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Handball-Regionalliga: So emotional war der Abschied beim TV Korschenbroich

Regionalligist verabschiedet Spieler und Trainer : So emotional war der Abschied beim TV Korschenbroich

Nach dem letzten Heimspiel der laufenden Regionalliga-Saison hat der TV Korschenbroich insgesamt zehn Personen verabschiedet, darunter Coach Dirk Wolf. Sein Team schenkte ihm einen Kantersieg gegen den OSC Rheinhausen.

Vor 350 Zuschauern in der Waldsporthalle feierte der TV Korschenbroich in seinem letzten Heimspiel der Saison gegen den abstiegsbedrohten OSC Rheinhausen einen 33:20 (12:10)-Kantersieg. „Es war ein sehr schöner und emotionaler Abend“, beteuerte der Korschenbroicher Trainer Dirk Wolf nach seinem letzten Heimspiel als Trainer. „Am Ende gab es dann einen auch in der Höhe verdienten Sieg.“ Danach sah es zunächst aber nicht aus.

Zwar waren die Hausherren von der ersten Sekunde an die tonangebende Mannschaft und erspielten sich auch eine Vielzahl von Chancen, ließen in Summe aber einen großen Teil davon ungenutzt. „Wir haben einfach zu viel ausgelassen, es sah schon fast nach Ladehemmung aus“, so Wolf. Nach dem Seitenwechsel drehte der TVK dann jedoch mächtig auf. Die Deckung stand stabil, das Tempospiel funktionierte wie aus einem Guss und im gebundenen Angriffsspiel war dann auch die nötige Überzeugung vorhanden. „In den zweiten 30 Minuten haben die Jungs noch einmal gezeigt, wozu sie in der Lage sind“, freute sich der scheidende TVK-Übungsleiter. „Handballerisch war dann wirklich alles okay.“ Es war schon mehr als okay, denn die Rheinhauser hatten nicht mehr den Hauch einer Chance und wurden teilweise schwindelig gespielt. Die zweiten Halbzeit machte deutlich, warum die eine Mannschaft in der Tabelle auf Rang zwei steht und sich die andere in akuten Abstiegsnöten befindet.

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Nach dem Schlusspfiff wurde es dann emotional in der Waldsporthalle. Insgesamt wurden beim TVK zehn Personen verabschiedet, davon gleich sieben Spieler. Max Jäger begibt sich auf eine Weltreise, Philip Schneider hängt die Schuhe an den Nagel, Dustin Franz, der verletzungsbedingt nicht anwesend sein konnte, und Justin Kauwetter wechseln zum Ligarivalen Neusser HV und die Ziele von Sascha Wistuba, Felix Barwitzke und Stefan Graedtke sind noch offen. Hinzu kamen noch Co-Trainer Michael Mantsch, der langjährige Physiotherapeut Jörg Pohlenz, der wie auch Trainer Dirk Wolf von den Fans minutenlang unter tosendem Applaus gefeiert wurde.

Bewegend wurde es bei Wolf, denn sein Sohn Tom, der von 2013 bis 2016 in Korschenbroich aktiv war und mittlerweile beim Bundesligisten TuS Nettelstedt-Lübbecke unter Vertrag steht, hatte ein Video mit Grußbotschaften ehemaliger Weggefährten seines Vaters vorbereitet. So kamen unter anderem Rainer Hogeforster vom TV Kapellen, der ehemalige Nationalspieler Achim Schürmann und auch Dieter Könnes, mit dem Wolf noch zusammen spielte und mit ihm und dem HSV Rheydt in die Dritte Liga aufstieg. „Dieses Video hat mich sehr bewegt“, sagte ein sichtlich ergriffener Trainer im Anschluss. „Im Moment fühlt es sich einfach nach einem nahenden Saisonende und der danach lang ersehnten Pause an. Nicht mehr dabei zu sein, werde ich wohl erst begreifen, wenn die anderen wieder mit der Vorbereitung beginnen.“ Im Anschluss an die Verabschiedungen wurde mit Familie, Freunden und Fans bis in die Nacht gefeiert. Als Wolf sich dann gegen ein Uhr auf den Heimweg machte, zog die Mannschaft noch nach Düsseldorf weiter.

Aufstellung und Tore des TV Korschenbroich: Jäger, Graedtke - Schiffmann (5), Bark (2), Barwitzke (2), Brinkhues (1), Zidorn (3), M. Wolf (3), Tobae (5), Kauwetter (1), Biskamp (6/4), Neven (2) und Schneider (3).