Rückkehr zum Handball offen Ex-TVK Torhüter Max Jäger erfüllt sich Traum von der Weltreise

Handball · Nach seinem Abschied vom TV Korschenbroich war der ehemalige Keeper des TV Korschenbroich mit seiner Partnerin Jana sechs Monate in Asien unterwegs. Eine Rückkehr zum Handball lässt er offen. Stattdessen steht aktuell Triathlon an.

Max Jäger machte auf der Weltreise mit seiner Partnerin Jana auch in Jordanien Station.

Max Jäger machte auf der Weltreise mit seiner Partnerin Jana auch in Jordanien Station.

Foto: Jäger

Bis Sommer 2022 war Torhüter Max Jäger noch der große Rückhalt des Handball-Regionalligisten TV Korschenbroich, für den er insgesamt vier Jahre aktiv war. Dann beschloss der heute 33-jährige Neusser, seine Karriere zu beenden. Für ihn war die Zeit gekommen, sich einen lang ersehnten Traum zu erfüllen. Gemeinsam mit seiner Partnerin Jana machte er sich auf eine sechsmonatige Weltreise.

Der Startschuss fiel im Oman, von da aus ging es über Jordanien weiter nach Israel, ehe ein viertägiger Zwischenstopp in Istanbul erfolgte. Erneut ging es in das Flugzeug mit dem Ziel Nepal. Fortgesetzt wurde die Reise über Thailand, Japan, die Philippinen, Taiwan und Malaysia, bis das Paar als Endstation seiner Weltreise Sri Lanka erreichte. Dann ging es zurück in die Heimat. „Die Reise haben wir über einen sehr langen Zeitraum geplant und dann auch darauf hingefiebert“, erklärt Max Jäger. „So ist dann aus dem Wunsch Realität geworden. Es war ein unglaubliches Erlebnis und in dieser unheimlichen schönen Zeit haben wir auch sehr viel gelernt. Wir konnten und mussten über den Tellerrand hinausschauen, man lernt sich in diesem Zeitraum selber besser kennen, auch als Paar.“

Auf die Höhepunkte der Reise angesprochen, war es insbesondere die Natur, die den Ergotherapeuten immer wieder begeisterte. „Überrascht waren wir gleich zu Beginn über die Vielseitigkeit des Oman. Von wunderschönen Gebirgszügen, über satte grüne Täler bis hin zu traumhaften Stränden war alles vorhanden und dabei waren diese Strände noch fast menschenleer, denn hier hat der Tourismus bislang noch keinen Fuß gefasst“, erzählt Jäger.

 In Sri Lanka erlebten Max Jäger und seine Freundin Jana die tolle Aussicht aus demselben Blickwinkel wie zwei Mönche.

In Sri Lanka erlebten Max Jäger und seine Freundin Jana die tolle Aussicht aus demselben Blickwinkel wie zwei Mönche.

Foto: Jäger

Auf dieser Tour übernachteten die beiden in einem Jeep mit Dachzelt. Auch Japan hielt absolute Höhepunkte bereit. Einerseits die riesigen Städte, andererseits Natur pur. „Die Abwechslung war schon enorm“, betont Jäger. Auch Nepal und Sri Lanka seien extrem spannend gewesen. Bei den dortigen Straßenverhältnissen dauerte eine Busfahrt von 200 Kilometern mehr als zehn Stunden. Auch die Bahnfahrten waren ein Erlebnis. Es sei schon erstaunlich gewesen, wie viele Menschen in ein Abteil gepasst hätten. „Zunächst hatten wir ein etwas mulmiges Gefühl, aber im Nachhinein war es eine tolle Erfahrung“, erinnert sich Jäger, der insgesamt dankbar ist, so viele verschiedenen Kulturen kennengelernt zu haben.

Eine atemberaubende Erfahrung war auch eine Tour über fünf Tage in Nepal, wo das Paar vom Niederrhein in Hütten schlief und in Höhen von bis zu 3500 Meter Höhe unterwegs war. „Da wurde die Luft doch schon sehr dünn und wir mussten unsere Geschwindigkeit diesen Verhältnissen anpassen. Belohnt wurden wir dann durch die Sonnenauf- und Sonnenuntergänge. Das war einfach nur unbeschreiblich schön“, gerät Jäger immer noch ins Schwärmen.

 Max Jäger als Torwart beim TV Korschenbroich.

Max Jäger als Torwart beim TV Korschenbroich.

Foto: Dieter Wiechmann

Die einzelnen Länder wurden zumeist mit dem Flugzeug erreicht. Vor Ort haben die beiden dann in der Regel öffentliche Verkehrsmittel genutzt. Sprachliche Probleme gab es kaum. Entweder ging die Verständigung auf Englisch oder der Google-Translator kam zum Einsatz. Glücklicherweise sind beide von größeren Erkrankungen verschont geblieben. „Die Mahlzeiten sind uns sehr gut bekommen. Natürlich mussten wir auch auf unser Budget achten und haben deshalb sehr häufig Streetfood zu uns genommen. Uns hat man gesagt, wenn man die Zubereitung beziehungsweise die Küche sieht, wird nichts passieren und so war es auch“, sagt Max Jäger.

Wieder zu Hause angekommen, hatte er noch einen Monat Urlaub, ehe er in seinem alten Job wieder die Arbeit aufnahm. Dass ihm sein Chef das ermöglichte, dafür ist Max Jäger sehr dankbar. Die lange Zeit in Asien eröffnete auch einen ganz neuen Blick auf die Heimat. „In Deutschland geht es uns sehr gut, da haben wir auf der Reise ganz andere Dinge kennengelernt“, betont Jäger. Dennoch gibt es Ideen für weitere Reisen. Dann aber gerne nach Südamerika. Dass er noch mal zum Handball zurückkehrt, will er nicht ganz ausschließen, zunächst hat er sich aber neue sportliche Ziele gesetzt.

Er hat sich dem Thema Triathlon angenommen, zum Einstieg absolvierte er einen Volkstriathlon in der Eifel über 750 Meter Schwimmen, 25 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen. Als Nächstes kann er sich einen Triathlon über die olympische Distanz mit doppelt so langen Strecken vorstellen. Jäger: „Aber einen Ironman wird es bei mir wohl nicht geben.“

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