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Oberligist gibt Sieg aus der Hand, TVL feiert Schützenfest TV Geistenbeck erlebt Drama in den Schlussminuten

Handball-Oberliga · Mit der letzten Aktion des Spiels gibt der TV Geistenbeck den Sieg gegen HSG Hiesfeld/Aldenrade noch aus der Hand. Ein Schützenfest feiert der TV Lobberich gegen das Schlusslicht TV Angermund,

 Lobberich gelingt ein Schützenfest, TVG holt einen Punkt.

Lobberich gelingt ein Schützenfest, TVG holt einen Punkt.

Foto: Tom Ostermann

Der TV Lobberich wollte, nach der schwachen Leistung und der Niederlage in der Vorwoche gegen Handball Oppum, Wiedergutmachung betreiben. Da kam das Spiel gegen das punktlose Schlusslicht TV Angermund gerade recht. 45:23 (15:10) stand es am Ende für den TVL. „Schon beim Aufwärmen hat die Mannschaft heute eine ganz andere Körpersprache gezeigt“, sagte Trainer Christopher Liedtke, der wegen einiger Ausfälle das Trikot wieder selber überstreifte. „Heute haben wir wieder richtig gut gespielt, vor allem unser Tempo war so, wie ich es mir vorstelle.“

Es waren aber nicht nur die Angreifer, die zu überzeugen wussten, auch die Abwehrspieler machten einen richtig guten Job, ebenso wie der glänzend aufgelegte Gian-Luca Lasnig im Lobbericher Gehäuse. War zuletzt noch die Trefferquote das Problem der Lobbericher, verzeichnete das Team am Samstag über 75 Prozent erfolgreiche Würfe.

Erfreulich war zudem der Einsatz von Jochen Schellekens, der nach mehr als einem Jahr Verletzungspause sein Comeback feierte. Felix Himmel und Bennett Hoffmanns kamen wegen Verletzungen nur zu Kurzeinsätzen. Daneben fehlten Richard Pasch (Muskelfaserriss Wade) und Lennard Greven (Auslandssemester in Großbritannien). Hinzu kamen noch die beiden Langzeitverletzten Lauritz Weisz und Mannschaftskapitän Jan von Eycken. Beide rissen sich die Plastik des Kreuzbandes. Weisz wird wohl Anfang der kommenden Saison wieder mitwirken können, beim TVL-Kapitän könnte es sogar noch etwas länger dauern. „Jan wird wohl nicht vor der Rückrunde in der nächsten Saison wieder dabei sein“, glaubt Liedtke.

TV Lobberich: B. Liedtke (8/3), Mähler, Mannheim (je 7), Walter, C. Liedtke (je 5), Hoffmanns (5/1), Falk (4), Schellekens (2), Dorenbeck und Himmel.

Nach einer torreichen Partie musste sich der TV Geistenbeck gegen die HSG Hiesfeld/Aldenrade mit einem 30:30 (16:16) begnügen. Die Hausherren boten im Angriff eine richtig starke Vorstellung, offenbarten aber Schwächen im Deckungsverband. Der TVG nahm einen Spezialistenwechsel zwischen Angriff und Abwehr vor, was die Gäste entweder durch hohes Tempo oder auch durch eine schnelle Mitte nach einem Gegentor nutzten, um immer wieder Verwirrung zu stiften, weil sich der Verbund des TVG nicht so schnell finden konnte.

Bis zum Spielstand von 9:9 war die Begegnung dann zunächst absolut ausgeglichen, ehe sich Geistenbeck mit 13:11 erstmals ein wenig absetzen konnte, zum Pausenpfiff stand es dann aber schon wieder 16:16.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam dann Florian Nordmann für Alex Lausberg in das TVG-Tor und Regisseur Vincent Schimanski blieb auf der Bank, damit der Spezialistenwechsel nicht mehr vorgenommen werden musste. Diese Maßnahmen zahlten sich aus, denn die Gastgeber führten Mitte der zweiten Halbzeit mit 25:22. Die HSG gab sich allerdings nicht geschlagen und kam in der 52. Minute zum 27:27-Ausgleichstreffer.

Dramatisch wurde es dann in der Endphase. Bei der letzten Angriffsaktion der Hiesfelder – Geistenbeck führte mit einem Treffer – foulte Timo Hüpperling seinen Gegenspieler so heftig, dass die Schiedsrichter auf Siebenmeter und Rote Karte entschieden. Philipp Homscheid zeigte einmal mehr keine Nerven und so erzielte der beste Torschütze der Liga fünf Sekunden vor dem Abpfiff noch den 30:30-Treffer zum Endstand. „Eigentlich sollten 30 Tore zu Hause reichen, aber wir hatten Schwierigkeiten in der Deckung“, betonte der Geistenbecker Trainer Thomas Laßeur. „Jetzt wollen wir es nächste Woche in Wuppertal besser machen. Wir setzen einen Bus ein und hoffen so auch auf die Unterstützung unserer Fans.“

TV Geistenbeck: Leistner (8), Hüpperling, Geraedts (je 6), Hermanns (4), Bautz, Heynen (je 2), Schimanski und Krücken.