Saisonfazit TV Lobberich In der Rückrunde zur Aufholjagd angesetzt

Handball-Oberliga · Nach der Hinrunde steckt der TV Lobberich in Abstiegsgefahr. Doch in der Rückrunde eilte die Mannschaft von Sieg zu Sieg und sicherte sich vorzeitig den Klassenverbleib. Trotzdem hört Spielertrainer Christopher Liedtke nun auf.

In der Rückrunde gewann Lobberich acht der 13 Partien.  Foto: Tom Ostermann

In der Rückrunde gewann Lobberich acht der 13 Partien. Foto: Tom Ostermann

Foto: Tom Ostermann

Für den TV Lobberich war es eine Saison mit Höhen und Tiefen, die letztlich mit dem achten Tabellenplatz endete. Danach sah es zunächst allerdings überhaupt nicht aus, denn der Start war mit 3:15-Punkten alles andere als gelungen. Entsprechend befand sich die Mannschaft über weite Strecken der Saison in akuter Abstiegsgefahr. Erst in der zweiten Saisonhälfte ging es aufwärts.

So lief die Rückrunde

In den ersten 13 Spielen der Hinrunde gab es lediglich drei Siege. Eine mäßige Bilanz, die den TV Lobberich im Tabellenkeller drückte. Doch mit Beginn der Rückrunde ging es schnell aufwärts: Vier der ersten fünf Spiele im Jahr 2024 entschied der TV Lobberich für sich. Am Ende gewann Lobberich acht der 13 Partien in der Rückrunde und sicherte sich frühzeitig den Klassenverbleib. „Das war richtig stark, mit Ausnahme der beiden letzten Spiele gegen Wuppertal und Überruhr, wo die Mannschaft schon gerettet war und nicht mehr die richtige Einstellung gefunden hat“, sagt Trainer Christopher Liedtke. Gegen St. Tönis verlor Lobberich 23:30, gegen Wuppertal 28:43. Das Derby gegen Kaldenkirchen gewann man hingegen mit 34:27, gegen Geistenbeck verlor mit 27:32. Die Saison beendete die Mannschaft mit 24:28-Punkten.

Das war gut

Liedtke lobt vor allem, wie die Mannschaft während der Spielzeit zusammengerückt ist. „Es gab kein Meckern, keinen Stress, keine unzufriedenen Gesichter und bei den Trainingseinheiten haben alle richtig gut durchgezogen“, sagt der Trainer. Zudem funktionierte das Team trotz dünner Personaldecke. „Unsere Leistung ist eigentlich noch höher zu bewerten, weil wir nur vier gelernte Rückraumspieler zur Verfügung hatten, wobei wir auch froh waren, dass sich kein weiterer verletzt hat“, sagt Liedkte. Offensiv überzeugten zudem die 786 erzielten Tore.

Das war nicht so gut

Rückblickend nach wie vor der Saisonstart. „Es mangelte am nötigen Selbstvertrauen und es fehlte die spielerische Sicherheit in Angriff und Abwehr“, sagt Liedtke. Insbesondere die Defensive funktionierte zu Beginn nicht und man kassierte zu viele Gegentore. „Erst als wir ab Mitte der Hinrunde unser Hauptaugenmerk auf die Basics gelegt haben, wurde es besser“, sagt Liedtke. Trotzdem kassierte Lobberich auch in der Rückrunde in sechs Partien 30 oder mehr Gegentreffer. In Summe stellte man mit 804 Gegentoren die drittschlechteste Defensive der Liga.

Der Spieler der Saison

Trainer Liedtke nennt Mika Giesen, der vom Verbandsligisten Turnerschaft nach Lobberich gewechselt war. „Durch die vielen Verletzungen vor der Saison war er gleich auf der Königsposition im halblinken Rückraum gesetzt und hat eine tolle Entwicklung hinter sich“, sagt Liedtke. Giesen sei insbesondere in der Abwehr deutlich stärker geworden, aber auch im Angriff sei er immer gefährlicher geworden und habe ein gutes Auge für die Mitspieler entwickelt. „Er ist noch ein junger Spieler und für uns etwas die Hoffnung auf eine gute Zukunft. Natürlich muss er sich in einigen Dingen, wie etwa das Zusammenspiel mit den Außen, noch verbessern, Potenzial ist aber reichlich vorhanden“, sagt Liedtke.

So geht es weiter

Momentan befinden sich in der Pause. Personell wird es die eine oder andere Veränderung geben. Das Traineramt von Christopher Liedtke, der ebenso aufhört wie sein C-Trainer Markus Holstein, übernimmt Jochen Schellekens. Es gibt noch weitere Abgänge zu verzeichnen: Lennard Greven wechselt zum ASV Süchteln, Florian Mähler zieht es zum TV Anrath und Matome Rampyapedi wird nächste Saison im Kölner Raum auf Torejagd gehen. „Zu neuen Spielern kann ich nicht viel sagen, weiß aber, dass Jochen sich in einigen vielversprechenden Gesprächen befindet.“