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Handball: TV Korschenbroich überzeugt mit starkem Kollektiv

Handball : Starkes Kollektiv als großes Plus

Beim Regionalligisten TV Korschenbroich ragen nicht einzelne Spieler heraus. So werden auch Ausfälle gut kompensiert. Nun hat es Henrik Schiffmann erwischt.

Am Wochenende steht in der Regionalliga erst der dritte Spieltag an, und schon bestreitet der TV Korschenbroich am Samstagabend ein Spitzenspiel, wenn der Tabellenführer beim Drittplatzierten HG LTG/HTV Remscheid antritt. „Unser Plan ist, mit 6:0-Punkten in die Pause zu gehen“, wünscht sich Korschenbroichs Trainer Dirk Wolf. Nach dieser Partie hat der TVK zunächst einmal spielfrei.

Die Regionalliga ist eine 15er-Gruppe, weil Köln-Wahn vor der Saison seine Mannschaft vom Spielbetrieb zurückzog – das wäre der Gegner für das kommende Wochenende gewesen. Die Woche darauf ist Pause wegen der Herbstferien, so dass es erst am 24. Oktober mit einem Auswärtsspiel in Bonn weitergeht. Der Nachteil ist, den Rhythmus zu verlieren, allerdings können kleinere Blessuren auskuriert werden, und verletzte Spieler haben mehr Zeit zu genesen.

In der vergangenen Partie mussten die Korschenbroicher auf ihren verletzten Rechtsaußen Sascha Wistuba verzichten, der vor zwei Wochen im Training einen Schlag auf den Hinterkopf bekommen hatte. Seit Donnerstag ist er wieder im Training und wohl eine Alternative für Remscheid. Schlimmer erwischte es Zugang Henrik Schiffmann, der sich in Dinslaken eine Verletzung am Knie zuzog. Im Krankenhaus wurde ein Riss im Außenmeniskus diagnostiziert, kommende Woche steht die Operation an.

Danach wird es fünf oder sechs Wochen dauern, bis der Linskhänder wieder eingreifen kann, so dass der halbrechte Rückraumspieler gar nicht so viele Spiele verpasst. „Eine Verletzung ist nie gut und schwächt natürlich auch die Mannschaft“, betont Wolf. „Allerdings glaube ich auch, dass wir seinen Ausfall gut kompensieren können.“ So war es bereits vergangene Saison, als Viktor Fütterer auf der gleichen Position verletzt ausfiel und Justin Kauwetter ihn glänzend vertrat. Auch jetzt hat er wieder das Vertrauen des Trainers und der Mannschaft.

Der gute Start der Oberbergischen hat Wolf keineswegs überrascht. „Remscheid hat sich mit Spielern, die schon in der Zweiten und Dritten Liga gespielt haben, gut verstärkt“, sagt er. Auffällig bei den beiden Erfolgen ist die geringe Zahl der Gegentore, die die HG kassiert hat, 20 und 22 Gegentreffer zeugen von einer sehr starken Abwehr. Das wird sicherlich ein interessanter Vergleich, denn Korschenbroich ist mit 67 erzielten Toren bis dato die gefährlichste Mannschaft der Liga.

Außerdem ist der TVK für jeden Gegner schwer auszurechnen, denn es fehlt ein absoluter Goalgetter. Dafür ist das Team aber von jeder Position gefährlich: In den ersten beiden Partien waren es immer wieder andere Spieler, die herausragten. „Wir müssen als Mannschaft funktionieren“, fordert Wolf. „Ein weiterer wichtiger Faktor ist, eine gute Abwehr zu stellen mit starken Torhütern dahinter, damit wir auch unser Tempospiel aufziehen können.“