Borussias Handballer verlieren das Spitzenspiel Der Aufstieg rückt in weite Ferne

Handball-Oberliga · Borussia Mönchengladbach unterliegt im Oberliga-Spitzenspiel gegen den Bergischen HC II. Damit sind die Chancen auf den Aufstieg in die Regionalliga für die Borussia auf ein Minimum gesunken.

 Borussia verlor das Spitzenspiel gegen den Bergischen HC II.

Borussia verlor das Spitzenspiel gegen den Bergischen HC II.

Foto: Tom Ostermann

Die Aufstiegshoffnungen von Borussia Mönchengladbach haben am Mittwochabend einen herben Rückschlag erlitten. Das Nachholspiel bei der Zweitvertretung des Bergischen HC ging knapp mit 25:27 (17:14) verloren. Damit haben die Borussen auf den Gastgeber jetzt nicht nur zwei Punkte Rückstand, sondern auch den schlechteren direkten Vergleich. Sie gewann zwar das erste Aufeinandertreffen mit 29:27, in diesem Fall zählen allerdings die auswärts mehr erzielten Treffer des BHC, der in den verbleibenden drei Partien nun drei Punkte liegenlassen müsste. Borussia müsste hingegen alles gewinnen.

„Das ist natürlich sehr schade und auch sehr ärgerlich“, betonte der Mönchengladbacher Trainer Ronny Rogawska nach dem Schlusspfiff. „Am Ende waren es einmal mehr Kleinigkeiten, die den Ausschlag gegeben haben.“

Es war eine Partie auf sehr hohem Niveau, in dem beide Teams eindrucksvoll unter Beweis stellten, wieso sie die Liga dominieren. Die erste Halbzeit gehörte den Gästen aus Mönchengladbach, die mit Torhüter Matthias Hoffmann den überragenden Akteur in ihren Reihen hatten. Es war sehenswert, welche Würfe er entschärften konnte. Aber auch die Defensive hinterließ einen starken Eindruck: Immer dann, wenn die Hausherren ein gebundenes Spiel aufziehen mussten, hatten sie extreme Probleme. In dieser Phase wussten die Borussen auch im Angriff zu überzeugen, leisteten sich aber hin und wieder kleinere Stockfehler, die vom Gegner mit Tempogegenstößen gnadenlos bestraft wurden und der somit überhaupt im Spiel blieb. Zur Pause führte Borussia mit 17:14.

Zuversichtlich kamen die Mönchengladbacher auch zur zweiten Halbzeit aus der Kabine. Die Abwehr war weiterhin im Bilde, nur in der Offensive lief nicht mehr alles rund – nach nur vier Minuten hatten die Oberbergischen den Rückstand egalisiert. Allerdings besannen sich die Rogawska-Schützlinge im Anschluss wieder auf ihre Stärken und gingen ihrerseits mit drei Toren in Front.

Im weiteren Spielverlauf kam bei den Gästen jedoch aus unerklärlichen Gründen gerade im Angriff Hektik auf, der BHC II konnte erneut ausgleichen und so blieb es bis zur 52. Minute ausgeglichen. Als die Hausherren dann zwei Treffer in Folge erzielten, war eine Vorentscheidung gefallen. „Beim BHC haben ein paar Spieler aus der Bundesliga-Truppe mitgemischt, was völlig legitim ist, aber meines Erachtens den Ausschlag gegeben hat. Ab Mitte der zweiten Halbzeit schwanden unsere Kräfte und der Gegner konnte immer wieder nachlegen. Jetzt heißt es für mich, die Mannschaft wieder aufzubauen, um die letzten Spiele erfolgreich zu gestalten. Vielleicht, was ich allerdings nicht glaube, strauchelt der BHC noch einmal. Dann würden wir uns sehr ärgern, wenn wir jetzt die Saison abgeschenkt hätten“, sagte Trainer Rogawska.

Am Sonntag gastiert Borussia Mönchengladbach dann im Lokalduell morgens um 11.45 Uhr beim TV Lobberich. „Das ist für uns eine sehr ungewohnte Zeit. Aber nicht nur deshalb sollten wir einen klaren Kopf haben, denn Lobberich hat immerhin gegen den BHC gewonnen“, sagt Rogawska warnend.

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