Handball-Oberliga: Borussia Mönchengladbach klettert auf dritten Tabellenplatz

Handball-Oberliga : Borussia klettert mit Sieg gegen Mettmann auf den dritten Platz

Gladbach und der TV Lobberich mischen weiterhin die Handball-Oberliga auf. Der 30:20-Sieg des TVL in Haan überrascht, doch die Leistung in der zweiten Halbzeit ist bärenstark.

Das war ein erfolgreiches Wochenende für Borussia und den TV Lobberich. Dabei Mönchengladbach eine sehr starke Vorstellung, gewann gegen Mettmann-Sport 29:23 (14:12) und zog an den Gästen vorbei auf den dritten Tabellenplatz. Mettmann überraschte mit einer extrem ausgerichteten Deckungsvariante, doch die Borussen wussten die entstandenen Räume zu nutzen, so dass der Gegner schnell defensiver agierte. So blieb die Partie bis zur 15. Minute beim Spielstand noch recht ausgeglichen. Und erneut wechselten die Gäste das System in der Abwehr, aber auch davon ließen sich die Hausherren nicht aus dem Konzept bringen. Allerdings versäumten sie es, sich weiter abzusetzen.

Zuletzt hatte das Spiel der Borussia gerade zu Beginn der zweiten Hälfte häufiger einige Wünsche offen gelassen. Doch nicht so am Samstag, denn die Schützlinge von Trainer Tobias Elis ließen keinen Deut nach, setzten Mettmann permanent unter Druck und konnten sich zudem einmal mehr auf ihre stabile Deckung verlassen. Hinzu kam, dass die Gäste mehr an mehr mit den Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns nicht einverstanden waren und dies auch kundtaten, was sie letztlich nur aus dem Konzept brachte. Die Gastgeber nutzten die Gunst der Stunde, bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus und feierten einen letztlich souveränen Erfolg. „Im Moment läuft es recht gut bei uns“, sagte Elis sichtlich zufrieden. „Wir freuen uns mega, auf den dritten Platz geklettert zu sein.“

Ein Ausrufezeichen setzte der TV Lobberich, der sich nach einer enormen Leistungssteigerung bei der DJK Unitas Haan mit 30:20 (11:13) durchsetzte. Dabei sah es für die Gäste zunächst überhaupt nicht so gut aus, denn nach 17 Minuten lagen sie mit 4:7 im Hintertreffen, weil sie im Angriff gegen die extrem groß gewachsene Deckung der Haaner keine Lösungen fanden. Erst als der TVL permanent mit einem siebten Feldspieler statt des Torhüters agierte, wurde es von Minute zu Minute besser.

Besonders stark dann die Vorstellung in der zweiten Halbzeit. Im Angriff ließ Lobberich den Ball sehr schnell laufen und kam immer wieder über die Außenspieler Lauritz Weiß und Jan von Eycken zum Erfolg. Ab der 45. Minute ließ die DJK dann deutlich nach. Die Haaner Aktionen wurden immer hektischer, während die Gäste ihre Angriffe mit der nötigen Ruhe vortrugen und geduldig auf die sich bietenden Chancen warteten. „Heute war wieder deutlich zu erkennen, dass die Mannschaft sich weiterentwickelt hat“, betonte Spielertrainer Christopher Liedtke. „Wir haben es endlich auch geschafft, das Tempo zum richtigen Zeitpunkt zu verschleppen, das war wirklich stark.“

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