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Handball: TV Korschenbroich startet in die Regionalliga-Saison 2020/21

Handball : Eingespieltes Team peilt Top-Platzierung an

Der TV Korschenbroich startet am Samstag gegen den TV Aldekerk in die Regionalligasaison. Die Mannschaft hat sich ehrgeizige Ziele gesteckt.

Mit dreiwöchiger Verspätung fällt nun auch der Startschuss in der Regionalliga Nordrhein. „Wir hätten die Saison gerne früher begonnen. Die Verzögerung ist nicht etwa wegen der Corona-Pandemie vorgenommen worden, sondern weil der eine oder andere Verein verletzte Spieler zu beklagen hatte“, versichert Dirk Wolf, Trainer des TV Korschenbroich.

Wie schon in den beiden Jahren zuvor, möchte der TVK in der Spitzengruppe ein gewichtiges Wort mitreden. Standen zuvor die Platzierungen fünf und drei in der Abschlusstabelle, darf und soll es in dieser Spielzeit noch weiter nach oben gehen. Einige Mitkonkurrenten nennen gar immer wieder den TV Korschenbroich, wenn es darum geht, Aufstiegsaspiranten zu bestimmen. Sicherlich kein hoffnungsloses Unterfangen, jedoch müssen Wolfs Spieler dafür Woche für Woche eine Top-Leistung abrufen und natürlich auch von schwerwiegenden Verletzungen verschont bleiben. Ein großes Plus der Mannschaft ist auf jeden Fall die Homogenität.

Der Trainer kann auf einen eingespielten Kader zurückgreifen, weil dieser sich fast überhaupt nicht verändert hat. Mit Tim Dicks, der aus Studiengründen nach Salzburg wechselte und – wie erst kürzlich bekannt wurde – mit einem Doppelspielrecht für den Korschenbroicher Liga-Konkurrenten Neusser HV ausgestattet wurde, und Viktor Fütterer, der seine Handballschuhe an den berühmten Nagel gehängt hat, sind lediglich zwei Abgänge zu verzeichnen.

Den Verantwortlichen ist es gelungen, diese Abgänge mehr als zu kompensieren. Mit Henrik Schiffmann konnte ein sehr erfahrener Spieler vom Zweitligisten HSG Krefeld verpflichtet werden. Hinzu kommen noch die beiden talentierten Außenspieler Marcus Neven und Lukas Bark, die in der vergangenen Saison beide noch für Dormagen in der A-Jugend-Bundesliga aufgelaufen sind. Damit ist der TVK seit Jahren erstmals wieder auf jeder Position doppelt besetzt.

„Vorher war unsere Qualität sicher nicht schlecht“, sagt Wolf. „Wir sind nicht nur breiter aufgestellt, sondern wollen uns auch gegenüber den Vorjahren verbessern.“ Im Schnitt it es eine sehr junge Mannschaft, jedoch mit sehr gut ausgebildeten Spielern. Wenn überhaupt von einem Manko zu reden ist, dann wohl die mangelnde Konstanz. Im letzten Jahr überwog eindeutig die Anzahl der tollen Spiele, in denen der TVK mehr als zu gefallen wusste. Allerdings waren auch ein paar nicht so gute Partien dabei, was nun aber dringlichst vermieden werden soll, will man im Kampf um den Aufstieg konkurrenzfähig sein.

An der Vorbereitungsphase gab es wenig auszusetzen. Die Mannschaft blieb mit Ausnahme von kleineren Blessuren von Verletzungen verschont, das neue Trio konnte bereits sehr gut integriert werden, und die Testspiele verliefen größtenteils erfolgreich. Lediglich gegen den Bergischen HC und Borussia Mönchengladbach gab es eine Niederlage zu verzeichnen.

Das jedoch ist am Samstag alles Makulatur, wenn der TV Aldekerk sich in der Waldsporthalle vorstellt. „Wir brennen natürlich alle darauf, dass es wieder losgeht“, betont Wolf. „Nach fünf Monaten Pause wird es wieder Spaß machen, sich vor den eigenen Fans zu präsentieren. Und wir haben gleich eine tolle Begegnung zum Saisonauftakt“. Das Hygienekonzept des Vereins steht – somit haben 300 Zuschauer die Möglichkeit, mitzufiebern. „Wir wissen natürlich nicht, wie viele Zuschauer kommen werden“, sagt der Sportliche Leiter und Co-Trainer Klaus Weyerbrock. „Ich hoffe nur, dass es nicht mehr werden und wir Leute nach Hause schicken müssen. Es kann aber auch gut sein, dass nur 100 Fans den Weg in die Halle finden. Nach dem Spieltag sind wir schlauer und können dann auch reagieren, unter Umständen mehr Zuschauer in die Halle zu lassen.“

Die Partie gegen Aldekerk ist wohl auch das Spitzenspiel des Tages, denn die Gäste haben sich gut verstärkt und zählen laut Wolf zu den Mitfavoriten in der Regionalliga. „Der Top-Favorit ist für mich einmal mehr Ratingen“, sagt der Trainer. „Sie sind gespickt mit Spielern, die auf Erfahrungen in der Ersten und Zweiten Bundesliga zurückgreifen können. Und einige waren auch bereits schon international aktiv.“ Aber auch dem Bergischen HC traut Wolf sehr viel zu. „Ich glaube, dass die Liga in der Spitze insgesamt ausgeglichener ist, und deshalb können wir uns auf eine sehr spannende Saison freuen.“