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Handball Oberliga: Saison für Borussia Mönchengladbach und den TV Lobberich beendet

Handball : Die Handballer am Niederrhein machen Schluss

Ab der Oberliga abwärts wird auch nach dem Ende des sportlichen Lockdowns nicht mehr weitergespielt. Das betrifft unter anderem die Handballer von Borussia Mönchengladbach und den TV Lobberich.

Die Handballsaison ist vorzeitig beendet. Das gilt zumindest für alle Ligen ab der Oberliga abwärts, so beschlossen vom Handball-Verband Niederrhein (HVN). Dieser Beschluss wurde dann auch von den einzelnen Kreisen im HVN übernommen. Einzig in der Regionalliga, in der Mannschaften aus den Bereichen Niederrhein und Mittelrhein beheimatet sind, ist es noch möglich, dass eine Aufstiegsrunde, in welcher Form auch immer, ausgetragen wird. Dem Vernehmen nach haben neun Vereine dafür ihr Interesse bekundet.

Der Beschluss beinhaltet, dass es für die Saison 2020/21 keine Wertung geben wird, also keine Aufsteiger und keine Absteiger. Die Ausnahme bilden die Teams, die vor dem ersten Spieltag zurückgezogen haben und als Absteiger gewertet werden. Selbst Vereine, die im Laufe der Spielzeit zurückzogen, werden weiterhin in der Liga geführt, in der sie auch gemeldet hatten.

„Für uns ist es natürlich sehr schade, dass die Saison auf diese Art und Weise endet“, sagt Ronny Rogawska vom Oberligisten Borussia Mönchengladbach. „Sportlich lief es für uns sehr gut, aus gesundheitlichen Gründen ist dieser Schritt absolut nachvollziehbar, deshalb habe ich etwas gemischte Gefühle.“ Für die Borussen heißt es dann in der nächsten Spielzeit einen erneuten Versuch zu unternehmen, in die Regionalliga aufzusteigen. Sechs Siege aus sechs Spielen sprechen eine deutliche Sprache, und genau da gilt es wieder anzuknüpfen. „Vielleicht hätte man mit der Beendigung auch noch warten können“, ergänzt Rogawska. „Bei zumutbaren Corona-Werten hätte immer noch überlegt werden können, ob eine Fortsetzung, gleichgültig wie sie gestaltet wird, möglich gewesen wäre.“

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Sein Bedauern drückt auch Christopher Liedtke aus, Trainer des Liga-Konkurrenten TV Lobberich, der ebenfalls einen guten Start hinlegte und sich auf dem dritten Tabellenplatz wiederfand. „Die Entscheidung ist absolut verständlich, aber auch etwas schade. Wir hätten sehr gerne weitergemacht. So hoffen wir alle auf einen Neustart im Sommer. Jetzt ist die Pflicht der Trainer, die Mannschaften ohne ein handballspezifisches Training bei Laune und auch fit zu halten. Vielleicht ist ja spontan noch etwas möglich, woran ich allerdings nicht glaube.“

„Letztlich war damit zu rechnen und wahrscheinlich ist es auch die vernünftigste Lösung“, sagt Volker Hesse, Trainer des Verbandsligisten TSV Kaldenkirchen. „Die Trainingsbelastung war ja auch überhaupt nicht darauf abgestimmt, für das, was in der Saison benötigt wird. Dafür hätte man erneut eine komplette Vorbereitung machen müssen. Auch war die Saison viel zu kurz, um irgendwelche Auf- und Abstiegsregelungen treffen zu können. Für uns ist es natürlich auch sehr ärgerlich, weil wir ein tolles Konzept mit Schutzmaßnahmen erarbeitet hatten, aber es gibt nun einmal Dinge im Leben, die wichtiger sind als Handball. So werden wir dann in zwei oder drei Monaten wieder bei null anfangen, und die Konzepte, die gerade anfingen zu greifen, neu erarbeiten müssen“, sagte Hesse.