Handball: So ist die Ausgangslage der Klubs aus Mönchengladbach und dem Grenzland nach den Ferien

Handball : Lobberich hat zugelegt, Borussia hinkt hinterher

Die Handballklubs starten nach den Ferien in die zweite Saisonphase. Manche können bisher zufrieden sein, andere müssen sich steigern.

Knapp 20 Prozent der Saisonspiele sind absolviert. Bei einigen Klubs ist bereits eine Tendenz zu erkennen und abzusehen, ob die gesetzten Erwartungen erfüllt werden können. Wir geben einen Überblick nach der Herbstferien-Pause.

Regionalliga Eindeutig die Erwartungen erfüllt hat bislang der TV Korschenbroich, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, in der Spitzengruppe mitmischen zu wollen. Mit 8:2 Punkten haben die Schützlinge von Trainer Dirk Wolf momentan den zweiten Tabellenplatz inne und lediglich gegen den verlustpunktfreien Liga-Primus aus Opladen knapp verloren. Der TVK präsentierte sich in den Spielen zumeist als homogene Einheit, deshalb ist der verletzungsbedingte Ausfall von Viktor Fütterer, der sich in der letzten Partie gegen Bonn einen Kreuzbandriss zuzog, auch sehr schmerzhalft. Doch die Verantwortlichen reagierten schnell und konnten Tim Christall, der vorige Saison noch zum Kader zählte, dazu bewegen, sich zunächst bis Ende des Jahres zur Verfügung zu stellen.

Oberliga Die beiden hiesigen Vertreter sind mit ganz unterschiedlichen Zielsetzungen in die Spielzeit gegangen. Borussia Mönchengladbach wollte oben mitmischen, muss sich dafür aber steigern, denn 5:5 Punkte und Platz acht sind nicht das, was sich die Verantwortlichen vorgestellt haben. So konnten beispielsweise die Spiele gegen Angermund und Königshof nicht gewonnen werden, obwohl die Borussen die erste Halbzeit jeweils klar dominierten. „Wenn du nach einem Spiel sagen kannst, dass du alles gegeben hast und der Gegner einfach besser war, dann ist das in Ordnung“, sagt Trainer Tobias Elis. „Aber wenn nach dem Abpfiff Bauchschmerzen überwiegen, stimmt etwas nicht. Wir haben drei Punkte verschenkt, sonst sähe es doch schon viel besser aus.“

Besser ist das Stichwort für den TV Lobberich, der sich einzig den Klassenverbleib vorgenommen hat. Platz drei und 8:2 Punkte sind aller Ehren wert, zumal die Mannschaft sehr jung ist, Potenzial auf alle Fälle vorhanden ist und deutliche Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr unverkennbar sind. „Natürlich bin ich momentan sehr zufrieden, auch wenn die dicken Brocken erst noch kommen“, sagt Spielertrainer Christopher Liedtke. „Wir sind flexibler geworden, konnten spielerisch überzeugen und haben hinzugelernt. Unser Weg ist noch nicht zu Ende.“

Verbandsliga Auch bei den drei Verbandsligisten stellt sich die Situation unterschiedlich dar. Der TV Geistenbeck war von vielen zu einem der Meisterschaftsfavoriten gekürt worden und ist dieser Rolle auch absolut gerecht geworden, denn 10:0 Punkte sprechen eine deutliche Sprache. Allerdings ist in manchen Situationen auch noch Sand im Getriebe, wie etwa bei den Spielen gegen Kapellen und Kaldenkirchen, als jeweils ein 2:6-Rückstand aufgeholt werden musste. Zu einem absoluten Spitzenteam fehlt es noch ein wenig an Konstanz. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagt Trainer Thomas Laßeur. „Die Art und Weise, wie wir bislang gespielt haben, gefällt mir schon sehr gut, jetzt gilt es noch unsere Schwächephasen zu minimieren.“

Eine überaus positve Überraschung ist der TSV Kaldenkirchen, der sich mit 7:3 Punkten auf dem fünften Rang wiederfindet. Die Integration von vier Spielern aus der eigenen Jugend kann als gelungen bezeichnet werden, und auch in der Stabitlität hat die Mannschaft gegenüber dem Vorjahr deutliche Fortschritte gemacht. Nach der Niederlage in Geistenbeck gilt es nun gegen Kapellen, das die Erwartungen noch nicht erfüllt hat, zu bestehen. „Ich bin bisher wirklich sehr zufrieden“, betont Trainer Rüdiger Winter. „Unser Minimalziel ist der Klassenerhalt. Schön wäre es, wenn wir erneut Platz sieben erreichen könnten, aber in der Spitzengruppe werden wir uns auf Dauer nicht behaupten können.“

Spitzengruppe ist das Stichwort für die Turnerschaft Lürrip, denn der Aufsteiger setzte sich Rang fünf als Ziel. Davon ist er bei derzeit 2:8 Punkten und Platz zwölf aber noch ein weites Stück entfernt. Insbesondere die Niederlage beim Abstiegsaspiranten Wesel am vergangenen Spieltag war schmerzhaft. „Eigentlich fehlen uns nur Kleinigkeiten“, sagt Spielertrainer Robert Bosnjak. „Ich glaube schon, dass wir mit allen Mannschaften mithalten können, aber wir sind noch nicht ganz in der Liga angekommen und müssen noch an Cleverness zulegen.“