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Handball-Oberliga: Geistenbeck und Borussia machen Werbung für den Handball in Mönchengladbach

Packendes Derby zwischen Geistenbeck und Borussia : Werbung für den Handball in Mönchengladbach

Im Oberliga-Derby empfing der TV Geistenbeck am Samstagabend den Tabellenzweiten Borussia Mönchengladbach. In einer packenden Partie setzten sich die Gäste mit etwas Glück am Ende 23:22 durch. Beide Trainer waren sich nach dem Spiel einig: Das Derby war Werbung für den Handball in Mönchengladbach.

Die Partie zwischen dem TV Geistenbeck und Borussia Mönchengladbach hielt, was man sich von einem Spitzenspiel und Derby verspricht: Am Ende waren die Gäste der glückliche Sieger und hatten die Nase knapp mit 23:22 (10:9) vorne. Dabei waren die Voraussetzungen für die Geistenbecker alles andere als günstig, denn mit Timo Hüpperling, Nico Reinartz und Sven Pöstges musste nicht nur auf den Haupttorschützen verzichten werden, es fiel die gesamte Kreativabteilung aus. Damit waren die Borussen nominell eindeutig in der Rolle des Favoriten.

 TV Geistenbeck und Borussia Mönchengladbach lieferten sich ein packendes Derby.
TV Geistenbeck und Borussia Mönchengladbach lieferten sich ein packendes Derby. Foto: Tom Ostermann

In den ersten 15 Minuten ging der Matchplan der Hausherren komplett auf. Borussias Angreifer sollten früh angegangen werden, um den Spielfluss zu unterbrechen. Hinzu kam eine bärenstarke Vorstellung von Torhüter Florian Nordmann, der gleich den ersten Wurf auf sein Tor fangen konnte. Aber auch sein Gegenüber Matthias Hoffmann entwickelte sich zum großen Rückhalt seiner Mannschaft. Weil die Mönchengladbacher sich zahlreiche Fehler im Angriff leisteten – provoziert durch den Gegner und auch durch den fehlenden Spielrhythmus – war auf der Anzeigetafel Mitte der ersten Halbzeit ein 7:4 zu lesen. In dieser Phase war Geistenbeck häufig über die sogenannte „zweite Welle“ erfolgreich. Trotz der drei Ausfälle mangelte es beim TVG nicht an Kreativität, denn Vincent Schimanski verdiente sich Bestnoten. Er bewies eine tolle Übersicht, spielte frech auf und strahlte eine permanente Torgefahr aus, was auch seine fünf erzielten Treffer unter Beweis stellten.

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In der Folgezeit leisteten sich die Gastgeber jedoch einige Fehler im Angriff, was durch die erfahrenen Akteure der Mönchengladbacher prompt bestraft wurde. Durch schnelles Umschaltspiel gelang ihnen vier Treffer in Folge und Borussia ging mit 8:7 in Front. Dieser knappe Vorsprung hatte bis zur 36. Minute beim Zwischenstand von 13:12 bestand. In der Zwischenzeit stellte Geistenbeck auf eine offensiver ausgerichtete Deckungsvariante um, was den Gästen sichtlich nicht zu schmecken schien. Dem TVG gelang es die Partie zu drehen und ging in der 43. Minute mit 17:15 in Front.

Nun sah sich der Gladbacher Trainer Ronny Rogawska gezwungen, eine Auszeit zu nehmen, in der er mit Niklas Berner einen dritten Linkshänder einwechselte, der auf der Position des Mittelangreifers zum Zuge kam. Diese taktische Maßnahme brachte den gewünschten Erfolg, denn nach weiteren vier Minuten und vier Gegentreffern, griff nun der Geistenbecker Trainer Thomas Laßeur zur Grünen Karte, um seine Mannen neu einzustellen. Zwar gelang es Geistenbeck nochmals auf 19:19 zu verkürzen, doch dann setzte sich die individuelle Klasse der Gäste durch. Heider Thomas nahm das Heft in die Hand, versuchte entweder selbst zum Torerfolg zu kommen oder brachte seinen Kreisläufer immer wieder glänzend in Wurfposition. So endete ein spannendes und sehr fair geführtes Derby in der Oberliga letztlich mit dem knappen Sieg der Borussen.

„Heute haben beide Mannschaften Werbung für den Handball in Mönchengladbach betrieben“, betonte TVG-Coach Laßeur. „Trotz der Ausfälle haben wir gezeigt, was möglich ist. Darauf kann die Mannschaft wirklich stolz. Natürlich ist es mir lieber knapp zu verlieren, als eine Klatsche zu bekommen. Am Ende des Tages können wir uns für unseren tollen Auftritt nichts kaufen und stehen mit leeren Händen da, wobei ich glaube, dass ein Unentschieden gerecht gewesen wäre. Aus einer tollen Mannschaft möchte ich noch Florian Nordmann und Vinzent Schimanski hervorheben, die schon fast über sich hinaus gewachsen sind.“

Auch Borussia-Coach Rogawska hat ein gutes Spiel gesehen „Ich habe schon ein paar graue Haare bekommen. Geistenbeck hat uns alles abverlangt. Am Ende zählt jedoch nur der Sieg, auch wenn wir dabei etwas Glück hatten. Toll fand ich die Leistungen von Niklas Berner und Thomas Prinz, die in der Schlussphase kalt von der Bank kamen und entscheidenden Anteil am Sieg hatten. Gerade Thomas hat unserer Abwehr mehr Stabilität gegeben.“