TVK spielt drei Partien in acht Tagen Konzentration im Endspurt der Hinrunde hochhalten

Analyse | Handball-Regionalliga · Die Auftaktpleite gegen Interaktiv Handball hat der TV Korschenbroich schnell verdaut und seitdem alle Spiele gewonnen – das hat mit dem breiten Kader, einer schnellen Integration der neuen Kräfte und der Erfahrung im Team zu tun. Hilft das auch beim anstrengenden Schlussspurt vor Weihnachten?

  Für den TV Korschenbroich gab es in der Hinrunde bislang viel zu feiern. Die einzige Pleite setztes es gegen Spitzenreiter Interaktiv Handball.

Für den TV Korschenbroich gab es in der Hinrunde bislang viel zu feiern. Die einzige Pleite setztes es gegen Spitzenreiter Interaktiv Handball.

Foto: Sven Frank

Bislang absolvierte der TV Korschenbroich in der Handball-Regionalliga neun Begegnungen, verlor dabei lediglich den Saisonauftakt gegen den ungeschlagenen Tabellenführer Interaktiv Handball aus Ratingen mit 24:25 und war fortan selbst ohne Verlustpunkt. Vor der Weihnachtspause steht für den Tabellenzweiten nun noch einmal eine bewegte Woche an – denn innerhalb von acht Tagen ist der TVK gleich in drei Spielen gefordert. Da gilt es Konzentration und Spannung hochzuhalten, gleichzeitig aber auch ein wenig mit den Kräften hauszuhalten.

  TV Korschenbroichs Trainer Gilbert Lansen steht mit dem Team auf Platz zwei.

TV Korschenbroichs Trainer Gilbert Lansen steht mit dem Team auf Platz zwei.

Foto: Sven Frank

Im letzten Heimspiel des Jahres empfängt der TV Korschenbroich am Samstag den Tabellenvorletzten MTV Dinslaken in der Waldsporthalle, mittwochs darauf folgt das Nachholspiel bei der Zweitvertretung von TuSEM Essen und dann geht es sonntags zum Aufsteiger HSG Refrath/Hand. Hält das Team dieser hohen Belastung stand? Dieser Frage steht der Korschenbroicher Trainer Gilbert Lansen im Grunde genommen optimistisch gegenüber – wenn er auch eine leichte Skepsis nicht verbergen kann.

„Wenn die zuletzt gesundheitlich angeschlagenen Spieler bis zum Wochenende wieder fit werden, ist das Pensum sicherlich machbar. Am Samstag haben wir unser letztes Heimspiel in diesem Jahr und da wollen wir unseren Fans natürlich noch einmal etwas bieten. Unter normalen Umständen dürfte Dinslaken kein Stolperstein für uns werden, rufen wir unser Potenzial ab, ist sogar erneut ein deutlicher Sieg möglich“, sagt Lansen und blickt auf die weiteren Spiele bis zum Ende der Hinrunde.

„Essen wird dagegen sicherlich schon schwieriger, insbesondere wegen der Anwurfzeit. Die meisten Spieler sind berufstätig und da wird es dann am Mittwoch um 20.15 Uhr schon sehr stressig. Refrath dürfen wir keinesfalls unterschätzen, der Aufsteiger hat gerade bei seinen letzten Aufgaben gezeigt, wozu er in der Lage ist. Fakt ist, wir wollen bis Weihnachten auf jeden Fall sechs Punkte holen, denn im neuen Jahr steht dann zuerst das Spitzenspiel in Ratingen auf dem Programm. Außerdem muss bis Ende Januar die Partie in Neuss noch nachgeholt werden“, sagt TVK-Trainer Lansen.

In den letzten Wochen war bei den Korschenbroichern eine stete Steigerung zu erkennen, mit der die Verantwortlichen eigentlich zufrieden sein dürften. „Unser Ziel war es, ganz oben mitzumischen“, betont Lansen.

„So weit, so gut, da liegen wir im Soll. Ich möchte sogar behaupten, dass es viel besser nicht hätte laufen können. Die neuen Spieler – und auch ich – sind von der Mannschaft sehr schnell und gut aufgenommen worden. Schade nur, dass wir das erste Spiel verloren haben, aber wir hatten auch neue Spieler zu integrieren und da ist es gegen den Top-Favoriten nicht ganz leicht. Doch bereits in diesem Spiel wurde die eigentliche Stärke des Teams deutlich und das ist die mannschaftliche Geschlossenheit. Wir sind auf jeder Position doppelt besetzt und da gibt es auch kaum Leistungsabfälle. Dann haben wir mit Mannschaftskapitän David Klinnert und Henrik Schiffmann noch zwei routinierte Spieler, die ab und an auch das Ruder übernehmen, sollte etwas nicht ganz so gut laufen.“

Allerdings wäre der Korschenbroicher Übungsleiter kein engagierter Trainer, hätte er nicht auch etwas zu bemängeln. „Die Jungs machen schon sehr viel richtig, sind auch immer mit sehr viel Engagement beim Training und den Spielen dabei. Es gibt aber dennoch Kleinigkeiten zu verbessern. Die Eingespieltheit wird von Spiel zu Spiel besser. Leider schafft es die Mannschaft nicht immer, die Konzentration über 60 Minuten hochzuhalten“, so Lansen.

Gerade in Spielen, in denen sich der TVK einen großen Vorsprung erarbeiten konnte, habe das Team in der Schlussphase stets ein wenig nachgelassen. So etwas dürfe gegen einen starken Gegner nicht passieren – und deshalb sollte es auch dann nicht passieren, wenn der Sieg bereits früh in trockenen Tüchern ist, gab der Coach seiner Mannschaft zuletzt zu verstehen. „Es sind meist Flüchtigkeitsfehler, die absolut vermeidbar sind, und eine höhere Effektivität im Angriff, die ich dann vermisse. Bisher haben die Jungs aber bewiesen, dass sie stets auf den Punkt fit sind. Ich hoffe, daran ändert sich nichts.“

Nach dem Spiel in Refrath steht mittwochs darauf für den TVK noch ein Abschlusstraining an. Da steht dann insbesondere der Spaß im Vordergrund, wenn die Handballer eine Runde Fußball spielen. Anschließend geht die Mannschaft in die wohl verdiente Pause, ehe am 2. Januar mit neuem Schwung die Arbeit wieder aufgenommen wird. Am 6. Januar folgt dann noch die mannschaftsinterne Weihnachtsfeier, ehe am 8. Januar ein Testspiel gegen Birkesdorf (Oberliga Mittelrhein) auf dem Programm steht.

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