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Handball: Saisonstart mit Luft nach oben für den Rheydter TV und dem TV Lobberich

Handball Oberliga : Saisonstart mit Luft nach oben für Rheydt und Lobberich

Die Ziele sind für die Frauen des Rheydter TV und des TV Lobberich hoch, die Spielzeit startete jedoch verhalten. Bei beiden Teams hakt es im Angriff.

Die Saison ist noch jung, dennoch sind erste Erkenntnisse abzulesen – beispielsweise beim Rheydter TV und dem TV Lobberich. Beide Damenteams zählten im vergangenen Jahr zu den besten der Oberliga und planten, auch diese Saison wieder in der oberen Tabellenregion mitzumischen. Der Saisonstart lief jedoch dürftig.

Drei Spiele, 1:5 Punkte, so die Bilanz des Rheydter TV. „Das haben wir uns im Vorfeld ganz anders vorgestellt“, gesteht Trainer Manfred Wählen und fügt an: „Das eine oder andere Pünktchen haben wir uns schon mehr erhofft.“ Einer der Gründe, warum es noch nicht so läuft, ist sicherlich das Verletzungspech der Mannschaft: Torhüterin Stefanie Ferner kugelte sich die Schulter aus, Laura Stemmer laboriert ebenfalls an einer Schulterverletzung, Lara Alt hat Probleme mit dem Knie und Christina Ristau mit dem Fuß. Hinzu kommt Abwehrspezialistin Nicole Andes, die Mutterfreuden entgegen sieht.

Die Probleme liegen dabei nicht in der Deckung, der Schuh drückt eher im Angriff. „Uns fehlen einfach die Alternativen“, sagt Wählen. „Dadurch haben wir auch kleinere Probleme im schnellen Umschaltspiel, wodurch die sogenannten einfachen Tore fehlen.“

Allerdings stecke in Rheydt niemand den Kopf in den Sand, an fehlender Einstellung mangele es keineswegs. „Wenn wir wieder komplett antreten können, dann finden wir auch wieder in die Spur. Ich bin optimistisch, dass wir in Kürze auch wieder punkten werden, denn bisher haben wir nur gegen Mannschaften gespielt, die sich im oberen Tabellendrittel befinden“, sagt der Trainer. Die nächste Gelegenheit zum ersten Saisonsieg ist am Sonntag bei der Zweitvertretung der SG Überruhr.

Etwas besser läuft es beim TV Lobberich, der schon vier Spiele absolviert hat und dabei eine Ausbeute von 4:4 Punkten aufweist. Trotzdem hatte man im Verein auf einen besseren Start gehofft. „Gerade die knappe 22:23-Niederlage in Düsseldorf war durchaus vermeidbar“, sagt Trainer Marcel Schatten. „Mit 6:2 Punkten wären wir absolut im Soll, aber im letzten Spiel haben wir es einfach nicht geschafft, unsere normale Leistung auf die Platte zu bringen.“ Auffällig: Bei seinen beiden Erfolgen erzielte Lobberich 30 oder mehr Tore, wurde diese Marke nicht erreicht, setzte es Niederlagen. Die Statistik belegt, dass das Tempospiel der ausschlaggebende Faktor war, also eine sichere Deckung und ein schnelles Umschaltspiel. „Im gebundenen Spiel haben wir noch so unsere Probleme“, erkannte auch Schatten, dass ein hohes Tempo der Schlüssel zum Erfolg ist. Aber auch Lobberich konnte bislang noch kein Spiel in Bestbesetzung bestreiten. So fehlten Torhüterin Nina Kornfeld (Fußverletzung) und Isabelle Inkmann (Muskelfaserriss) längerfristig, sind aber demnächst wieder einsetzbar.

Das Saisonziel sieht der Trainer aber als erreichbar an: „Platz eins bis vier haben wir ausgelobt und sind davon auch nicht so weit entfernt.“ Am Wochenende hatte Lobberich 25:28 beim HSV Solingen verloren. Zufrieden war Schatten über weite Strecken mit der Deckungsarbeit, sah dafür jedoch im Angriff zu viele kleine Fehler. „Uns fehlen noch ein paar Prozentpunkte, aber das werden wir hinbekommen“, sagt Schatten. Ob das am kommenden Wochenende schon funktioniert, ist fraglich, wenn der TVL bei der HSG Hiesfeld/Aldenrade antritt, einem der beiden Top-Favoriten der Liga.