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Handball-Oberliga: Borussia Mönchengladbach ist zurück in der Spur

Pleiten für Geistenbeck und Lobberich in der Handball-Oberliga : Borussia Mönchengladbach ist zurück in der Spur

Die Borussia zeigt nach der Niederlage am vergangenen Wochenende in der Handball-Oberliga eine Reaktion. Der TV Geistenbeck verliert nach zuletzt drei Siegen in Folge und der TV Lobberich kassiert die erste Auswärtsniederlage der Saison.

Nach der unnötigen 26:27-Niederlage am letzten Wochenende in Homberg wollte Borussia Mönchengladbach beweisen, dass dies nur ein Ausrutscher war. Und dieses Vorhaben gelang eindrucksvoll: Gegen den TV Oppum sprang ein deutlicher 31:19 (11:8)-Erfolg heraus.

Den Hausherren war von der ersten Sekunde anzumerken, dass sie auf Wiedergutmachung aus waren. Die Abwehr stand äußerst kompakt und im Angriff wurden die sich bietenden Chancen eiskalt genutzt. „Das war die von mir erhoffte Reaktion“, freute sich Trainer Ronny Rogawska nach dem Spiel. Ehe die Gäste bemerkten wie ihnen geschah, führten die Borussen bereits mit 7:1 .Dann war es aber urplötzlich wieder vorbei, zumindest was die Angriffsleistung anbelangte und  Chancen wurden leichtfertig vergeben. „Auf einmal schaltete die Mannschaft den Sparmodus ein und lieferte nur noch 50 Prozent“, ärgerte sich Rogawska. „Diesen Missstand habe ich in der Pause dann auch angesprochen und unmissverständlich klar gemacht, dass es so nicht weiter gehen kann.“ Die deutliche Ansprache des Trainers zeigte ihre Wirkung. Von Konzentrationsmängeln war nichts mehr zu sehen. Die Abwehr stand weiterhin wie ein Bollwerk und die Angriffsbemühungen waren nun auch wieder von Erfolg gekrönt. „Ich hatte schon etwas Angst, wenn ich an Homberg zurückdenke. Die Mannschaft hat es dann in der zweiten Halbzeit aber wirklich sehr gut gemacht und am Ende haben wir auch in der Höhe verdient gewonnen“, so der Mönchengladbacher Trainer abschließend.

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Borussias Torschützen: Panitz (13/5), Berner (7), Vonnahme (3), Aust, Prinz, Weis (je 2) und Ranftler.

Nach zuletzt drei Siegen in Folge hatte der TV Geistenbeck beim TSV Aufderhöhe mit 20:24 (9:11) das Nachsehen. Im ersten Spielabschnitt hatten die Gäste die Nase stets mit zwei oder drei Toren vorne und stellten eine starke Defensive, doch in der Offensive haperte es bereits. Einzig Timo Hüpperling, der sich als äußerst treffsicher präsentierte, wusste zu überzeugen. „Nur neun Gegentreffer in der ersten Halbzeit zu kassieren ist wirklich klasse“, freute sich Trainer Thomas Laßeur. „Bei der vorhandenen Dominanz aber nur elf zu werfen, ist zu wenig“.

Das sollte sich dann auch nach dem Seitenwechsel rächen. Schnell gab der TVG die Führung wieder aus der Hand. Gegen die robuste Deckung der Hausherren fehlten die zündenden Ideen und zu selten fand man probate Mittel, um zum Erfolg zu kommen. Am Ende stellten die Geistenbecker auf eine offene Manndeckung um und brachten im Angriff den siebten Feldspieler, was letztlich aber auch nichts mehr änderte. „In der Oberliga sind 20 eigene Tore einfach nicht ausreichend und da braucht man auch keine andere Begründung für die Niederlage mehr zu suchen“, so ein enttäuschter Thomas Laßeur.

TVG-Torschützen: Hüpperling (6), Schimanski, Bautz (je 4), Hettrich, A. Meißner und D. Meißner (je 2).

Bis zum Wochenende war der TV Lobberich auf fremden Parkett noch ungeschlagen, doch diese Serie riss nun bei der DJK Adler Königshof, wo mit 28:32 (16:16) die erste Auswärtsniederlage zu Buche stand. „Eigentlich haben wir gar nicht schlecht gespielt und ich bin mit der Leistung recht zufrieden“, betonte der Lobbericher Trainer Christopher Liedtke. Zwar hatten die Gäste zunächst leichte Anlaufschwierigkeiten, fanden dann aber immer besser in die Partie. Eine Zäsur gab es dann in der 28. Minute, als Abwehrchef Richard Pasch nach einem groben Foulspiel mit der Roten Karte vorzeitig unter die Dusche geschickt wurde. „Das hat natürlich einen Strich durch unseren Matchplan gemacht, obwohl die Entscheidung absolut richtig war“, so Liedtke.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit leistete Lobberich sich erneut eine Schwächephase und lag schnell mit vier Toren zurück. Zwar konnten sie in der 56. Minute noch auf 26:27 verkürzen, versuchten die Partie mit einer sehr offen Deckung noch zu drehen, aber der Schuss ging nach hinten los. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe, in der das Glück nicht immer auf unserer Seite war. Letztlich haben wir verdient verloren.“

TVL-Tore: B. Liedtke (6/3), Walter (5), von Eycken (5/1), Hoffmanns (4), Hankmann, Pasch (je 3), Dorenbeck und Mähler.