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Handball-Oberliga: Borussia Mönchengladbach ist wieder in der Spur

Drama bei TV Geistenbeck und TV Lobberich : Borussia Mönchengladbach ist wieder in der Spur

Nach der Pleite im Nachholspiel gegen Adler Königshof hat Borussia Mönchengladbach in der Handball-Oberliga mit einem Sieg über die DJK Unitas Haan wieder in die Spur gefunden. Dramatisch waren die Schlussphasen bei TV Geistenbeck und TV Lobberich.

Zwei Siege und ein Unentschieden, so lautet die Bilanz der drei Oberligisten. Nach dem Dämpfer im Nachholspiel gegen Königshof ist Borussia Mönchengladbach wieder zurück in der Spur und bezwingt die DJK Unitas Haan am Ende deutlich mit 31:22 (13:13). Allerdings benötigten die Gastgeber dafür eine lange Anlaufzeit, ehe sie den Gegner wirklich im Griff hatten. In der 42. Minute gingen sie erstmals mit 19:18 in Front. Im Vorfeld wurde einmal mehr klar, dass die Borussen Schwierigkeiten gegen eine offensiv ausgerichtete Deckung haben. Dabei agieren sie im Angriff viel zu ungeduldig: „In der Halbzeit habe ich erneut angesprochen, wie wir im Angriff spielen müssen, was die Mannschaft dann ja auch glänzend umgesetzt hat“, betonte Trainer Ronny Rogawska. Erst in den letzten 20 Minuten zeigten die Mönchengladbacher, warum sie zu den beiden Aufstiegsaspiranten der Oberliga zählen.

Aus einer sattelfesten Abwehr heraus spielten sie den Ball mit viel Tempo nach vorne und erzielten so einige Treffer. Aber auch im gebundenen Spiel zeigten sie die nötige Geduld und kamen zum Erfolg. „Da hatten wir wieder die richtige Stimmung in der Deckung und im Angriff haben wir unsere Stärken ausgespielt“, so Rogawska. Hinten hielten Jonas Vonnahme und Heider Thomas im Innenblock die Abwehr zusammen und vorne überzeugten die Flügelzange mit Manuel Bremges und Daniel Panitz. Die Torschützen der Borussia: Bremges (7/4), Weis, Mergner, Panitz (je 4), Ranftler, Thomas, Berner, Lipok, Vonnahme (je 2), Aust und Akuinor.

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Nach der derben Klatsche am letzten Spieltag in Homberg zeigte der TV Geistenbeck eine gute Reaktion und trennte sich 23:23 (12:11) vom TV Oppum. Nach nervösem Beginn auf beiden Seiten fanden zunächst die Gäste besser zu ihrem Spiel und gingen mit 10:7 in Führung. In der Folgezeit lief es dann beim TVG richtig gut. Immer wieder war es Rückraumspieler Timo Hüpperling den die Krefelder Vorstädter nicht in den Griff bekamen. Geistenbeck drehte die Partie und ging mit 12:10 in Front. Nach dem Wechsel legten die Hausherren stets vor, doch Oppum ließ mit der Antwort nicht lange auf sich warten. Die Möglichkeiten sich abzusetzen waren durchaus vorhanden, doch es schlichen sich ab und an kleinere Fehler und falsche Entscheidungen ein, die dieses Vorhaben verhinderten. Dramatisch wurde es dann in der Schlussphase. Eine Minute vor dem Ende war Hüpperling einmal mehr erfolgreich und erhöhte auf 23:21, der Erfolg für den TVG war damit zum Greifen nahe. Mit noch 30 Sekunden auf der Uhr kam der TVO nochmals zum Anschlusstreffer. Sofort nahm der Geistenbecker Trainer Thomas Laßeur eine Auszeit, um seine Mannen für die verbleibende Zeit einzustellen. Doch statt die Zeit geduldig auszuspielen, nahm sich Linksaußen Jens Hermanns, der ansonsten eine bärenstarke Vorstellung bot, einen Wurf, der pariert wurde. Oppum spielte den Ball schnell nach vorne und erzielte quasi mit dem Schlusspfiff noch den Ausgleichstreffer. „Mit etwas mehr Cleverness hätten wir heute auch beide Punkte holen können“, betonte Laßeur. „Natürlich ist es immer sehr schade, wenn man den Sieg in der letzten Sekunde noch aus der Hand gibt. Allerdings mache ich Jens überhaupt keinen Vorwurf, er hat sich schon genug geärgert. Die Torschützen des TV Geistenbeck: Hüpperling (8), Hermanns (6), Bautz (3), Schimanski (2), Hettrich, D. Meißner, A. Meißner und de la Vega.

Beim 28:27 (16:12)-Erfolg gegen den LTV Wuppertal machte es der TV Lobberich in der Schlussphase unnötig spannend. Die Lobbericher starteten richtig gut in das Spiel und erspielten sich rasch einen hohen Vorsprung. In der 24. Minute schien die Begegnung beim Stand von 16:8 entschieden. Urplötzlich schlichen sich jedoch technische Fehler ein und die brachten die Oberbergischen zurück ins Spiel. Nach dem Seitenwechsel gelang es dem TVL zwar erneut einen Vorsprung von sieben Toren zu erzielen, aber wieder machten sie den Sack nicht zu. Als Benedikt Liedtke in der 45. Minute wegen eines Foulspiels die Rote Karte sah, kam ein erneuter Bruch in das Spiel des TVL. „Die Entscheidung war viel zu hart“, betonte Trainer Christopher Liedtke. „Selbst der Gegner sagte nach dem Spiel, dass das keine Rote Karte war.“ So holte Wuppertal Tor um Tor auf und der TVL musste bis zum Schlusspfiff um den Erfolg bangen. Der LTV nahm häufig den eigenen Torwart aus dem Spiel und agierte mit sieben Feldspielern. Drei Mal gelangte der Ball zu Lobberich-Keeper Bastians, der so zwei Mal direkt verwandeln konnte. „Wir waren klar die bessere Mannschaft, haben den Gegner mit unseren unnötigen Fehler jedoch wieder zurück ins Spiel gebracht“, bilanzierte Liedtke. Die Torschützen des TV Lobberich: B. Liedtke (8/4), Hankmann, Mähler (je 4), Pasch (3), Walter, Falk, Bastians (je 2), Himmel, Mannheim und von Eycken.