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Handball-Oberliga: Borussia Mönchengladbach eilt von Sieg zu SIeg

Auch Lobberich gewinnt, Corona-Fall bei Geistenbeck : Borussia Mönchengladbach eilt in der Oberliga von Sieg zu Sieg

Borussia Mönchengladbach scheint momentan nicht zu stoppen zu sein und nimmt die Hürde Hiesfeld/Aldenrade locker. Auch Lobberich gewinnt. Geistenbeck musste wegen einer Corona-Infektion passen.

Borussia Mönchengladbach bleibt das Maß der Dinge in der Oberliga und eilt von Sieg zu Sieg. Auch die HSG Hiesfeld/Aldenrade stellte keine allzu große Hürde dar und wurde am Ende deutlich mit 35:18 (17:12) abgefertigt. Allerdings benötigte der verlustpunktfreie Tabellenführer 15 Minuten Anlaufzeit, ehe die einstudierten Mechanismen griffen. Bis zu diesem Zeitpunkt konnten die Gäste noch auf eine Überraschung hoffen.

Die Gastgeber ließen sich von einem knappen Ergebnis überhaupt nicht aus der Ruhe bringen, spielten ihren Stiefel runter und bekamen den Gegner immer besser in den Griff. „Wir haben etwas gebraucht, bevor wir uns absetzen konnten. Wir haben jedoch immer an unsere Stärken geglaubt“, betont der Mönchengladbacher Trainer Ronny Rogawska nach dem Schlusspfiff. Bezeichnend war, dass sich die Hausherren keine Schwächephasen erlaubten. Über die gesamte Spielzeit trugen sie Angriffe beinahe fehlerlos vor. Technische Fehler waren Mangelware und auch die Chancenverwertung ließ kaum Wünsche offen. „Was mich besonders stolz gemacht hat, ist, dass wir unser Spiel über 60 Minuten durchgezogen haben“, freute sich Rogawska. Dabei mussten sie noch auf Denis Aust verzichten und auch Paul Lipok fiel nach zehn Minuten verletzt aus, weil er mit dem Fuß umknickte. Eine genaue Diagnose wird erst nach dem Arztbesuch möglich sein.

  • Lennard Maesch verkürzte zwischenzeitlich auf 24:45.
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Die Borussen hielten das Tempo über die gesamte Spielzeit hoch. Der Trainer wechselte auch regelmäßig durch, brachte stets frische Kräfte, wobei ein Leistungsabfall nicht zu erkennen war. Einen besonders starken Auftritt legte Thomas Prinz hin. Er glänzte nicht nur als Abwehrchef, sondern bestach auch im Angriff, wo er sowohl als Rückraumspieler als auch als Kreisläufer nicht zu bremsen war. „Ich bin wirklich sehr zufrieden, zumal Torhüter Johannes Lyrmann wegen einer Verletzung noch passen musste“, betonte Rogawska.

Die Torschützen von Borussia Mönchengladbach: Berner (7), Prinz, Weis (je 6), Akuinor (6/1), Panitz (3/2), Mergner, Lipok, Vonnahme (je 2) und Ranftler (1/1).

Während der TV Lobberich immer noch auf den ersten Heimsieg wartet, bewies er einmal mehr seine Auswärtsstärke und gewann bei Mettmann-Sport mit 31:27 (17:16). Im ersten Spielabschnitt entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, wobei die Gäste stets einem kleineren Rückstand hinterherliefen, ehe sie in der 28. Minute erstmals mit 16:15 in Führung gingen. Gerade in der Anfangsphase hatte der TVL in der Abwehr seine liebe Mühe und Not. Die Gegenspieler wurden nicht aggressiv genug angegangen und jeder Einzelne hatte lediglich seinen Gegenspieler im Visier, ohne seinen Nebenmann in irgendeiner Art und Weise zu helfen. Aber auch die Angriffe wurden nicht sauber ausgespielt. Erst als der Lobbericher Trainer Christopher Liedtke die Abwehr umstellte, lief es deutlich besser.

Fortan entwickelte sich bis zehn Minuten vor dem Ende eine Partie auf Augenhöhe. Die Gastgeber wollten unbedingt beide Punkte und stellten auf eine extrem offensive Deckungsvarinate um. Dieser Schuss ging nach hinten los. Mit seinen schnellen Spielern fand der TVL immer wieder Lücken und setzte sich entscheidend ab. Herausragender Akteur war Mannschaftskapitän und Rechtsaußen Jan von Eycken, der sich zuletzt in einer Formkrise befand. Er bot eine tadellose Abwehrvorstellung und leistete sich im Angriff keinen Fehlwurf. „Wir haben die richtige Antwort gegeben und sind in der Tabelle etwas geklettert“, freute sich Liedtke.

Die Torschützen des TV Lobberich: B. Liedtke (9/2), von Eycken (9/4), Dorenbeck (6), Hankmann (3), Hoffmanns und Pasch (je 2).

Die Partie des TV Geistenbeck gegen die DJK Unitas Haan musste kurzfristig abgesagt werden, weil die Geistenbecker eine Corona-Infektion in den eigenen Reihen zu verzeichnen haben. „Wir hätten das Verfolger-Duell gerne gespielt, zumal wir zuletzt gute Auftritte hatten“, betonte der Geistenbecker Trainer Thomas Laßeur. „Wir hoffen, nächste Woche wieder ganz normal trainieren und spielen zu können.“ Ein Nachholtermin steht noch nicht fest und die Terminfindung vor der Weihnachtspause dürfte auch nicht so einfach werden.