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Handball: Vereine der Regionalliga wollen vier Wochen Vorbereitungszeit

TV Korschenbroich : Handballer fordern vierwöchige Vorbereitungszeit

Frühestens am ersten Februar-Wochenende geht es für den TV Korschenbroich in der Regionalliga weiter. Dem Team fehlt derzeit vor allem das Hallentraining.

Seit Ende Oktober ruht der Spielbetrieb erneut wegen der Corona-Pandemie. Logisch, dass sich nun die Vereine viele Gedanken darüber machen, wie und wann es weitergehen kann – so auch die Mannschaften der Regionalliga Nordrhein. Zuletzt haben alle Klubs dieser Liga in einer Videokonferenz Vorschläge ausgearbeitet und diese nun mit den Verbänden erörtert. Als frühester Re-Start wurde dabei das erste Wochenende im Februar auserkoren, an dem auch die Dritte Liga wieder beginnen wird.

Allerdings wird es am 17. Dezember erneut einen Gedankenaustausch geben, zwei Tage nachdem sich der Bund und die Länderchefs über weitere Lockdown-Maßnahmen beraten haben. „Es war ein sehr positives und konstruktives Gespräch zwischen allen Beteiligten“, sagt Lutz Rohmer, Vorsitzender des Handballverbandes Nordrhein.

Bevor die Saison jedoch fortgeführt wird, wollen sie Vereine zumindest eine vierwöchige Trainingsphase absolviert haben. „Es muss ja praktisch eine komplett neue Vorbereitung durchgeführt werden“, sagt Dirk Wolf, Trainer des TV Korschenbroich. „Die Spieler halten sich zwar so gut es geht fit, haben aber dann seit Monaten kein Kontakt mit dem Hallenboden und auch kein Training mit dem Ball gehabt. Diese Zeit ist absolut notwendig, auch um Verletzungen zu vermeiden, die sich bestimmt einstellen würden, wenn gleich von 0 auf 100 gestartet werden würde.“

Da der Lockdown für den Amateursport bis mindestens zum 10. Januar gilt, ist eine Vorlaufzeit von vier Wochen für eine neuerliche Vorbereitung kaum noch möglich. „Ich glaube kaum, dass wir im Januar wieder in die Hallen können, werde mich aber auch an Spekulationen nicht beteiligen, wann es wieder losgehen kann“, sagt Wolf. Gemeinsam mit dem Team und Athletiktrainer Sascha Wistuba erarbeitete er ein Programm für die Spieler. „Die Jungs ziehen das sehr gut durch und sind sehr diszipliniert. Alle zwei Wochen tauschen wir uns per Videokonferenz aus, um weiterhin in Kontakt zu bleiben.“

Doch wie geht es weiter, wenn die Saison erst im März oder April fortgeführt werden kann? Selbst dafür haben die Vereinsvertreter verschiedene Szenarien ausgearbeitet. „Wir wollen die Saison auf jeden Fall spielerisch abschließen“, betont Klaus Weyerbrock, Sportlicher Leiter des TVK. „Eine Möglichkeit wäre, eine einfache Serie zu spielen“, erklärt er. „Die ersten drei Spieltage sind komplett absolviert worden und könnten bereits in die Wertung einfließen. Dann hätte jede Mannschaft noch elf Spiele, was zeitlich bis Anfang Juni durchaus machbar wäre. Eine andere Variante wäre, die Liga nach regionalen Gesichtspunkten in zwei Gruppen aufzuteilen und nach Beendigung der Runde noch Play-Offs zu spielen. Allerdings glaube ich nicht, dass wir vor Februar wieder trainieren können, aber dann gäbe es immer noch die Chance, die Saison vernünftig zu beenden.“

Beim TVK ist man zumindest gewappnet. Und die Spieler brennen darauf, endlich wieder mit dem Ball arbeiten zu können.