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Handball-Oberliga: Borussia gewinnt das Derby gegen den TV Geistenbeck

Erfolg gegen den TV Geistenbeck : Borussia beendet Saison mit Derbysieg

Der Aufstieg ist verfehlt worden, zum Abschluss gab es jedoch einen umkämpften Sieg gegen den TV Geistenbeck. Der TV Lobberich kassiert hingegen seine höchste Saisonniederlage.

Die Entscheidungen für die hiesigen Vereine sind gefallen, am letzten Spieltag ging es nur noch um Kleinigkeiten. Die wichtigste Erkenntnis betrifft Borussia Mönchengladbach. Denn durch die Niederlage des TV Lobberich beim Bergischen HC, dem Tabellenführer, haben die Borussen ihre nur noch theoretischen Chancen auf den Aufstieg verspielt. Sie müssen in der kommenden Spielzeit einen neuerlichen Angriff für den Aufstieg nehmen. In ihrem letzten Punktspiel hielten sich die Borussen dennoch schadlos und gewannen das Derby gegen den TV Geistenbeck mit 27:24 (13:12).

Von den ersten Sekunden an war es eine umkämpfte Partie, in der sich beide Seiten nichts schenkten. Zwar ging es für beide Teams sportlich um nicht mehr viel, diesen Eindruck konnten die Fans beider Fans allerdings keinesfalls bestätigen, viel mehr ging es auf dem Feld um einen Kampf auf Biegen und Brechen. Dabei wurden auf Seiten der Gastgeber die Dienste zweier langjähriger Spieler gewürdigt, die den Verein verlassen werden: Torhüter Sven Plath, ansonsten die Nummer drei bei den Borussen, spielte die ersten 40 Minuten und entwickelte sich in dieser Zeit zu einem Rückhalt seiner Mannschaft, und Sascha Ranftler, der im Angriff geschickt Regie führte.

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„Das war ein richtig gutes Derby, in der sich keiner etwas geschenkt hat“, betonte der Mönchengladbacher Trainer Ronny Rogawska. „Es war eine hohe Intensität vorhanden. Spielerisch ist es immer schwer gegen die Geistenbecker, die immer eine kämpferische Einstellung an den Tag legen. Ich glaube aber, dass der Sieg am Ende verdient war. Ein besonderes Lob möchte ich an Manuel Bremges verteilen, der sich in kritischeren Phasen als überaus treffsicher präsentiert hat.“

Letztlich war es ein hartes Stück für die Borussia, was im Umkehrschluss einmal mehr die glänzende Moral der Gäste untermauerte. Selbst ein Rückstand von vier Toren brachte Geistenbeck nicht aus dem Konzept. Ganz im Gegenteil, denn gerade da wurde ein „Jetzt-erst-Recht“-Gefühl an den Tag gelegt – in kürzester Zeit war der Rückstand bis auf ein Minimum verkürzt.

So blieb es bis in die Schlussphase spannend, in der 52. Minute war bei einem Spielstand von 22:22 nicht abzusehen, wer das Spiel gewinnen würde.

Innerhalb der letzten drei Minuten kassierten die Geistenbecker dann allerdings zwei Zeitstrafen, die die cleveren Hausherren zu ihren Gunsten zu nutzen wussten. „Am Ende des Tages haben wir uns für unsere hohen Investitionen wieder nicht belohnt“, ärgerte sich der Geistenbecker Trainer Thomas Laßeur. „Dennoch war es von uns eine tolle Vorstellung und letztlich haben Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben.“

Das Nachholspiel Mitte der Woche bei der DJK Unitas Haan hatte der TVG abgesagt. „Wir haben verletzte Spieler und einige haben auch schon länger einen einwöchigen Urlaub gebucht. Haan kam uns leider überhaupt nicht entgegen und so blieb uns nichts anderes, als abzusagen“, so die Begründung von Laßeur.

Beim Aufsteiger Bergischer HC II erwischte der TV Lobberich einen rabenschwarzen Tag und kassierte mit 17:35 (7:17) die höchste Saisonniederlage. Die Abwehr der Gäste war nur selten im Bilde und auch im Angriff lief nicht viel zusammen. Dem enormen Tempospiel des Meisters hatte Lobberich an diesem Tag nichts entgegenzusetzen. „Der BHC wollte vor den eigenen Fans unbedingt den Aufstieg klar machen“, betonte der Lobbericher Trainer Christopher Liedtke. „Auch wenn wir zuletzt viele Spiele hatten und deshalb vielleicht auch die Kraft fehlte, erreichte bei uns kein Spieler Normalform. Ärgerlich war, dass sich die Spieler schnell ihrem Schicksal ergeben haben. Jetzt werden es ruhig angehen lassen, um dann am 25. Mai in Aufderhöhe noch einmal alles in die Waagschale zu werfen.“

Tore des TV Lobberich: Himmel, Falk (je 4), B. Liedtke (4/4), Mannheim, Hoffmanns (je 2) und Greven.