Gemischte Gefühle bei den Oberligisten Kaldenkirchen dreht Partie nach der Pause, TV Geistenbeck bricht ein

Handball-Oberliga · Das Wochenende verlief für die Oberligisten sehr konträr: Während der TSV Kaldenkirchen nach Rückstand seine Partie gegen Oppum noch gewann, verspielte der TV Geistenbeck seine Pausenführung gegen Mettmann noch deutlich.

 Die Ansprache von Trainer Volker Hesse fruchtete offenbar: Nach der Pause drehte Kaldenkirchen auf.

Die Ansprache von Trainer Volker Hesse fruchtete offenbar: Nach der Pause drehte Kaldenkirchen auf.

Foto: Tom Ostermann

Zum Abschluss der Hinrunde verlor der TV Geistenbeck vor heimischem Publikum gegen Mettmann-Sport mit 21:29 (13:12). Einzig positive Nachricht für Geistenbeck: Kreisläufer Timo Bautz gab nach sechs Monaten Pause sein Comeback.

Zunächst lief der TV einem Rückstand hinterher, befand sich aber stets in Reichweite. Erst ab der 18. Minute beim Spielstand von 8:10 bekam die Deckung mehr Zugriff und im Angriff übernahm Timo Hüpperling immer wieder die Verantwortung. So gelang es mit einer knappen 13:12-Führung in die Pause zu gehen. „In der Halbzeit hatte ich noch ein gutes Gefühl“, sagte der Geistenbecker Trainer Thomas Laßeur. Das sollte sich jedoch schnell ändern.

Nach dem Wechsel lief nur noch wenig zusammen und die Gäste zogen binnen acht Minuten auf 18:13 davon. Es mangelte nicht am Einsatz, auch Chancen wurden reichlich kreiert, aber die Trefferquote war einfach inakzeptabel. Immer wieder scheiterten die TVG-Angreifer an Matthias Jakubiak im Mettmanner Gehäuse. Als der Tabellendritte von 21:17 auf 27:17 davonzog, war das Spiel entschieden.  „Wenn man in den ersten 25 Minuten der zweiten Halbzeit kaum Tore erzielt, braucht man sich über eine Niederlage nicht zu wundern“, so Laßeur.  „Wir stecken den Kopf nicht in den Sand. In den nächsten Spielen treffen wir auf Mannschaften aus den unteren Tabellenregionen. Da gilt es für uns zu punkten, um in sicheren Gefilden zu bleiben.“

Geistenbecker Torschützen: Hüpperling (7/1), Markovic (3), Geraedts (3/1), Schimanski, Leistner, Hermanns (je 2), Bautz und Lüttke.

Dank einer enormen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit gewann der TSV Kaldenkirchen gegen Handball Oppum letztlich souverän mit 27:21 (11:13). „Es war ein Spiel mit Licht und Schatten“, betonte Trainer Volker Hesse nach der Begegnung. Die Schattenseite war eindeutig der erste Spielabschnitt, wo sich die Hausherren bei ihrem Torwart Christian Thommessen bedanken konnte, der sie mit zahlreichen Paraden im Spiel hielt. Ansonsten fehlte in der Deckung beinahe jegliche Zuordnung, den Gästen wurde das Torewerfen viel zu einfach gemacht. Im Angriff lief ebenfalls wenig zusammen: Von einem kontrollierten Spielaufbau war nichts zu sehen, viel mehr versteiften sich die Spieler häufig auf Einzelaktionen, die zumeist schlecht vorbereitet waren und auch die Anzahl der technischen Fehler war enorm hoch. „Teilweise sind wir einfach in die Oppumer Deckung gerannt und haben so viele Bälle her geschenkt.“

In der Pause sprach Hesse die Fehler deutlich an, hatte man sich doch intensiv auf diesen Gegner vorbereitet und wusste, wie dieser spielt. Die Ansprache fiel schnell auf fruchtbaren Boden, denn von einem 12:14-Rückstand in der 33. Minute über ein 15:14 in der 35. Minute, was auch gleichzeitig die erste Führung in dieser Partie war, zogen die Kaldenkirchener bis zur 44. Minute vorentscheidend auf 20:14 davon.

Angetrieben wurden sie dabei von dem fehlerlos aufspielenden Niek Kuik, der mit einer enormen Übersicht agierte und seine Mitspieler immer wieder glänzend in Szene setzte. „Ich freue mich darüber, wie die Mannschaft die angesprochene Dinge in die Tat umgesetzt hat“, so Hesse.

„In der zweiten Halbzeit haben wir dann wieder zusammen gespielt und sind als Einheit und nicht als Einzelkämpfer aufgetreten.“ Die Freude über den Sieg erhielt allerdings noch einen Dämpfer, denn die finale Untersuchung bei Guus Killars ergab, dass sein Kreuzband erneut gerissen ist.

Kaldenkirchner Torschützen: N. Coenen (6), S. Coenen (4/3), Schürmanns, van Wesel (je 3), M. Coenen (3/1), Heyer, Kuik (je 2), Kamps, Dauben, Niehoff und Rosati.

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