Handball-Oberliga: Klarer Sieg für Borussia Mönchengladbach, Pech für TV Lobberich

Handball-Oberliga : Borussia demontiert die HSG Neuss/Düsseldorf II

Der TV Lobberich verliert das Oberliga-Spitzenspiel und hat am Ende Pech mit einer Schiedsrichter-Entscheidung.

Borussia Mönchengladbach ist momentan die Mannschaft der Stunde – in den beiden Vorwochen den Erst- und Zweitplatzierten geschlagen, selber auf Rang zwei vorgerückt und im letzten Spiel des Kalenderjahres dann noch einmal ein Ausrufezeichen gesetzt. Die Schützlinge von Trainer Tobias Elis demontierten die Zweitvertretung der HSG Neuss/Düsseldorf und gewannen dort 42:20 (21:9).

Zwar benötigten die Gäste ein paar Minuten, um ins Spiel zu finden, doch dann waren sie das absolut dominante Team. Es muss aber auch erwähnt werden, dass die Hausherren keinen einzigen Feldspieler auf der Auswechselbank zur Verfügung hatten. „Das war schon ein komisches Bild, wenn man einen Blick auf die gegnerische Bank warf und dort den Trainer sah“, sagte Elis.

Zur Halbzeit war die Begegnung bereits entschieden. Elis wechselte munter durch, gönnte seinen Stammkräften einige Pausen und den Spielern, die sonst nicht so viel auf dem Parkett stehen, die Möglichkeit sich zu beweisen. Ein Ziel war es, zumindest mit 22 Toren Unterschied zu gewinnen, um den Tabellenführer, den HC Wölfe Niederrhein, in der Tordifferenz zu überholen. „Wir haben es erneut geschafft, den Gegner ernst zu nehmen, was nicht immer so einfach ist, wenn dieser ohne Auswechselspieler antritt“, sagte Elis. „Außerdem haben wir den eigenen Spannungsbogen bis zum Schlusspfiff hochgehalten.“ BMG-Tore: Lukas Feld (10), Andreas Kropp, Daniel Panitz (je 6), Moritz Krumschmidt, Vincent Rose (je 5), Clim Smeets (3), Niklas Berner, Milan Müller (je 2) und Sascha Ranftler.

Im Topspiel des Tages unterlag der TV Lobberich derweil beim Tabellendritten LTV Wuppertal knapp mit 28:29 (15:19). In der ersten Spielhälfte kamen die Gäste nie so richtig in Tritt. In der Deckung fehlte die Zuordnng und im Angriff das Durchschlagsvermögen. Nach dem Seitenwechsel wurde es dann deutlich besser. Insbesondere die Vorstellung in der Abwehr war aller Ehren wert. Doch leider ging der TVL zwischenzeitlich zu leichtfertig mit den sich bietenden Chancen um.

Und am Ende der Partie hätte es wenige Sekunden vor Schluss noch einen Siebenmeter für Lobberich geben müssen. Lennard Greven wurde nach Ballgewinn von einem Gegenspieler festgehalten. In der letzten Spielminute bedeutet das die Rote Karte für den Spieler, der das Foul begangen hat, und Siebenmeter für den Gefoulten. Die Schiedsrichter sprachen dagegen nur eine Zeitstrafe aus.

Tore für den TV Lobberich: Jan von Eycken (8/6), Benedikt Liedtke, Justus Dambacher (je 5), Lennard Greven (4), Alexander Hankmann, Richard Pasch (je 2), Florian Mähler und Lauritz Weiß.