TVK im Saisonendspurt Gelingt der nächste Schritt zum Aufstieg?

Handball-Regionalliga · Als Spitzenreiter geht der TV Korschenbroich in die letzten Saisonwochen. Am Samstag wartet eine unangenehme Aufgabe gegen TuSEM Essen II. Warum die Reserve-Mannschaft nicht zu unterschätzen ist.

 Vor der Osterpause feierte der TV Korschenbroich sechs Siege in Serie.   Foto: Sven Frank

Vor der Osterpause feierte der TV Korschenbroich sechs Siege in Serie. Foto: Sven Frank

Foto: Sven Frank

Die entscheidenden Wochen stehen nun an, sind es doch nur noch vier Spieltage in dieser Saison zu absolvieren. Die besten Karten auf den Aufstieg in die Dritte Liga hat momentan der TV Korschenbroich, allerdings kann sich die Aufstiegs-Entscheidung noch bis zum Saisonfinale hinziehen. Denn an der Tabellenspitze geht es eng zu: Aktuell beträgt der Vorsprung von Korschenbroich einen Punkt auf Dormagen II und zwei Punkte auf Bonn.

Um dem Ziel, Aufstieg in die Dritte Liga, erneut ein Stückchen näherzukommen, muss der TVK am Samstag bei der Zweitvertretung von TuSEM Essen bestehen. Sicherlich keine leichte Aufgabe, zumal man nie genau wissen kann, mit welchem Kader die Hausherren auflaufen werden – es könnten auch Spieler aus der Zweiten Liga oder der A-Jugend-Bundesliga mit von der Partie sein. Denn während die Essener Jugendlichen parallel spielen, hat deren erste Mannschaft bereits am Freitagabend ihr Spiel in der 2. Bundesliga.

„Mit diesen Konstellationen müssen wir gegen zweite Mannschaften leben“, so der Korschenbroicher Trainer Dirk Wolf, der anfügt: „Wir kennen aber auch die Spieler, die auflaufen könnten. Wichtig ist, dass wir unsere Hausaufgaben machen.“

Nach einer kurzen Pause ging es direkt den Mittwoch nach Ostern mit dem Training los. Hinzu kam am vergangenen Samstag noch ein Testspiel beim KTSV Eupen, um wieder in den Rhythmus zu kommen. Allerdings wurde der TVK in Belgien nicht so richtig gefordert und gewann deutlich mit 48:27. „Es war einfach wieder gut zu spielen, um auch ein Gefühl für den Wettkampf zu bekommen“, betont Wolf. Bleibt abzuwarten, ob die Wettkampfpause für den Liga-Primus gut war, denn davor konnte er mit sechs Siegen in Folge absolut überzeugen.

„Es wird wichtig sein, gleich wieder in den Flow zu kommen. Aus einer starken Abwehr und einem guten Zusammenspiel mit den Torhütern, werden wir versuchen, unser Tempospiel aufzuziehen, was zuletzt richtig gut funktioniert hatte. Ansonsten ist es wichtig, den Fokus zu finden. Wenn wir es schaffen, die Leistung der vergangenen Wochen zu bestätigen, haben wir sicherlich gute Chancen, beide Punkte mit nach Hause zu nehmen“, so Wolf weiter.

Personell sieht es ganz gut aus für den TVK, denn es wird lediglich Henrik Ingenpass fehlen, der an einem leichten Muskelfaserriss laboriert. Der eine oder andere Spieler ist zwar gesundheitlich leicht angeschlagen, dürfte aber in Essen auflaufen können. So hat es zum Beispiel auch Torhüter Felix Krüger erwischt, der Wolf jedoch versicherte, in Essen auf jeden Fall spielen zu können.

Die Aufgabe, den Klassenerhalt noch zu realisieren, wird für Borussia Mönchengladbach indes von Woche zu Woche schwieriger. Auch an diesem Wochenende wird es nicht leichter, wenn sich der TSV Bonn vorstellt. Die Gäste belegen momentan den dritten Rang und haben durchaus noch Chancen auf den Aufstieg. Bonn wird daher sicherlich alles daran setzen, beide Punkte zu entführen. Bereits im Hinspiel war es eine klare Angelegenheit, denn die Borussen verloren in der ehemaligen Bundeshauptstadt überaus deutlich mit 26:37.

Eigentlich geben 2:10-Punkte aus den vergangenen sechs Spielen keinen Anlass zu großen Hoffnungen für die Borussia, allerdings gingen vier von fünf Niederlagen lediglich mit einem Tor Differenz verloren. „Es ist ja nicht so, dass wir chancenlos sind“; betont der Mönchengladbacher Trainer Ronny Rogawska. „Leider sind wir dann in den entscheidenden Momenten leer ausgegangen, weil uns die Kaltschnäuzigkeit fehlte und die Nerven uns auch ab und an einen Strich durch die Rechnung gemacht haben.“

Der TSV aus Bonn stellt eine sehr flexible Mannschaft mit einer starken Deckung. Im Angriff agieren die Bonner häufig mit einem siebten Feldspieler, sodass es gerade auf die Hintermannschaft der Hausherren ankommen wird. Diese war bis dato eigentlich nicht das Problem, dieses ist eher im Angriff der Borussia zu suchen, denn nur Dinslaken und Langenfeld haben weniger Tore geworfen.

Zumindest stehen Rogawska wieder etwas mehr Alternativen zur Verfügung. Während Thomas Prinz weiterhin verletzt ausfällt, konnten Gabriel Westhofen und Aaron Jennes nach längerer Verletzungspause in dieser Woche wieder das Training aufnehmen. „Natürlich sind sie noch nicht absolut fit, aber es ist wichtig sie dabei zu haben, um dem einen oder anderen Spieler auch einmal eine Pause zu gönnen“, sagt der Trainer.

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