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Handball: TV Geistenbeck gewinnt Topspiel der Verbandsliga beim TSV Kaldenkirchen

Handball-Verbandsliga : Ein weiterer Schritt Richtung Oberliga

Der TV Geistenbeck gewinnt das Spitzenspiel beim TSV Kaldenkirchen verdient 26:21 und baut seinen Vorsprung weiter aus. Dagegen wurde die Begegnung zwischen der Turnerschaft Lürrip und der HSG Wesel abgesagt.

Nach dem 26:21 (13:13)-Erfolg des TV Geistenbeck im Spitzenspiel beim Tabellenzweiten TSV Kaldenkirchen können die ersten Sektflaschen wohl so langsam kalt gestellt werden. Bei noch acht ausstehenden Begegnungen beträgt der Vorsprung nun sieben Punkte. Es fehlen also noch fünf Siege, und der Aufstieg in die Oberliga ist perfekt – vorausgesetzt die Verfolger lassen keine Federn mehr. Denn ansonsten könnten die Feiern schon früher beginnen.

Mit einer sehr gut gefüllten Sporthalle in Kaldenkirchen war eine Voraussetzung für ein Spitzenspiel bereits vor dem Anpfiff gegeben, den Rest erledigten die beiden Konkurrenten dann auf dem Parkett. Von der ersten Sekunde an schenkten sich beide Teams nichts und kämpften verbissen um jeden Ball. Während die Gäste einmal mehr durch ihre Kompaktheit bestachen, war es bei den Hausherren zunächst Maik Tötsches, der dem Spitzenreiter mehr Sorgen als erwünscht bereitete. So entwickelte sich ein munteres Spielchen, in dem Kaldenkirchen die Nase zumeist knapp vorne hatte, auch wenn kurzfristig eine neue Ausrichtung von Nöten war, da Tötsches mit einer Manndeckung bedacht wurde.

Selbst nach dem Seitenwechsel sah es zunächst nicht nach einem deutlichen Erfolg des TVG aus, führten die Gastgeber doch noch 16:14. Mit zunehmender Spieldauer entwickelte sich die Geistenbecker Abwehr mit einem glänzend aufgelegten Alex Lausberg jedoch immer mehr zu einem unüberwindlichen Bollwerk, das fast 15 Minuten keinen Gegentreffer mehr zuließ und den Liga-Primus somit auf die Siegerstraße führte.

Zwar erspielte sich der TSV noch einige Chancen, ließ davon jedoch zu viele ungenutzt, um dem Spiel noch eine Wende geben zu können. „Geistenbeck hat verdient gewonnen, weil es in der entscheidenden Phase einfach cleverer gespielt hat“, sagte Kaldenkirchens Trainer Rüdiger Winter. „Ich bin aber keinesfalls unzufrieden. Die Abwehr stand gut, nur leider haben wir unsere Chancen nicht genutzt.“ Zufrieden zeigte sich auch sein Gegenüber Thomas Laßeur: „Zuletzt gab es für uns in Kaldenkirchen keinen Blumentopf zu gewinnen. Wir haben gezeigt, dass wir zurecht ganz oben stehen.“

Die Torschützen des TSV Kaldenkirchen: König (5), Tötsches (5/2), M. Coenen (4), S. Coenen (4/1), Schürmanns (2) und Heyer; TV Geistenbeck: Bautz (5), Hüpperling (5/2), Hermanns, Bremges, Reinartz (je 4), D. Meißner (2), Pöstges und Schütte.

Die Partie zwischen der Turnerschaft Lürrip und der HSG Wesel fiel derweil dem Corona-Virus zum Opfer. Die Gäste hatten gesundheitliche Bedenken und nutzten die Vorgabe des Verbandes (siehe Info-Box) und sagten das Spiel am Freitagnachmittag ab. „Einen neuen Termin haben wir noch nicht, da müssen sich beide Vereine jetzt abstimmen“, sagte der Lürriper Spielertrainer Robert Bosnjak.