Starke Hinrunde mit einem Makel Wie es bei der Borussia mit dem Aufstieg klappen kann

Analyse | Handball-Oberliga · Elf von zwölf Partien gewann Borussia Mönchengladbach in der ersten Saisonhälfte der Handball-Oberliga. Doch diese einzige Niederlage wirft das Team entscheidend im Aufstiegskampf zurück. Dennoch schöpft Trainer Ronny Rogawska Mut für die Rückrunde.

 Borussia Mönchengladbach startet am Samstag mit einem Heimspiel in das neue Spieljahr.

Borussia Mönchengladbach startet am Samstag mit einem Heimspiel in das neue Spieljahr.

Foto: Tom Ostermann

Der Aufstieg in die Regionalliga ist das erklärte Ziel von Borussia Mönchengladbach. Und mit lediglich zwei Minuspunkten ist der Spitzenplatz der Oberliga noch absolut in Reichweite. Bis dato gab es nur die Niederlage gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer DJK Unitas Haan – die mit 27:32 dann allerdings doch recht deutlich ausfiel und die Borussia im Aufstiegskampf empfindlich zurückwarf.

So lief die Hinrunde
„Bis jetzt ist es eigentlich sehr positiv verlaufen“, sagt der Mönchengladbacher Trainer Ronny Rogawska. „Es gab kaum enge Spiele. Leider haben wir das Spitzenspiel auswärts verloren, das können wir vor heimischem Publikum jedoch wieder wettmachen, also ist alles noch im Rahmen.“ Der negative Höhepunkt war die schwere Verletzung von Routinier Heider Thomas. „Das hat uns schon sehr hart getroffen, denn es ist schwierig, ihn in der Abwehr oder im Angriff zu ersetzen.“ Dafür müsse man nun Lösungen finden, fügt der Trainer an. Höhepunkte der ersten Saisonhälfte waren die deutlichen Auswärtssiege in Mettmann (32:26) und Lobberich (39:31) oder auch der Heimsieg gegen Geistenbeck (30:19). „Da haben wir das Spiel sehr dominant gestaltet“, sagt Rogawska.

Das war gut
Für den Trainer hat die Mannschaft in den vergangenen eineinhalb Jahren vor allem taktisch eine bemerkenswerte Entwicklung vollzogen „Gerade was die Entscheidungsphasen anbelangt“, sagt Rogawska und fügt an: „Die vorgegeben Konzepte kommen mehr und mehr zum Tragen. Während viele Spiele in der vergangenen Saison noch knapp waren, haben wir jetzt fast immer Lösungen parat. Wir sind eine starke Mannschaft und müssen das auch zeigen, wie es bis jetzt auch geschehen ist. Wir konnten in jedem Bereich eine Schüppe drauflegen, aber mehr geht immer.“

Das war nicht so gut
„Leider wurden sehr viele Spiele verlegt, was mir überhaupt nicht gefallen hat“, sagt Rogawska. Zudem absolvierte seine Mannschaft bereits sieben Auswärtsspiele – von denen die Borussia sechs gewann; nur gegen Haan gab es eine Niederlage. Rogawska hofft, das die vermehrten Heimspiele in der Rückrunde seinem Team nun entgegenkommen. Durch Reparaturarbeiten an der Decke fehlte der Borussia zuletzt auch die Jahnhalle als Trainingsstätte. „Wir mussten stets mit befreundeten Teams zusammen trainieren. Dafür zunächst einmal vielen Dank und ist schön, dass wir da zumindest Lösungen gefunden haben“, sagt Rogawska. Sportlich hat er hingegen fast nichts zu kritisieren. „Die Ausnahme bildet das Spiel in Haan, wo wir in einigen Situationen falsche Entscheidungen getroffen haben, sonst wäre die Niederlage wahrscheinlich am Ende knapper ausgefallen.

Personal und Neuzugänge
In der kurzen Winterpause sind bei den Borussen keine Veränderungen geplant. „Ich bin allerdings bereits seit Monaten im Austausch mit Spielern, die zu uns passen könnten. Allerdings werden wir erst mit dem aktuellen Kader sprechen. Momentan hat noch kein Spieler signalisiert, den Verein verlassen zu wollen“, sagt der Trainer. Das Training hat bereits wieder begonnen. Zuvor bekam jeder Spieler einen Fitnessplan an die Hand. „So können wir wieder normal in das Trainingsgeschehen einsteigen.“ Am 14. Januar startet die Borussia mit einem Heimspiel gegen Hiesfeld/Aldenrade. Das womöglich entscheidende Heimspiel um den Aufstieg gegen Haan steht am 25. März an.