Handball-Oberliga startet in zehn Tagen TV Lobberich kämpft noch mit Schwierigkeiten in der Abstimmung

Handball-Oberliga · Der TV Lobberich verfügt eigentlich über einen eingespielten Kader, dennoch ist vor dem Start der Oberliga noch viel Sand im Getriebe. Coach Christopher Liedtke hätte gerne noch einige Wochen mehr Zeit zur Vorbereitung gehabt.

 Die Vorbereitung beim TV Lobberich lief vor dem Start der Oberliga alles andere als gut.

Die Vorbereitung beim TV Lobberich lief vor dem Start der Oberliga alles andere als gut.

Foto: Tom Ostermann

In zehn Tagen fällt der Startschuss in der Handball-Oberliga. Mit Borussia Mönchengladbach, TV Geistenbeck, TV Lobberich und dem TSV Kaldenkirchen sind vier Teams der Region dabei. Bis zum Auftakt werfen wir einen Blick auf den Stand der Teams und beginnen mit dem TV Lobberich.

Komme und Gehen

Das Gesicht des TV Lobberich ist fast unverändert geblieben. Mit Patrick Bönni ist lediglich ein Neuzugang zu verzeichnen, der vom Liga-Konkurrenten TV Oppum kommt und als dritter Torhüter vorgesehen ist. Abgänge sind im Kader von Coach Christopher Liedtke nicht zu beklagen, doch fallen zwei Spieler jeweils wegen eines Kreuzbandrisses längerfristig aus. Regisseur Lauritz Weisz hat es bereits zum zweiten Mal am gleichen Knie erwischt. Damit wird er mindestens 18 Monate ausfallen, also ist mit ihm erst zur Rückrunde der Saison 2023/24 wieder zu rechnen. Kreisläufer Jochen Schellekens zog sich diese schlimme Verletzung erstmals zu. Mit seiner Rückkehr wird dagegen bereits Anfang nächsten Jahres gerechnet.

So lief die Vorbereitung

Wie auch alle anderen Mannschaften haben die Lobbericher eine sehr schweißtreibende Vorbereitung hinter sich, mit der Trainer Christopher Liedtke allerdings nicht vollends zufrieden ist. „Durch die Tatsache, dass immer wieder andere Spieler im Urlaub waren, haben wir nie komplett trainieren oder spielen können. Eigentlich könnten wir jetzt noch gut drei oder vier Wochen gebrauchen. Das Tempospiel muss noch forciert und die Abläufe besser einstudiert werden. Auch in der Abwehr haben wir noch eine Menge Arbeit. Ich bin wirklich gespannt, wie wir uns nächsten Samstag zum Auftakt bei Mettmann-Sport aus der Affäre ziehen werden, denn wir haben doch noch sehr viel Sand im Getriebe.“ Das haben auch die Testspiele gezeigt, in denen die unterschiedlichsten Leistungen präsentiert wurden. So setzte es gegen den den Drittliga-Aufsteiger TV Aldekerk eine ganz deftige Klatsche, andererseits gab es gegen Ligakonkurrent Borussia Mönchengladbach eine denkbar knappe Niederlage. „Wir haben teilweise sogar ohne Kreisläufer gespielt und in jedem Test war eine andere Mannschaft auf dem Parkett“, ärgert sich Liedtke. „Einerseits lief es schon richtig rund und dann wurden wieder technische Fehler am laufenden Band produziert.“

Stärken und Schwächen

Die eigentliche Stärke sollte sein, dass das Team seit Jahren zusammen ist und eigentlich eingespielt sein sollte. Da der Kader jedoch nie komplett war, hakt es momentan gerade in diesem Bereich. „Unser Tempospiel wird uns bestimmt nach vorne bringen“, glaubt der Lobbericher Trainer. „Auch im 1:1-Verhalten sind wir richtig stark und ein weiteres Plus ist unser breiter Kader. Ich kann wechseln, ohne das ein Qualitätsverlust entstehen sollte.“ In der Frühphase der Saison erwartet Liedtke aber aufgrund der holprigen Vorbereitung noch Probleme bei der Abstimmung innerhalb des Teams. „Das wird nicht einfach für uns, weil uns eben noch drei Wochen fehlen.“

Prognose

Der große Favorit auf den Aufstieg in die Regionalliga sind für TVL-Coach Liedtke die Borussen aus Mönchengladbach. „Sie sind letztes Mal auch nur ganz knapp gescheitert. Meines Erachtens ist die Mannschaft mit den Neuzugängen noch stärker geworden. Zudem glaube ich, dass Adler Königshof und Unitas Haan das Zünglein an der Waage sein werden. Unser Ziel ist erneut, im oberen Mittelfeld zu landen. Vielleicht gelingt es uns ja, hinter den besten drei Mannschaften in der Endabrechnung zu stehen, dann hätten wir uns um einen Tabellenplatz verbessert.“

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