Neuer Anlauf, erster Auftritt So starten Borussia und der TV Korschenbroich in die Regionalliga

Handball-Regionalliga · Am Wochenende startet die Handball-Regionalliga in die neue Saison und der TV Korschenbroich gibt erneut den Aufstieg als klares Ziel aus. Neu in der Liga ist der ambitionierte Aufsteiger Borussia Mönchengladbach.

Die Regionalliga geht in die neue Saison: Der TV Korschenbroich hat den Aufstieg ausgegeben.

Die Regionalliga geht in die neue Saison: Der TV Korschenbroich hat den Aufstieg ausgegeben.

Foto: Sven Frank

Nach dem Abstieg vor fünf Jahren aus der Dritten Liga hatte sich der Handball-Regionalligist TV Korschenbroich vorgenommen, innerhalb von zwei oder drei Jahren den Wiederaufstieg zu realisieren – bislang ohne Erfolg. Nie war der TVK so knapp dran wie in der letzten Saison, in der sie fast kontinuierlich meisterhaft auftraten. Lediglich drei Niederlagen mussten am Ende verbucht werden, dennoch sprang letztlich „nur“ der zweite Platz heraus. Am Freitagabend fällt der Startschuss für die neue Spielzeit, in der ein erneuter Versuch für die Rückkehr gestartet wird.

Dabei kann Trainer Gilbert Lansen auf einen recht eingespielten Kader zurückgreifen. Lediglich zwei Abgänge sind zu verzeichnen. Oliver Brakelmann, der nie richtig Fuß fassen konnte, wechselte zum TSV Kaldenkirchen, Maximilian Tobae kehrte zum TV Aldekerk zurück, weil er den immensen Zeitaufwand seiner Anreise nicht mehr leisten wollte. Der Kreisläufer hinterlässt eine große Lücke, war er doch der Abwehrchef des Teams. Dem gegenüber konnten drei Neuverpflichtungen getätigt werden. Florian Frantzen kommt von Handball Oppum mit der Empfehlung, Torschützenkönig der Verbandsliga geworden zu sein. „Als Rechtsaußen hat Florian wohl die geringsten Anpassungsprobleme“, glaubt Lansen.

Dustin Franz kehrt nach einem Jahr beim Neusser HV wieder zurück. „Dustin kennt noch die meisten Spieler und auch die Spielabläufe sind ihm nicht fremd. Mit ihm haben wir im Rückraum eine weitere Alternative gewonnen.“ Bleibt noch Daniel Küpper-Ventura, der ebenfalls den Weg aus Neuss fand. Er tritt in große Fußstapfen, denn der Kreisläufer soll die Rolle von Tobae übernehmen. „Daniel ist nicht nur Kreisläufer, sondern in der Abwehr auch für den Mittelblock eingeplant, spielt also eine tragende Rolle. Sein Vorteil ist, dass er Ende letzter Saison schon ein paar Trainingseinheiten bei uns mitmachen konnte. Insgesamt haben sich alle drei sehr gut eingefunden.“

Die Vorbereitung sieht Lansen als eher durchwachsen an, denn gerade in der ersten Phase konnten die Langzeitverletzten Mats Wolf, Henrik Ingenpaß und Til Klause noch nicht wie erhofft mitmachen. Die zweite Phase lief dann schon deutlich besser, auch wenn nicht alles zur Zufriedenheit lief. „Die Testspiele haben mir noch nicht so gut gefallen“, betont der Korschenbroicher Trainer.“

Natürlich lautet die Zielsetzung Aufstieg in die Dritte Liga. „Wir möchten wieder so eine tolle Saison wie im letzten Jahr spielen, allerdings mit Platz eins am Ende. Dafür müssen aber mehrere Faktoren greifen.“ Wer sind in diesem Jahr die Konkurrenten im Aufstiegskampf? „Ganz vorne sehe ich den OSC Rheinhausen, der sich enorm verstärkt hat und auch Remscheid wird wieder eine starke Truppe stellen“. Der erste Schritt kann am Freitag gemacht werden, wenn sich die HSG Refrath/Hand in der Waldsporthalle vorstellt.

Am Wochenende startet auch das Regionalliga-Abenteuer für den Aufsteiger Borussia Mönchengladbach, der sich in der Oberliga lediglich eine Niederlage erlaubte und sich für die neue Aufgabe gut gerüstet sieht, denn am Kader hat sich nicht großartig etwas verändert. Einzig fester Abgang ist der dritte Torhüter Joel Heck. Jonas Vonnahme pausiert zunächst, weil er seine Masterarbeit schreibt. „Wir sind weiterhin in Kontakt und werden sehen, wie es weiter geht“, so der Mönchengladbacher Trainer Ronny Rogawska.

Aufsteiger Borussia Mönchengladbach hat Platz drei bis sechs als Ziel ausgegebn.

Aufsteiger Borussia Mönchengladbach hat Platz drei bis sechs als Ziel ausgegebn.

Foto: Ja/Knappe, Joerg (jkn)

Auch Dennis Aust möchte kürzertreten und mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Verzichten müssen die Borussen auch weiterhin auf den Routinier Heider Thomas. Seine Knieverletzung ist noch nicht auskuriert und frühestens Ende des Jahres wird er wieder zur Mannschaft stoßen. Auf der anderen Seite konnten drei Neuzugänge verpflichtet werden. Rückraumspieler Marko Markovic kommt vom Oberligisten TV Geistenbeck, Kreisläufer Dominik Roth spielte zuletzt in der A-Jugend-Bundesliga bei TuSEM Essen, ist aber gebürtiger Gladbacher und war auch bis zur B-Jugend im Verein. Komplettiert wird das Trio mit dem halblinken Rückraumspiel Gabriel Westhofen, der zuletzt beim Landesligisten VT Kempen auf Torejagd ging.

„Drei Ligen höher zu spielen ist schon ein gewaltiger Sprung“, betont Rogawska. „Aber mit seiner Körpergröße und Wurfkraft wird Gabriel uns weiterhelfen. Nach dem Ausfall von Heider hatten wir einen Spieler dieser Art nicht mehr im Kader.“ Nach der Saison hatten die Mönchengladbacher eine längere Pause und begannen dann mit einer fünfwöchigen sehr intensiven Vorbereitung. „Die fünf Wochen sind sehr positiv gelaufen. Die Mannschaft hat super mitgezogen, die Neuzugänge haben sich bestens integriert und sind alle eine Verstärkung, jeder bringt etwas mit, was uns besser macht. Auch die Testspiele liefen richtig gut. Gegen Bonn gab es 27:27 und gegen den OSC Rheinhausen eine knappe 24:28-Niederlage, immerhin zwei gestanden Regionalliga-Mannschaften.“

Als Favoriten sieht Rogawska an erster Stelle seinen ehemaligen Verein TV Korschenbroich, hat aber auch den OSC Rheinhausen auf dem Zettel. „Mit der Mannschaft zusammen haben wir uns Platz drei bis sechs vorgegeben. Wir haben ein ausgeglichenes Team und sind auf jeder Position doppelt gut besetzt. Unsere Stärken waren die Abwehr und das Tempospiel und daran haben wir noch weiter gearbeitet.“ Zum Auftakt empfangen die Borussen am Samstag die Zweitvertretung von TuSEM Essen.

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