Borussia kassierte erste Pleite in Haan „Cleveres“ Lobberich gewinnt Derby gegen TV Geistenbeck

Handball-Oberliga · Der TV Lobberich schlägt im Nachbarschaftsduell den TV Geistenbeck deutlich mit 34:28, Borussia Mönchengladbach kassiert hingegen im Spitzenspiel bei der DJK Unitas Haan die erste Pleite der Saison. Nach zwei knappen Pleiten in Serie durfte zudem der TSV Kaldenkirchen mal wieder jubeln.

 Im Derby gewinnt der TV Lobberich gegen den TV Geistenbeck.

Im Derby gewinnt der TV Lobberich gegen den TV Geistenbeck.

Foto: Tom Ostermann

Das war ein sehr ereignisreiches Wochenende für die hiesigen vier Vertreter der Oberliga. Das Nachbarschaftsduell verlor der TV Geistenbeck nach zuletzt zwei Siegen in Folge gegen den TV Lobberich am Ende relativ deutlich mit 28:34 (11:14). „Das war unsere schlechteste Saisonleistung“, ärgete sich sich der Geistenbecker Trainer Thomas Laßeur nach dem Spiel.

„Lobberich war mental einfach cleverer und mit 34 Gegentoren kannst du im Normalfall auch kein Spiel gewinnen.“ Zunächst sah es danach jedoch überhaupt nicht aus, denn im ersten Spielabschnitt begegneten sich zwei Teams auf Augenhöhe. Erst zum Ende der Halbzeit leisteten sich die Gastgeber unnöitge Fehler, die Lobberich gnadenlos ausnutzte und mit einem Vorsprung von drei Toren in die Pause ging. Nach dem Seitenwechsel ging es dann so weiter. Geistenbeck produzierte Fehler, die Gäste schlugen daraus Kapital und zogen unaufhaltsam davon.

„Da war die Messe eigentlich schon gelesen“, so Laßeur. „Meine Mannschaft hat sich jedoch nicht hängen lassen und sich bis zur 52. Minute auf vier Tore herangekämpft. Dann gingen wir mehr Risiko und wurden dafür nicht belohnt. Am Ende ist der Sieg für Lobberich absolut verdient“, so Laßeur. „Anfangs war es für beide Mannschaften sehr schwierig, den Rhythmus zu finden, denn es gab sehr viele Zeitstrafen“, so der Lobbericher Trainer Christopher Liedtke.

„Nach dem Wechsel haben wir dann clever gespielt und alles in allem war es eine tolle Mannschaftsleistung. Wie immer hat sich Geistenbeck etwas einfallen lassen. Sie haben meinen Bruder Benedikt bei unserem Umschaltspiel kurz genommen, worauf wir jedoch eingestellt waren. Also hieß es Benny nicht anspielen, um Ballverluste zu vermeiden, und das hat die Mannschaft wirklich sehr gut umgesetzt. Wir haben geduldig gespielt und sind nicht in Hektik verfallen.“

Das Spitzenspiel der beiden bis dato verlustpunktfreien Mannschaften verlor Borussia Mönchengladbach bei der DJK Unitas Haan deutlich mit 27:32 (12:15). Obwohl die Gäste aus Mönchengladbach während der gesamten Begegnung nicht einmal in Führung gingen, war die Partie anfangs noch recht ausgeglichen. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit gelang es den Hausherren, sich ein wenig abzusetzen.

 Borussia Mönchengladbach kassiert in Haan die erste Niederlage.

Borussia Mönchengladbach kassiert in Haan die erste Niederlage.

Foto: Michael Jäger

„Wir haben einfach zu wenig Druck aufgebaut, weil unser Umschaltspiel nicht wie gewohnt funktionierte, und außerdem haben wir Haan mit unseren vergebenen Torchancen immer wieder zu Tempogegenstößen eingeladen“, analysierte Borussia-Trainer Ronny Rogawska nach dem Schlusspfiff. Nach dem Seitenwechsel offenbarten die Gäste dann zusätzlich noch Schwächen im Deckungsverband, während sich die Haaner Abwehr immer mehr zu steigern wusste. Zwar hatten die Borussen dann noch einmal starke zehn Minuten, was aber letztlich nicht reichte, um die Partie noch zu drehen. „Haan hat heute absolut verdient gewonnen, weil wir es nicht geschafft haben, unsere Stärken abzurufen.“

Borussias Torschützen: Panitz (11/2), Bremges (5), Weisz, Nix, Weis (je 3), Aust und Jennes.

Dank einer wirklich starken Vorstellung gewann der TSV Kaldenkirchen gegen die favorisierte DJK Adler Königshof überlegen mit 36:29 (20:16). „Nach zuletzt zwei Niederlagen mit einem Tor Differenz ist das schon Balsam auf unsere Seelen“, freute sich der Kaldenkirchener Trainer Volker Hesse.

Dabei war der Anfang für die Hausherren sehr beschwerlich. Erst verletzte sich Guus Killars, der erst wieder seit vier Wochen mit von der Partie ist, erneut an seinem lädierten Knie. Für ihn kam Mathis Coenen, der allerdings auch nur zwei Minuten auf dem Parkett stand. Bei einer unglücklichen Abwehraktion erwischte er seinen Gegenspieler am Hals und wurde mit der Roten Karte vorzeitig unter die Dusche geschickt.

Damit waren die Alternativen für den Rückraum schon sehr rar gesät. „Wir haben uns an den Matchplan gehalten“, so Hesse. „Und das war wirklich sensationell. Jens Dauben war nicht nur als Torschütze erfolgreich, sondern holte am Kreis einige Siebenmeter heraus. Till Deckers wuchs im Tor über sich hinaus und Steffen Coenen traf fast nach Belieben. Jetzt sind wir wieder absolut im Soll und ich bin sehr stolz auf die Mannschaft.“

TSV-Torschützen: S. Coenen (9), Kamps (9/6), Dauben (6), N. Coenen (5), van Wesel (4) und Kuik (3).

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