürrip wird sich zeigen, ob der Griff nach dem Titel möglich ist.

Odenkirchen war ein Titelkandidat in der Bezirksliga, der schnell abgeschrieben werden konnte. Die Einkäufe zu Saisonbeginn flößten den Gegnern Respekt ein, doch bald wurde deutlich, dass der Ex-Landesligist allenfalls mit Wasser kochte. Trainer kamen und gingen noch schneller. Aber plötzlich sind die Odenkirchener wieder bei der Musik dabei. Sie haben sich heimlich angeschlichen und spielen bei der Meisterschaftsvergabe wieder eine Rolle. Welche, das kann schon bis Ostern entschieden sein. Denn nacheinander sind die Gegner nun Nievenheim und Lürrip.

Wie immer strahlt Fußballobmann Frank Breuer, der mangels eines hauptamtlichen Chef-Trainers nun den Team-Manager gibt, den größten Optimismus aus: "Ich weiß, wie stark die Mannschaft ist. Sie hat aber immer noch nicht ihr gesamtes Potential abgerufen." Ist also doch noch der Aufstieg möglich? "Ich glaube daran, dass es klappen kann. Wir sind spielstark genug, um in der Landesliga mitzuhalten. Schaffen wir es in diesem Jahr nicht, muss unser neuer Trainer Markus Lehnen es in der kommenden Spielzeit schaffen."

Ein Trio führt die Mannschaft

Aber Frank Breuer kümmert sich nach der Entlassung von Ralf Hoppe nicht allein um die Mannschaft. Die Trainingsarbeit haben Jürgen Blankertz und Jürgen Kleinen übernommen. Blankertz ist nun schon zum vierten Mal eine erfolgreiche Interimslösung, die das Team bestens kennt und mit der Dreierlösung im Trainerbereich keine Probleme hat: "Wir sprechen uns ab. Entscheidungen werden gemeinsam getroffen. Ich bin froh, dass Frank Breuer notfalls mit eisernem Besen kehrt und für die nötige Disziplin sorgt."

Seit dem 25. Oktober haben die Odenkirchener nicht mehr verloren und nun den Kontakt zur Spitze hergestellt. Jürgen Blankertz sieht die Verantwortung für den weiteren Saisonverlauf bei den Spielern: "Die kennen die Tabelle. Sie müssen wissen, was sie wollen. Dann setzen sie es auch um." Er ist froh, dass die anfängliche Überheblichkeit einer realistischen Anstrengungsbereitschaft gewichen ist: "Wir spielen inzwischen anders und dadurch erfolgreicher."

Zu den Aufstiegschancen äußert er sich aber ebenso wenig wie Timo Lenzen, der wieder trifft und auch sonst für die Mannschaft eine zentrale Figur ist: "Wenn wir wirklich in den beiden nächsten Spielen erfolgreich sein sollten, sind wir bei der Verlosung dabei. Aber diese Spiele müssen erst einmal erfolgreich bestritten werden. Wir haben einfach zu viele Punkte zu Anfang liegen lassen." Da aber Lürrip, Nievenheim und Süchteln im Gegensatz zu Odenkirchen ab und zu schwächeln, wäre es nicht verwunderlich, wenn der ehemalige Landesligist nach Ostern wieder oben in der Tabelle glänzt.

(RP)