TV Lobberich kann mit der Oberliga-Saison zufrieden sein Ein eingespieltes Team mit jungen Talenten

Handball-Oberliga · Der TV Lobberich hat in der Oberliga ziemlich nah am Maximum performt und kann zufrieden mit dem Verlauf der Saison sein. Das Highlight des TVL war sicherlich der Sieg über den Meister Bergischen HC II.

  Benedikt Liedtke (r.) war in dieser Saison der Unterschiedsspieler beim TV Lobberich, das sah auch sein Bruder und Trainer Christopher so. Eine Verletzung verhinderte, dass er einen noch größeren Einfluss nehmen konnte.

Benedikt Liedtke (r.) war in dieser Saison der Unterschiedsspieler beim TV Lobberich, das sah auch sein Bruder und Trainer Christopher so. Eine Verletzung verhinderte, dass er einen noch größeren Einfluss nehmen konnte.

Foto: Tom Ostermann

Der fünfte Platz in der Abschlusstabelle kann sich für den TV Lobberich durchaus sehen lassen. Die beiden Oberliga-Spitzenteams von Borussia Mönchengladbach und dem Bergischen HC II spielten außer Konkurrenz den Aufsteiger unter sich aus, danach kam schon fast der TVL, zwei Punkte hinter dem Dritten Unitas Haan und punktgleich mit der DJK Adler Königshof. Dabei findet sich die Mannschaft sowohl was geworfene Treffer als auch Gegentore betrifft im obersten Tabellendrittel wieder: letztlich eine wirkliche gelungene Saison.

 So lief die Rückrunde
„Mit der Rückrunde bin ich eigentlich sehr zufrieden“, betont der Lobbericher Trainer Christopher Liedtke. Das Team hatte zwar zahlreiche verletzte Spieler zu beklagen, doch gerade den jüngeren Spielern gelang es, diese Ausfälle zu kompensieren. „Es war toll,wie gerade unsere Youngster in die Bresche gesprungen sind“, freut sich Liedtke. „Letztlich haben wir alles gewonnen, was wir auch gewinnen wollten. Lediglich das Unentschieden in Hiesfeld nervt ein wenig, aber gegen diese Mannschaft hatten wir in der Vergangenheit auch immer unsere Schwierigkeiten. Dabei kann ich noch nicht einmal erklären, woran das liegt. Vielleicht gibt es ja doch so etwas wie einen Angstgegner.“ Sportlicher Höhepunkt der Lobbericher war sicherlich der 27:26-Erfolg gegen den Meister BHC II, der sich am Ende den Aufstieg in die Regionalliga sicherte.

 Das war gut in dieser Saison
In den ersten Wochen hatte der TV Lobberich noch Abstimmungsschwierigkeiten in der Defensive, wusste sich jedoch im weiteren Saisonverlauf deutlich zu steigern. „Das Zusammenspiel der Torhüter mit der Abwehr hat sich stark entwickelt. Die Absprachen stimmen, die Körpersprache ist gut und das gegenseitige Helfen ist mittlerweile eine Selbstverständlichkeit“, so Liedtke. Im Angriff war stets auf seinen Bruder Benedikt Liedtke verlass, der in der Torschützenliste immerhin auf dem vierten Platz rangiert. Es wäre wohl auch noch mehr möglich gewesen, hätte ihn eine Verletzung zum Ende der Spielzeit nicht ausgebremst. Überhaupt hatte fast alles, was die Offensive anbelangt Hand und Fuß. Zu Gute kam den Lobberichern natürlich auch, dass sie über eine eingespielte Mannschaft verfügen, die immer wieder einmal mit Talenten aus den eigenen Reihen aufgefüllt wird. „Klar war, dass die alteingesessenen Spieler Oberliga-Format haben. Positiv überrascht haben mich unseren jungen Spieler, die ich ohne Qualitätsverlust einsetzen konnte. Außerdem finde ich, wir haben uns spielerisch auf jeden Fall weiter entwickelt. Auch meine taktischen Anweisungen wurden in der Regel gut befolgt.“

Das war nicht so gut in der Saison
Der TVL hat ziemlich nah am Maximum performt, negative Punkte sind kaum auszumachen. Die defensiven Abstimmungsprobleme haben eine Rolle gespielt, konnten aber im Verlauf gelöst werden.

Spieler der Saison
Da kommt man nicht an Benedikt Liedtke vorbei. Er ist ein klassischer Unterschiedsspieler, für den Gegner nie komplett auszuschalten und für die Mitspieler enorm wichtig. „Benny hat bis zu seiner Verletzung wirklich eine herausragende Saison gespielt“, lobt sein Bruder und Trainer. „Er ist eine absolute Führungspersönlichkeit, der sich auch persönlich weiter entwickelt hat, dabei hat er immer richtig gut performt und nicht ein einziges Spiel schlecht gespielt. Gleichgültig ob im Training oder im Spiel hat er immer gute Tipps für seine Mitspieler und versucht zu helfen, wo er nur kann. Gerade unseren jungen Spielern steht er stets mit Tat und Rat zur Seite. Benny ist ohne Frage einer der überragenden Spieler in der Oberliga. Erwähnen möchte ich aber auch die tolle Entwicklung der jungen Garde, wie beispielsweise Mattes Walter oder Fynn Mannheim.“

So geht es weiter
Der Kader wird sich fast nicht verändern. Einzig Mattes Walter verlässt den Verein, weil er in Bochum studiert und sich dort einen Verein suchen möchte. Neuzugänge gibt es nicht zu vermelden, bis zum Saisonstart können sich Spieler aus der A-Jugend und der zweiten Mannschaft anbieten, die ja dann vielleicht den Sprung in den Oberliga-Kader schaffen. „Mattes ist bei jedem Training immer herzlich willkommen und wenn er es sich noch einmal anders überlegen sollte, nehmen wir ihn mit offenen Armen auf“, verspricht der Lobbericher Trainer. Nach Saisonende ging es für die Mannschaft auf Abschlussfahrt nach Mallorca. Nun wird bis Ende Juni eine Trainingspause eingelegt. Weiter geht es dann mit einem lockeren Aufgalopp, ehe dann drei Wochen später, wenn die Sporthalle wieder voll zur Verfügung steht, die intensiv Saisonvorbereitung startet.

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