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Handball-Verbandsliga: Turnerschaft Lürrip kann den TSV Kaldenkirchen lange ärgern

TSV Kaldenkirchen gewinnt knapp mit 25:23 : Turnerschaft Lürrip kann den Rivalen im Derby lange ärgern

Im Verbandsliga-Derby setzt sich der Tabellenzweite TSV Kaldenkirchen gegen die Turnerschaft am Ende knapp mit 25:23 durch. Für den TSV war der Erfolg gegen Lürrip aber ein hartes Stück arbeit. Nach dem Duell lobten beiden Trainer ihren Gegenüber.

Mehr Mühe als erwartet hatte der TSV Kaldenkirchen im Nachbarschaftsduell der Verbandsliga mit der Turnerschaft Lürrip. Am Ende setzte sich der Tabellenzweite dennoch durch und gewann mit 25:23 (13:13). In den ersten Minuten waren es aber nicht die favorisierten Hausherren, die den Ton angaben. „Es war deutlich zu sehen, dass uns der Rhythmus fehlte“, betonte der Kaldenkirchener Trainer Volker Hesse nach dem Schlusspfiff. „Die stetigen Pausen wegen der Spielausfälle machen uns wirklich zu schaffen.“

Der TSV begann mit einer etwas offensiver ausgerichteten 5:1-Deckungsvariante. Doch statt sich als Einheit zu präsentieren, waren zunächst nur Einzelkämpfer auf dem Parkett. Diese Uneinigkeiten nutzten die Gäste aus Lürrip sehr clever aus: Dabei war es meistens Daniel Rohde, halblinker Rückraumspieler der Lürriper, der zu überzeugen wusste, und dem TSV ein Tor nach dem nächsten einschenkte. Letztlich konnten sich die Gastgeber bei ihrem Torhüter David Mattke, der in der ersten Halbzeit richtig stark war, bedanken, dass sich die Turnerschaft nicht noch weiter absetzte. „Gerade in Halbzeit eins haben wir das richtig gut gemacht“, freute sich der Lürriper Trainer Tobias Elis. „Im Angriff haben wir die Chancen genutzt und hinten hat Julian Kölling die Abwehr zusammen gehalten.“

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Erst als Kaldenkirchen auf eine defensive Deckung umstellte, bekamen die Elis-Schützlinge Schwierigkeiten. Hinzu kam noch, dass sich die beiden bis dahin besten Spieler verletzten. Rohde zog sich eine Fußverletzung zu, er versuchte es nach dem Seitenwechsel zwar noch einmal für fünf Minuten, musste dann jedoch passen. Kölling erwischte es in der 25. Minute am Rücken und war damit komplett aus dem Rennen. „Es ist natürlich schade, wenn die beiden Spieler ausfallen, die richtig gut drauf waren, auch wenn die anderen es mehr als ordentlich gemacht haben“, ärgerte sich Elis.

Nach dem Seitenwechsel trumpfte der Tabellenzweite dann richtig auf. Die Abwehr arbeitete wieder im Verbund und im Angriff wurden die sich bietenden Chancen auch genutzt. So zog Kaldenkirchen auf 20:14 davon. „In dieser Phase waren wir die klar bessere Mannschaft“, so TSV-Coach Hesse. „Ansonsten war es ein Spiel auf Augenhöhe. Spätestens mit diesem großen Vorsprung hätten wir den Sack zumachen müssen, sind dann leider wieder in alte Muster verfallen und haben Lürrip damit ins Spiel zurückgebracht.“

Lürrip kämpfte sich noch einmal auf zwei Tore heran, doch als der Kaldenkirchener Trainer eine Auszeit nahm, traf sein Team im Anschluss umgehend und stellte somit die Weichen auf Sieg. „Das war richtig clever“, lobte Elis seinen Gegenüber. „Volker hat genau zum richtigen Zeitpunkt die Auszeit genommen und uns damit etwas aus der Spur gebracht.“ Lob kam jedoch auch von der anderen Seite. „Zunächst möchte ich unsere Kreisläufer Thomas Heyer und Manuel Lösche loben, die richtig viel gearbeitet haben und sich zusammen nur einen Fehlwurf leisteten. Der Rest hat ordentlich gespielt, aber wir haben noch deutlich Luft nach oben. Bei Lürrip ist die Handschrift von Tobi sehr gut zu erkennen. Die Mannschaft hat seit Anfang der Saison eine tolle Entwicklung gemacht.“

Das letzte Wort gehörte dann dem Lürriper Trainer: „Es hat heute Spaß gemacht, denn unsere Leistung war richtig gut. Immerhin haben wir gegen eine der beiden besten Mannschaften in der Verbandsliga gut mitgehalten. Mittlerweile haben wir auch deutlich mehr Konstanz. Am Donnerstag haben wir in Dümpten gewonnen und heute konnten wir Kaldenkirchen lange ärgern. So kann es gerne weiter gehen“, schloss Tobias Elis seine lobenden Worte ab.