Nach langer Sieglosserie Lobberich beendet die Durststrecke in der Oberliga

Handball-Oberliga · Über zwei Monate musste der TV Lobberich auf einen Sieg warten. Nun gelang der Erfolg gegen den HSV Überruhr. Für Kaldenkirchen und Geistenbeck gab es Pleiten.

 Der TV Lobberich kann doch noch gewinnen – zuletzt gab es im September einen Erfolg in der Oberliga.

Der TV Lobberich kann doch noch gewinnen – zuletzt gab es im September einen Erfolg in der Oberliga.

Foto: Tom Ostermann

Großer Jubel beim TV Lobberich, der gegen den HSV Überruhr verdient mit 32:28 (18:14) gewann und damit den ersten Sieg seit dem 16. September feierte, als man mit 26:25 gegen Hiesfeld gewann. Erneut streifte sich Trainer Christopher Liedtke das Trikot über. „Wir haben immer noch ein paar personelle Probleme, gerade durch die Verletzung von Lennard Greven sind wir im Rückraum quantitativ eher mau besetzt. Deshalb habe ich mich entschlossen zu spielen“, sagte Liedtke.

Ungewohnt starteten die Hausherren von der ersten Sekunde an äußerst konzentriert und spielbestimmend. Im Prinzip waren sie über die gesamte Spieldauer das tonangebende Team. Dabei boten sie in der Defensive eine sehr ordentliche Leistung, gestützt auf die beiden Torhüter Niklas Bastians und Patrick Dönni. Letzterer kam in den letzten zehn Minuten zum Einsatz und parierte gleich vier Würfe des Gegners. Auch im Angriff gab es Verbesserungen. Wie in den Partien zuvor erspielte man sich erneut gute Einwurfmöglichkeiten, nur dieses Mal wussten man diese auch zu nutzen.

„Es war schon schön, gleich zu Beginn vorne zu sein und dann auch in der Schlussphase keine Angst mehr zu haben, das Spiel noch aus den Händen zu geben“, sagte Liedtke. „Heute hatten wir eine sehr kompakte Abwehr mit zwei starken Torhütern und vorne endlich mal wieder eine ordentliche Trefferquote. Insgesamt war es eine tolle Mannschaftsleistung.“

Die TVL-Torschützen: Hoffmanns (8/1), Giesen, Falk (je 5), B. Liedtke, Rampyapedi (je 4), Schellekens und C. Liedtke (je 3).

Anders lief es beim TSV Kaldenkirchen, der gegen die HSG Hiesfeld-Aldenrade mit 28:29 (14:15) das Nachsehen hatte. Im Summe war es eine vermeidbare Niederlage, doch die hohe Fehlerquote brachte den TSV aus dem Konzept. In den ersten Minuten schafften es die Hausherren gleich dreimal, den Ball ohne jegliche Gefahr ins Seitenaus zu werfen. Diese Nachlässigkeiten zogen sich durch die gesamte Begegnung. „Die Niederlage tut schon weh und ich bin auch sehr enttäuscht“, sagte der Kaldenkirchener Trainer Volker Hesse. „Das war über weite Strecken nicht ligareif. Es fehlte jegliches Selbstvertrauen und wir haben auch unfassbar viele Fehler gemacht. Meiner Meinung nach fehlt in manchen Teilen die Bereitschaft, sich zu quälen und zu fighten.“ Dabei versuchte Hesse vieles, um die Partie noch zu wenden, doch seine Maßnahmen führten nur zu kurzfristigen Erfolgen.

Die TSV Torschützen: Tötsches (7), S. Coenen (7/4), Killars (4), Schürmanns, Lorenz, Rosati (je 2), Brakelmann (1/1), Heyer, Leven und Dauben.

Ähnlich unerfolgreich verlief das Wochenende beim TV Geistenbeck, der beim Schlusslicht Neusser HV mit 36:37 unterlag. Auffällig war dabei die Vielzahl von Gegentoren, obwohl der NHV als angriffsstarke Mannschaft bekannt ist. Natürlich machte sich auch das Fehlen des gesperrten Abwehrchefs Yannek Wagenblast bemerkbar. Von der ersten Sekunde entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, wobei die Gäste aus Geistenbeck schnell mit 1:4 ins Hintertreffen gerieten. Erst als der Neusser Haupttorschüzte David Jurisic in Manndeckung genommen wurde, konnte der TVG verkürzen. Allerdings war der Linkshänder nie komplett auszuschalten und zeigte gerade in der Schlussphase seine Stärke, als er vier der letzten fünf Tore des Neusser erzielte. Geistenbeck ging zwar immer wieder in Führung, doch am Ende drehten die Gastgeber die Partie.

Beim Stand von 35:36 ging man dann ins volle Risiko, nahm den Torhüter vom Feld und kam 15 Sekunden vor dem Ende zwar noch zum Ausgleich, doch die Antwort folgte prompt.

Die TVG-Torschützen: Hüpperling, Schimanski (je 8), Geraedts (7/5), D. Meißner (6), A. Meißner (4) und Lüttke.

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