Aufsteiger mischt weiter die Verbandsliga auf Der ASV Süchteln hat stets Lösungen parat

Handball-Verbandsliga · Der Verbandsligist ASV Süchteln gewinnt mit 31:26 in Mülheim und festigt als Aufsteiger damit seinen Platz im oberen Tabellendrittel. Hingegen betreibt die Turnerschaft Lürrip erneut Chancenwucher und verliert mit 20:28 in Oberhausen.

Die Turnerschaft Lürrip (weiße Trikots) vergibt in Oberhausen zu viele Chancen, Süchteln schwebt hingegen weiterhin auf seiner Erfolgswelle.

Die Turnerschaft Lürrip (weiße Trikots) vergibt in Oberhausen zu viele Chancen, Süchteln schwebt hingegen weiterhin auf seiner Erfolgswelle.

Foto: Ja/Knappe, Joerg (jkn)

Es hat nicht sollen sein. Die Turnerschaft Lürrip verpasste die Chance auf ein positives Punktekonto und verlor beim HC Rot-Weiß Oberhausen deutlich mit 20:28 (14:14). Dabei sah es für die Gäste nach dem ersten Spielabschnitt eigentlich noch ganz gut aus, denn beim Spielstand von 14:14 war man absolut auf Schlagdistanz.

Bereits bis zu diesem Zeitpunkt war einer der Knackpunkte im Spiel der Gäste deutlich zu erkennen, denn sie gingen zu leichtfertig mit den sich bietenden Chancen um. Sie erkannten einfach nicht, dass der gegnerische Torhüter im unteren Bereich wirklich bärenstark war und oben einfacher zu überwinden gewesen wäre, was einige Treffer auch deutlich belegten. „Leider hat sich nichts geändert, als ich die Mannschaft darauf hingewiesen habe“, ärgerte sich der Lürriper Trainer Tobias Elis.

Das rächte sich dann nach dem Seitenwechsel. Die schlechte Trefferquote war das eine, es war aber auch niemand da, der das Team auf dem Parkett wachgerüttelt hätte. Ehe sich Lürrip versah, war man mit fünf Toren Differenz ins Hintertreffen geraten. Außerdem warteten die Hausherren noch mit einer offensiveren Deckungsvariante auf, mit der die Gäste ihre liebe Mühe und Not hatten.

„Die Konzepte wurden nicht sauber durchgespielt und wir auch immer unsicherer, ich weiß nicht, warum“, so Elis. „Wir hatten heute nicht die zwei oder drei Spieler, die vorangehen. Entweder gewinnen oder verlieren wir als Kollektiv, anders war es in dieser Saison noch nie. Die Chancen waren da, aber wenn du nicht triffst, ist das Spiel halt durch.“

TSL-Tore: von der Weyden (7/3), Bones (4), Semrau, Flügel (je 3), Giesen, Vaas und Rohde.

Besser lief es bei Ligakonkurrent ASV Süchteln. Mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein ausgestattet, lässt sich der Aufsteiger nicht von seinem Kurs abbringen und gewinnt bei der HSG Mülheim/Styrum mit 31:26 (16:12). Selbst eine Manndeckung gegen Haupttorschützen Christoph Kleinelützum von der ersten Sekunde an beeindruckte die Gäste keineswegs. „Darauf waren wir gut vorbereitet“, so der Süchtelner Trainer Tom Giesen.

„Das war heute ein Start-Ziel-Sieg, der letztlich verdient und ungefährdet war.“ Schnell zogen die Gäste auf 3:0 davon, lagen dann zwischenzeitlich zwar auch mit 8:9 in Rückstand, erzielten daraufhin aber fünf Treffer in Folge.

In beiden Halbzeiten leistete sich der ASV zwar Schwächephase, konnte das Spiel aber immer wieder in die gewünschte Bahn lenken. „Es war wirklich toll, wie die Mannschaft immer wieder die Ruhe bewahrt hat“, so Giesen.

„Es war bestimmt kein schönes Spiel, weil beide Teams teilweise sehr zerfahren agiert haben, wir fanden jedoch stets schneller zu unserem Spiel zurück. Gut war auch die Vorstellung unserer Außen Christoph Muth und Daniel Vogels, die dafür gesorgt haben, dass wir das Spiel wieder viel breiter aufziehen konnten als noch in der Vorwoche. Wir haben uns unsere Chancen wirklich gut erarbeitet und auch zu jedem Zeitpunkt die richtigen Lösungen gefunden.“

ASV-Tore: Muth, Stapper (je 6), Vogels (5), van Vlodrop, Schneider (je 3), Schmitz, Warkus, Pierkes (je 2), Kleinelützum und Borkenhagen.

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