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Handball-Rgeionalliga: TuS Opladen weist TV Korschenbroich in die Schranken

Handball-Regionalliga : Opladen weist den TVK in die Schranken

Trainer Dirk Wolf ist zwar mit einigen Entscheidungen der Schiedsrichter unzufrieden, sieht die Gründe für die Niederlage jedoch im eigenen Team. Damit rutscht Korschenbroich auf den dritten Tabellenplatz der Regionalliga ab.

Selbst für die Daueroptimisten unter den Anhängern des TV Korschen­broich dürfte nach der schmerzlichen 26:34 (14:17)-Niederlage im Spitzenspiel beim Tabellenführer TuS Opladen der Traum vom Aufstieg in die Dritte Liga nun ausgeträumt sein – zumal Opladen auch den besseren direkten Vergleich gegenüber dem TVK aufweist. So beträgt der Rückstand zwar nun sieben Punkte, aber um vorbeiziehen zu können, muss der Liga-Primus acht Zähler liegen lassen, während sich Korschenbroich dabei bis zum Saisonende schadlos halten müsste.

Für die Gäste fing es dabei gar nicht so schlecht an. Die Abwehr agierte bissig und war stets auf der Höhe. Zudem wurden die Angriffsaktionen flüssig und erfolgreich vorgetragen. Lohn dafür war ein kleiner Vorsprung, wie beim Zwischenstand von 9:7 in der 17. Minute. Fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff dann der erste kleinere Rückschlag für die Korschenbroicher: Im Angriff vergaben sie einen Siebenmeter und in der Abwehr war Steffen Brinkhues etwas zu ungestüm, verursachte seinerseits einen Siebenmeter für die Hausherren und erhielt für die Aktion außerdem noch eine Zeitstrafe. So gelang es dem Spitzenreiter erstmals in Führung zu gehen, die sie dann noch ein klein wenig ausbauten.

Davon zeigten sich die Schützlinge von Trainer Dirk Wolf zunächst unbeeindruckt, waren weiterhin ein Gegner auf Augenhöhe und ließen Opladen nicht weiter enteilen. Der Knackpunkt der Partie für die Gäste folgte dann jedoch ab der 38. Minute. Denn in dieser Phase hätten sie das Spiel eigentlich noch einmal drehen können. Die Gastgeber erhielten eine Zeitstrafe, doch statt die numerische Überzahl zu nutzen, ging dieser Schuss für Korschen­broich nach hinten los. Im Angriff fällte der TVK gleich dreifach die falsche Entscheidung und jedes Mal antwortete der TuS mit einem erfolgreich vorgetragenen Tempogegenstoß und setzte sich in eigener Unterzahl vorentscheidend ab.

Beim Stand von 29:22 in der 50. Minute war das Spiel dann endgültig entschieden, zumal Steffen Brinkhues, der erfolgreichste Torschütze des TVK zu diesem Zeitpunk, seine dritte Zeitstrafe erhielt und vorzeitig unter die Dusche geschickt wurde – was seinen Trainer schon ein wenig auf die Palme brachte.

„Bereits in der ersten Halbzeit gab es einige fragwürdige Entscheidungen gegen uns. Und drei Zeitstrafen für Steffen sind lächerlich, zumal er bei einer davon drei Meter von der eigentlichen Aktion entfernt war“, ereiferte sich Wolf. „Daran hat es aber letztlich nicht gelegen. Nach tollen 40 Minuten haben wir uns dann in Überzahl selber geschlagen, so dass es letztlich eine verdiente Niederlage war, die meines Erachtens jedoch um ein paar Tore zu hoch ausgefallen ist.“