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Handball-Verbandsliga: TSV Kaldenkirchen gewinnt dramatische Partie gegen Oberhausen

TSV Kaldenkirchen mit dramatischem Sieg : Torwart Thommessen als Matchwinner

Der TSV Kaldenkirchen gewinnt eine dramatische Partie gegen Oberhausen nach starker Aufholjagd – und weil Torwart Christian Thommensen einen Siebenmeter nach Spielschluss hält.

Dank eines glücklichen und hart erkämpften 21:20 (11:12)-Erfolgs beim HC Rot-Weiß Oberhausen untermauerte der TSV Kaldenkirchen seinen zweiten Tabellenplatz. „Das Spiel vergangene Woche hat mich schon sechs Jahre gekostet und dieses dann noch einmal neun Jahre“, sagte ein sichtlich gestresste Kaldenkirchener Trainer Volker Hesse. „So einen Sieg sieht man als Trainer durchaus zweigeteilt. Einerseits hat sich die Mannschaft mit einem enormen Kraftakt in das Spiel zurückgekämpft, andererseits reicht mir die Leistung nicht, auch wenn wir eine lange Verletztenliste haben. Das war das zweite Spiel in Folge mit einem enormen Chancenwucher, heute hatten wir alleine 27 Fehlwürfe.“

Zwar gingen die Gäste mit 1:0 in Front, doch fortan liefen sie stets einem Rückstand hinterher. Das der nicht zu groß wurde, war ein Verdienst von Torhüter Christian Thommessen, der eine überragende Leistung auf das Parkett zauberte.

Dennoch setzten sich die Rot-Weißen bis zur 48. Minute auf 19:15 ab, was fast eine Art Vorentscheidung war. Die Gäste setzten alles auf eine Karte. Mit einer extrem offensiven Deckung, wobei noch ein Gegenspieler in Manndeckung genommen wurde, brachten sie die Hausherren aus dem Konzept und kämpften sich auf 18:20 heran. Nun kamen die zwei Minuten von Maik Tötsches, der aus dem Rückraum und beim Siebenmeter Verantwortung übernahm. Mit einem Hattrick brachte er seine Farben mit 21:20 in Front, die zweite Führung in diesem Spiel.

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Die Schlussphase wurde dann dramatisch: Steffen Coenen kassierte 30 Sekunden vor dem Schlusspfiff eine Zeitstrafe, Oberhausen nahm den Torhüter vom Parkett und ersetzte ihn durch einen siebten Feldspieler. Zwei Sekunden waren laut der Hallenuhr noch zu spielen, als der HC seinen Kreisläufer freispielte. Die Kaldenkirchener stürzten sich auf den Angreifer, wobei ein Spieler den Wurfkreis betrat, was einen Siebenmeter nach sich zog. Die Schlusssirene ertönte, aber der Siebenmeter musste noch ausgeführt werden. Der Oberhausener Jan-Niklas Giepmann, der seine drei Strafwürfe zuvor verwandelte hatte, trat an und scheiterte an dem einmal mehr glänzend reagierenden Thommessen, der danach unter einer Spielertraube begraben lag.

Dienstagabend bestreitet der TSV dann sein Nachholspiel beim SV Neukirchen. „Zunächst einmal wird es für uns eine sehr große Umstellung sein, auf Haftmittel zu verzichten, die in der Halle nicht erlaubt sind“, glaubt Hesse. „Neukirchen hat eine sehr homogene Mannschaft mit einer starken rechten Seite. Die dürfen wir nicht ins Spiel kommen lassen, genau wie den Neukirchener Torjäger Daniel Peters. Es ist eine Mannschaft, die das spielerische Element bevorzugt, eigentlich ein Gegner, der uns nicht so sehr liegt.“

TSV-Tore: Tötsches (6/3), N. Coenen (4), S. Coenen, M. Coenen (je 3), Mönicks, Kamps, Kuik, Lösche und Rosati