Knappes 26:25 über HSG Hiesfeld/Aldenrade TV Lobberich bricht den Bann und feiert ersten Saisonsieg

Handball-Oberliga · Nach drei Niederlagen zum Start hat der TV Lobberich in der Handball-Oberliga den Sieglos-Bann gebrochen und gegen die HSG Hiesfeld/Aldenrade knapp gewonnen. Der TSV Kaldenkirchen verkaufte sich bei Titelanwärter Mettmann-Sport enorm teuer.

 Der TV Lobberich hat den ersten Saisonsieg in der Handball-Oberliga eingefahren.

Der TV Lobberich hat den ersten Saisonsieg in der Handball-Oberliga eingefahren.

Foto: Achim Blazy (abz)

Es geht doch noch. Der TV Lobberich feierte mit dem knappen 26:25-(13:11)-Erfolg über die HSG Hiesfeld/Aldenrade seinen ersten Saisonsieg. Die Hausherren legten los wie die Feuerwehr und führten nach wenigen Minuten bereits mit 6:0. „Leider hatten wir dann wieder eine Schwächephase von fünf bis zehn Minuten, wo wir uns auch einige technische Fehler geleistet haben“, ärgerte sich der Lobbericher Spielertrainer Christopher Liedtke. Gerade als sie sich wieder fanden, knickte Haupttorschütze Benedikt Liedtke im Fuß um und konnte nicht mehr eingesetzt werden, was schon eine erhebliche Schwächung war. Fortan hielt der TVL kämpferisch dagegen und rettete einen knappen Vorsprung bis zum Pausenpfiff.

Nach dem Seitenwechsel war Lobberich das dominante Team und sah zehn Minuten vor Abpfiff beim Zwischenstand von 24:19 bereits wie der sichere Sieger aus. „Da haben wohl einige gemerkt, dass wir heute gewinnen können, und unsere Aktionen wurden hektisch und nervös.“ Verfrühte Abschlüsse und Unkonzentriertheiten in der Deckung brachten die HSG wieder näher heran. „Glücklicherweise haben wir den Sieg ins Ziel gebracht“, sagte Liedtke.

„Meiner Meinung nach haben wir das Spiel heute in der Deckung gewonnen. Man hat deutlich gemerkt, dass unser Abwehrchef Alexander Hankmann wieder dabei war und auch Niklas Bastinas war ein sicherer Rückhalt im Tor. Wichtig auch, heute haben wir alle Siebenmeter getroffen, zuletzt hatten wir nur noch eine Quote von 60 Prozent.“

TV Lobberich: Hoffmanns (9/5), Greven (4), B. Liedkte, Schellekens, Stams (je 3), Greven (2), Mähler, C. Liedtke.

Trotz einer unglaublichen Moral verlor der TSV Kaldenkirchen beim Titelanwärter Mettmann-Sport mit 26:29 (11:15). „Heute war vielleicht sogar mehr drin“, so der Kaldenkirchener Trainer Volker Hesse. „Wir haben uns zu viele Fehler erlaubt, da müsste man als Trainer eigentlich sauer sein, aber das kann ich heute nicht. Die Mannschaft hat bis zum Umfallen gekämpft und sich zu keinem Zeitpunkt aufgegeben. Darauf können wir aufbauen.“

Hervorzuheben ist dabei insbesondere Mannschaftskapitän Steffen Coenen. Der Mittelmann glänzte nicht nur als Torschütze, sonder führte auch geschickt Regie. Er hatte immer das Auge für seine Mitspieler und hat sich auch in der Deckung völlig verausgabt. Wichtig war auch der Einsatz von Frederik Rosati. Der Deckungsspezialist bestritt nach einem Muskelfaserriss in der Wade sein erstes Saisonspiel und war gleich die erhoffte Verstärkung. „Wir haben uns wieder als Mannschaft präsentiert und auch phasenweise eine sehr gute Deckung gestellt. Es wächst wieder etwas zusammen und mit drei Toren in Mettmann zu verlieren, ist absolut keine Schande.“

TSV Kaldenkirchen: S. Coenen (6), Müller (5), Kamps (5/2), Tötsches (3), Heyer, Dauben (je 2), Lorenz, Brakelmann, Rosati.