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Handball-Oberliga: TV Geistenbeck blamiert sich beim Schlusslicht

27:29-Pleite gegen den TV Angermund : TV Geistenbeck blamiert sich beim Schlusslicht der Oberliga

Der TV Geisntebeck kassierte beim Tabellenletzten der Oberliga in Angermund eine 27:29-Pleite und zeigte dabei vor allem im Abschluss eine schwache Leistung. Coach Thomas Laßeur vermisste einen Spieler, der das Team mitzieht.

Das hat sich der TV Geistenbeck sicherlich ganz anders vorgestellt. Nach dem fulminanten 31:24-Erfolg im Nachholspiel am Dienstag gegen die DJK Unitas Hann folgte eine doch überraschende 27:29 (11:13)-Niederlage beim Schlusslicht TV Angermund. „Nach diesem Spiel habe ich ein ganz komisches Gefühl“, betonte der Geistenbecker Trainer Thomas Laßeur. „Ich bin nicht wütend, sondern eher traurig, weil wir einfach unser Leistungsvermögen nicht abgerufen haben. Nach der Videoanalyse habe ich noch vor Angermund gewarnt. Letztlich war keiner da, der die Mannschaft heute mitgerissen hat, vielleicht war es auch die mentale Einstellung, die heute nicht gestimmt hat. Fakt ist einfach, dass wir in der Liga keine Spiele gewinnen können, wenn wir nicht an unser Limit gehen, dafür sind eben auch Mannschaften wie Angermund zu stark.“

Zumindest legten die Hausherren einen unbändigen Kampfgeist an den Tag, was man ja auch von einer Mannschaft verlangen kann, die sich mit dem letzten Tabellenplatz nicht abfinden will. Dabei sah es Mitte der ersten Halbzeit beim Zwischenstand von 9:7 für den TVG noch sehr vielversprechend aus, zumal immer wieder beste Einwurfmöglichkeiten zu diesem Zeitpunkt erspielt wurden. Es war also durchaus möglich, sich weiter abzusetzen und damit vielleicht bereits für eine kleine Vorentscheidung zu sorgen. Es lief im Geistenbecker Angriff überhaupt nicht rund. Immer wieder scheiterte man am Angermunder Torhüter Matthias Jakubiak. Der groß gewachsene Schlussmann spielte erstmals wieder nach einer langwierigen Knieverletzung und erwischte sofort einen „Sahne-Tag“. Selbst die eigentlichen sicheren Torgelegenheiten wie Tempogegenstöße oder Siebenmeter konnten von den TVG-Akteuren nicht im Angermunder Gehäuse untergebracht werden.

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Die Gastgeber drehten das Spiel bis zum Pausenpfiff. In der Halbzeitpause nahmen sich die Geistenbecker vor, wieder mehr Zugriff auf die Begegnung zu bekommen. Doch weit gefehlt, denn im Angriff lief erneut nicht viel zusammen. Auch bei den Hausherren lief es kaum besser, spielten sie den Gästen den einen oder anderen Ball direkt in die Hände, woraus der TVG allerdings kein Kapital schlagen konnte. Ehe Geistenbeck sich versah, lagen sie in der 51. Minute mit 17:24 im Hintertreffen. Als sich dann Timo Hüpperling auch noch eine Schulterverletzung zuzog und nicht mehr eingesetzt werden konnte, schwanden die Hoffnungen der Gäste. Doch gerade zu diesem Zeitpunkt kam der Kampfgeist zurück. Die Laßeur-Schützlinge steckten nicht auf und konnten auf 25:27 dank einer sehr offenen Deckungsvariante verkürzen. Letztlich reichte es jedoch nicht mehr, um das Spiel noch einmal zu kippen. Es blieb bei der Pleite gegen das Schlusslicht.

„In den letzten zehn Minuten haben wir noch einmal versucht das Beste aus unserer Situation zu machen“, so Laßeur. „Zumindest ist es uns gelungen, eine Klatsche abzuwenden. Dennoch ist es ein derber Rückschlag und der tut richtig weh. In der Summe war es heute absolut nicht ausreichend, es war ein gebrauchter Tag. Wir wären sehr gerne mit einem Sieg in das Derby gegen Borussia Mönchengladbach gegangen. Jetzt heißt es, erst einmal wieder die Köpfe frei zu bekommen.“

Die Torschützen des TV Geistenebck: Hüpperling (6), Schimanski, Hettrich, A. Meißner (je 4), Bautz, D. Meißner (je 3) Meschkorudni (2) und Krücken