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Handball-Regionalliga: TVK Korschenbroich bleibt nach Arbeitssieg Spitzenreiter

TVK verteidigt Tabellenführung der Regionalliga : Ein Arbeitssieg für den Platz an der Sonne

Der TV Korschenbroich hat mit einem 31:23 beim OSC Rheinhausen die Tabellenführung in der Handball-Regionalliga verteidigt. Trotz des klaren Sieges war Coach Dirk Wolf aber nicht mit allen Aspekten zufrieden.

Auch wenn nicht alles Gold war, was glänzte, feierte der TV Korschenbroich einen gelungen Start in das neue Jahr. Beim OSC Rheinhausen setzten sich die Schützlinge von Trainer Dirk Wolf souverän mit 31:23 (16:11) durch und verteidigten damit ihren Platz an der Sonne. Dabei mussten sie auf Regisseur Mats Wolf und Kreisläufer Maximilian Tobae verzichten. Wolf laboriert an einem Bänderriss im Fuß, wobei noch nicht klar ist, wann er wieder zum Einsatz kommen wird. Klar ist, dass er nächste Woche noch pausieren muss. Tobae war an Corona erkrankt, zwar wieder genesen, aber der Verlauf war schon heftiger, so dass er geschont wurde, obwohl er hätte spielen können.

Nach anfänglichem Abtasten, wobei der Auftritt beider Mannschaften eher etwas nervös wirkte, war die Begegnung absolut ausgeglichen, was auch der Spielstand von 7:7 nach 17 Minuten eindeutig belegte. Im weiteren Verlauf waren die Gäste die tonangebende Mannschaft. Die Abwehr stand sicher und im Angriff wurden die sich bietenden Chancen genutzt, so dass ein 10:7-Vorsprung zu Buche stand. „Wir haben etwas gebraucht, um auf Betriebstemperatur zu kommen“, betonte der Korschenbroicher Trainer nach dem Abpfiff. „Danach haben es die Jungs jedoch wieder richtig gut gemacht und wir konnten uns weiter absetzen.“ So stand zum Halbzeitpfiff ein 16:11 für den TV Korschenbroich auf der Anzeigetafel.

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Es schien den eigenen Vorstellungen gemäß zu laufen, zumal nach dem Seitenwechsel auch noch das 17:11 erzielt werden konnte. Ein Vorsprung, der eigentlich die nötige Sicherheit geben sollte. Doch weit gefehlt, zwar erspielten sich die Gäste eine Vielzahl wirklich guter Einwurfmöglichkeiten, nutzten diese aber nicht. Der OSC holte Tor um Tor auf und kam nach 40 Minuten zum 18:18 Ausgleichstreffer und ging seinerseits wenige Minuten später mit 22:19 in Front. In der Zwischenzeit nahm Wolf eine Auszeit und wechselte dabei auch die Torhüter. Nun stand Max Jäger für Felix Krüger im Korschenbroicher Gehäuse. „Wir haben zu diesem Zeitpunkt wirklich nicht schlecht gespielt, aber nutzten unsere Chancen nicht“, ärgerte sich Wolf. Allerdings muss den Gästen zu Gute gehalten werden, dass sie keinesfalls in Hektik gerieten. Sie glaubten an sich, erspielten sich weiterhin gute Chancen, allerdings mit dem Unterschied, diese auch wieder zu nutzen.

Ein Lauf von 10:0-Toren spricht Bände. Dabei kam dem TVK zu Gute, dass die Rheinhauser im Angriff ihren Torhüter Matthias Puhle zu Gunsten eines siebenten Feldspieler auswechselten. Gleich drei Würfe der Korschenbroicher landeten im leeren Tor der Hausherren, wobei auch Torhüter Max Jäger einmal erfolgreich war. Besonders Philip Schneider war mit seiner Erfahrung und Cleverness gerade in der Defensive wichtig für den TVK. Nicht nur, dass er den einen oder anderen Ball abfing, er provozierte auch immer wieder Stürmerfouls der Gastgeber. Zum Ende der Partie folgte leider noch eine sehr unschöne Szene. Beim Herauslaufen erwischte OSC-Torhüter Puhle den Korschenbroicher Rechtsaußen Sascha Wistuba im Gesicht. Die Schiedsrichter unterstellten ihm Absicht und schickten ihn mit einer Roten Karte vorzeitig unter die Dusche. „Das war eine Aktion, die bei diesem Spielstand nicht mehr sein musste“, ärgerte sich Wolf. „Insgesamt war ich mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden. Allerdings durften wir den Gegner nicht wieder ins Spiel bringen, und das ist uns in dieser Saison nicht das erste Mal passiert. Daran müssen wir arbeiten.“