Handball: Schweres Programm für Klubs aus Mönchengladbach

Handball : Borussia ist heiß auf die Derby-Revanche

Das Heimspiel gegen Lobberich ging verloren, nun will der Gladbacher Oberligist siegen. Schwer wird es für den TV Korschenbroich in der Nordrheinliga, sowie für seine Reserve und Geistenbeck in der Verbandsliga.

Der TV Korschenbroich spielt in der Nordrheinliga nacheinander gegen Spitzenteams, den Auftakt macht Samstag (19.30 Uhr) der Tabellenzweite TuS Opladen in der Waldsporthalle, es folgen die Partien beim Vierten TSV Bonn und Dritten SG Ratingen, der sich gerade noch mit Alexander Oelze und Thomas Bahn vom insolventen Zweitligisten HC Rhein Vikings aus Düsseldorf verstärkt hat. Dennoch glaubt TVK-Trainer Dirk Wolf, dass der nächste Gegner der schwerste aus dem Trio ist: „Opladen war für mich immer die Mannschaft der Liga, weil sie viel Qualität hat und über 60 Minuten auf einem hohen Level spielen kann“, sagt er. Dass das auch seinem Team nicht immer gelingt, war im Hinspiel bei der 29:36-Niederlage zu sehen. „Da haben wir 40 Minuten auf Augenhöhe gespielt, dann Opladen aber mit vielen zu früh abgeschlossenen Würfen ins Spiel gebracht“ erinnert sich Wolf und fordert: „Wir brauchen eine gute Abwehr und gute Torhüter. Mit unseren Fans im Rücken wollen wir das Spiel gewinnen.“ Dabei fehlen ihm allerdings Tim Christall (Grippe), Steffen Brinkhues (Bänderriss) und Simon Foerster (Fingerbruch).

In der Oberliga gastiert Borussia am Sonntag im Derby beim TV Lobberich. „Das ist keine leichte Herausforderung“, glaubt Trainer Tobias Elis. „Wir sind es nicht gewohnt, sonntags morgens Sport zu machen, das ist sicherlich ein Vorteil für Lobberich.“ Allerdings haben die Borussen in der letzten Saison bewiesen, dass sie auch zu diesem Zeitpunkt ihre Leistung abrufen können, als sie in der Vorsaison beim späteren Aufsteiger MTV Dinslaken an einem Sonntagmorgen gewannen. Außerdem haben die Gäste noch etwas gutzumachen, verloren sie das Heimspiel gegen Lobberich doch 24:25. Dabei erwischten die Torhüter nicht gerade ihren besten Tag, taktisch waren die Borussen nicht auf der Höhe, es wurden ungewohnt viele technische Fehler produziert, und außerdem bekamen sie den gegnerischen Kreisläufer nicht in den Griff. „Lobberich hat eine tolle Mannschaft“, betont Elis. „Aber jetzt wissen wir, wie wir gegen sie spielen müssen. Ein Sieg wäre ein großer Schritt in die richtige Richtung, denn schließlich wollen wir in der Tabelle noch etwas höher klettern.“ Personell waren in der Woche noch ein paar Wehwehchen vorhanden, doch das sollte sich bis zum Anpfiff erledigt haben.

Der TVK II empfängt in der Verbandsliga den Tabellendritten TS St. Tönis, wobei das Schlusslicht ganz klar Außenseiter ist. Die Gäste sind sicherlich auf Wiedergutmachung aus, zwar nicht was das Hinspiel betrifft, das sie 26:18 gewannen, sondern eher das letzte Spiel, als sie vor eigenem Publikum überraschend gegen den TSV Kaldenkirchen verloren. „Die werden sicher einige Wut im Bauch haben“, glaubt TVK-Trainer Tom Strack. Für die Gastgeber ist es das vornehmliche Ziel, das Tempospiel von St. Tönis zu unterbinden. „Die machen über die gesamte Spielzeit richtig Alarm“, betont Strack. „Wir müssen versuchen, geduldig zu spielen, auf die Lücken warten und dann die sich bietenden Chancen verwerten. Aber bislang sahen wir gegen die Mannschaften aus dem oberen Drittel immer gut aus. Um jedoch eine Chance zu haben, muss bei uns alles passen.“ Personell kann er aus dem Vollen schöpfen, hat 13 Spieler zur Verfügung. Komplettiert wird der Kader wohl noch mit einem A-Jugendlichen.

Ein dicker Brocken erwartet den TV Geistenbeck am Sonntag beim Tabellenzweiten TV Kapellen. Bange machen gilt jedoch nicht, denn das Hinspiel gewannen die Schützlinge von Trainer Thomas Laßeur 25:24, außerdem befinden sie sich seit Wochen in bestechender Form. „Natürlich wissen wir auch um die Heimstärke der Kapellener, die wegen einer Veranstaltung jedoch in eine andere Halle ausweichen müssen“, sagt Laßeur. „Mit Lukas Haas hat der TVK einen der überragenden Torhüter der Liga, den dürfen wir auf gar keinen Fall warmwerfen. Außerdem gilt es, die Wirkungskreise der Rückraumspieler Christian Lange und Steffen Pitzen einzuengen. Aber nach zuletzt vier Siegen in Folge können wir ohne großen Druck aufspielen und wollen aus Kapellen etwas Zählbares mitnehmen.“

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