Handball: TV Korschenbroich vor schwerer Aufgabe beim TV Aldekerk

Der kommende Handball-Spieltag: TVK erwartet schwierige, aber attraktive Aufgabe

Nordrheinligist Korschenbroich will beim torhungrigen TV Aldekerk seine Siegesserie ausbauen. Oberligist Borussia hat die Chance, weiter nach oben zu klettern. Und Verbandsligist Geistenbeck will den Schwung aus dem Pokal mitnehmen.

Für den TV Korschenbroich gibt es am Samstagabend ein Wiedersehen: Der wurfgewaltige Mittelmann Julian Mumme, der vor dieser Spielzeit in der Nordrheinliga zum TV Aldekerk zurückgekehrt ist, bildet mit seinem Bruder Jonas am Kreis ein Duo, das es in den Griff zu bekommen gilt, findet Dirk Wolf. „Überhaupt sind da einige gute Spieler am Ball. Wir werden eine gute Abwehr stellen müssen“, sagt der TVK-Trainer.

Aldekerk hat in den bisherigen acht Saisonspielen die meisten Tore (253) geworfen, aber auch die meisten kassiert (233). Damit ist der Klub punktgleich mit dem Tabellendritten Opladen Vierter. Der TVK wiederum möchte seine Serie von drei Siegen in Folge gerne ausbauen und weiter nach oben klettern als den aktuellen Rang sieben. Das dürfte in Aldekerk nicht einfach werden.

„Ich spiele eigentlich immer gerne da“, entgegnet Wolf. „Ich mag den Verein, kenne viele Leute da, die Halle ist immer, die Stimmung toll. Ich hoffe, dass auch viele Fans aus Korschenbroich mitkommen.“ Wolf erwartet ein „schnelles, interessantes Spiel“ und sagt: „Die Aldekerker konnten eigentlich immer oben mitspielen, nach Startschwierigkeiten sind sie jetzt auch wieder in der Spur. Sie spielen einen schnellen, attraktiven Handball. Das entspricht genau meiner Philosophie.“

Oberligist Borussia muss derweil den Sieg gegen Tabellenführer DJK Unitas Haan in den kommenden Wochen vergolden. Schon am Samstag besteht für die Mannschaft von Tobias Elis die große Chance, noch näher an die Spitze heranzurücken. Die Borussen treten zum Nachbarschaftsduell beim TV Krefeld-Oppum an. Die Krefelder, von Ljubomir Cutura trainiert, haben bislang noch kein Heimspiel gewonnen. Diese Serie soll aus Borussensicht natürlich bestehen bleiben.

Dennoch wird die Partie kein Selbstläufer, schließlich weisen beide Teams, die nach acht Spielen in der Tabelle nur drei Punkte trennen, ein beinahe identisches Torverhältnis auf. Beide Trainer kennen die Stärken und Schwächen des anderen aus dem Eff-eff. Von daher dürfte der Überraschungseffekt ausbleiben. Für Borussia geht es darum, sich gegen die 3:2:1-Abwehr der Oppumer Freiräume zu erspielen. In der eigenen Abwehr muss Gladbach wurfgewaltige Rückraumschützen wie Jan-Philip Walch oder Fabian Bednarzik auf Distanz halten.

  • Handball : Denkwürdiger Abend für Geistenbeck

Der herausragende Auftritt im Pokal-Wettbewerb des Handball-Verbandes Niederrhein motiviert den TV Geistenbeck. Gegen das zwei Klassen höher spielende Ratingen unterlag der TVG erst nach Siebenmeterwerfen 47:48. „Das war ein Megaauftritt. Davon spricht man noch in fünf Jahren. Das erlebt man nicht so oft in einem Sportlerleben“, sagt Thomas Laßeur. Der Coach hofft, dass diese Partie seinen Spielern Flügel verleiht.

„Es ist vieles Kopfsache, aber ich denke, dass wir uns Klarheit über unser eigenes Spiel erarbeitet haben“, sagt der Trainer, schließlich ist nun wieder Ligaalltag in der Verbandsliga, und da lief es bisher keineswegs rund für die TVG. Am Samstag (19.30 Uhr, Realschulstraße) erwartet sie den Vorletzten, den SV Straelen. „Nach der Negativserie sind wir mal wieder dran mit einem Sieg“, sagt Laßeur. Bis auf Spielmacher Nico Reinartz, dessen Einsatz ungewiss ist, stehen alle Spieler zur Verfügung.

Der TV Korschenbroich II tritt am Sonntagvormittag beim TV Kapellen an. Im Vergleich des Schlusslichts beim Tabellenzweiten ist der TVK krasser Außenseiter. „Wir wissen, dass die Trauben dort sehr hoch hängen. Kapellen spielt eine tolle Saison, und uns liegt es absolut nicht, um diese Uhrzeit dort aufzulaufen“, sagt Trainer Tom Strack.

Personell entspannt sich die Lage, Nico Wipperfürth, Lukas Menze und Noah Florenz wirken wieder mit. „Wir wollen Kapellen ärgern und das Ergebnis so lange wie möglich knapp halten“, sagt Strack. Das Ziel sei, die Kapellens gute Abwehr mit spielerischen Mitteln zu überwinden.

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