Regionalligist kassiert knappe Niederlage Borussia Mönchengladbach fehlt noch die Kaltschnäuzigkeit

Handball-Regionalliga · Borussia Mönchengladbach verliert sein Heimspiel in der Handball-Regionalliga gegen die HSG Refrath/Hand knapp mit 22:23. Das Team von Coach Ronny Rogawska vergibt fünf Siebenmeter und lässt auch aus dem Spiel viele Chancen ungenutzt.

  Regionalliga-Aufsteiger Borussia Mönchengladbach tut sich schwer in der neuen Liga. Coach Ronny Rogawska (l.) ist mit der Offensive unzufrieden.

Regionalliga-Aufsteiger Borussia Mönchengladbach tut sich schwer in der neuen Liga. Coach Ronny Rogawska (l.) ist mit der Offensive unzufrieden.

Foto: Ja/Knappe, Joerg (jkn)

Eine knappe 22:23-(11:14)-Niederlage musste Borussia Mönchengladbach in der Handball-Regionalliga gegen die HSG Refrath/Hand einstecken. Das Endergebnis spiegelt allerdings nicht den wahren Spielverlauf wieder. Denn die Hausherren stellten zwar zweifelsohne nach längerer Zeit wieder eine starke Abwehr, jedoch war die Angriffsleistung nicht ausreichend, um den Gästen aus Refrath Punkte abzunehmen.

Dabei ist es bei der Borussia ja momentan nicht so, dass keine Chancen erarbeitet werden würden – aber der Umgang mit ihnen ist in weiten Phasen des Spiels viel zu fahrlässig. Immer wieder brachten sich die Gladbacher mit ihren Kombinationen in aussichtsreiche Wurfpositionen, doch die Trefferquote war an diesem Freitagabend schlicht und ergreifend indiskutabel, unter anderem wurden fünf Siebenmeter vergeben und das ist bei einer solch engen Begegnung am Ende entscheidend.

Von Beginn an rannten die Gastgeber einem Rückstand hinterher. „Die Anzahl der technischen Fehler und die vielen freien Bälle, die wir liegen gelassen haben, waren in der Summe einfach zu viel“, ärgerte sich der Mönchengladbacher Trainer Ronny Rogawska. „Gerade in der ersten Halbzeit waren wir im Angriff überhaupt nicht gut, während ich mit der Deckung doch sehr zufrieden war.“

Nach dem Seitenwechsel lief es dann ein wenig besser aus Sicht der Borussia, zumindest bewies die Mannschaft beim Stand von 11:14 eine tolle Moral. Schnell kämpften sie sich an die Gäste heran und hatten auch die Gelegenheiten, zumindest zu egalisieren, doch in diesen Augenblicken herrschte abermals ein kollektives Versagen in der Offensive. „In der entscheidenden Phase haben wir erneut nicht getroffen“, so Rogawska.

„Momentan bezahlen wir noch viel Lehrgeld. Es ist nicht mehr so wie im letzten Jahr, als die Gegner uns immer wieder Chancen einräumten. Es fehlt einfach die Kaltschnäuzigkeit und das ist nicht nur bei den jungen Leuten der Fall.“ Kurz vor dem Ende bekamen die Borussen beim Spielstand von 22:23 nochmals einen Siebenmeter zugesprochen, vergaben jedoch und kassierten so die dritte Pleite im fünften Spiel nach dem Aufstieg. „Heute hätten wir vielleicht einen Punkt holen können, der vom Spielverlauf aber eher überraschend und auch nicht verdient gewesen wäre, auch wenn so eine knappe Niederlage immer ärgerlich ist“, so Rogawska.

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