Saisonbilanz ASV Süchteln (Handball) Die grandiose Saison wurde mit dem Aufstieg gekrönt

Handball-Verbandsliga · Früh eroberte der ASV einen Aufstiegsplatz in der Verbandsliga und gab diesen auch nicht mehr her. Jetzt geht es in die Oberliga. Warum der wichtigste Akteur der Saison kein Spieler war.

 Süchteln feiert, nachdem der Aufstieg sicher ist.

Süchteln feiert, nachdem der Aufstieg sicher ist.

Foto: Tom Ostermann

Was war das für eine Saison, die der Verbandsligist ASV Süchteln an den meisten Spieltagen auf das Parkett gezaubert. Es war erst das zweite Jahr in dieser Liga und am Ende stand ein vierter Tabellenplatz, der zum Aufstieg in die Oberliga berechtigte, zu Buche. Der ASV bewies eine enorme Heimstärke und selbst die Übermannschaft des HSV Dümpten musste sich zum Saisonende geschlagen geben, gleichbedeutend mit deren einzigen Niederlage.

So lief die Rückrunde

„Insgesamt ist sie total positiv gelaufen“, freut sich der Süchtelner Trainer Tom Giesen. „Ansonsten wäre es wohl auch nicht der für uns sensationelle vierte Tabellenplatz geworden. Gleich die erste Partie der Rückrunde haben wir gegen Rhede gewonnen, sind dadurch auf einen Aufstiegsplatz geklettert, den wir dann bis zum Ende auch nicht mehr abgegeben haben.“

Das war gut

Klarerweise steht da der Aufstieg: „Intern haben wir schon mit dem Aufstieg geliebäugelt, das aber nach außen nicht kommuniziert. Die Mannschaft hatte die gesamte Saison über den Mut, daran zu glauben und hat bis zum Schluss durchgehalten. Ein Knackpunkt war sicherlich der 33:29-Erfolg in Oberhausen, als wir personell arg gebeutelt waren und mit Spielern aus der Ersten, Zweiten und Dritten Mannschaft angetreten sind. Da haben dann wirklich alle gemerkt, dass wir etwas Großes schaffen können“, sagt Giesen.

Das war nicht so gut

Es gab eine Phase mit zwei Auswärtsniederlagen in Oppum und Aldekerk. „In beiden Spielen haben wir überhaupt keinen Zugriff bekommen, was für uns sehr ungewöhnlich war. Gleichgültig, was wir auch versucht haben, es wollte einfach nichts so richtig funktionieren“, so Giesen.

Der Spieler der Saison

Spieler Nummer eins ist keine Spieler auf dem Feld, lautet die überraschende Antwort Giesens: „Auch wenn es noch ungewöhnlich sein mag, da stehen eindeutig unsere Fans, die für uns immer der achte Mann waren. Es war eine unglaubliche Unterstützung, die wir erfahren durften und so haben wir zu Hause alle direkten Kontrahenten geschlagen. Nur gegen Vennikel verloren wir und wahnsinnige 21:3-Punkte waren dann der Lohn.“ Die kleinen Choreografien, die sich Fans immer haben einfallen lassen, seien toll gewesen. „Dann ist auch noch unbedingt unser stellvertretender Mannschaftskapitän Lukas Schneider zu nennen. Eigentlich wollte er ja vor der Saison aufhören, aber ich konnte ihn dann glücklicherweise doch noch überreden, ein Jahr dran zu hängen. Als Mittelmann war er der Denker und Lenker unseres Spiels, hat die Mannschaft in ganz wichtigen Phasen immer wieder gepusht“, lobt Giesen, Schneider habe die Saison seines Lebens absolviert.

So geht es weiter

Seit letzter Woche befindet sich der ASV in der Vorbereitung. Ab Juli steht dann die Sporthalle nicht mehr zur Verfügung, dann stehen Athletik-Einheiten auf dem Programm, ehe es wieder in die Halle geht. Auch einige Testspiele sind geplant. Höhepunkt ist dann am letzten Augustwochenende ein Turnier in Warschau. „Das werden drei sehr intensive Turniertage und zwischendurch wird auch noch trainiert. Das wird sicherlich auch richtig gut für das Teambuildung werden“, betont Giesen.

Personell wird sich in Süchteln nicht viel ändern. Die beiden Ergänzungsspieler Marius Schneider und Melvin Lehner sind nicht mehr mit von der Partie. Gravierender ist da schon der Wegfall von Lukas Schneider, der nun endgültig aufhört. Dafür hat der ASV Lennard Greven vom TV Lobberich verpflichtet. „Wir glauben, Lennard kann in die Fußstapfen von Lukas treten, ansonsten wollten wir auch nichts verändern. Die Mannschaft ist den letzten drei Jahren zweimal aufgestiegen. Wir haben uns vorgenommen, das Spiel und die Mannschaft weiter zu entwickeln, das haben sich die Jungs dann auch verdient“, so Giesen. Sicherlich werde die Luft in der Oberliga dünner, weitere Verstärkungen hätten geholfen. „Aber wir gehen unseren Weg weiter und sind davon auch überzeugt. Wir haben alle richtig Bock darauf, uns mit stärkeren Teams zu messen“, freut sich Tom Giesen. Zum Auftakt gastiert Süchteln am 7. September bei der SG Überruhr.