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Handball-Kreispokal: Favorit Geistenbeck zieht gegen Wegberg ins Final-Four ein

Handball-Kreispokal : Favorit Geistenbeck setzt sich durch

Der Oberligist TV Geistenbeck gewinnt das Viertelfinale des Kreispokals deutlich mit 38:19 (17:8) beim HSV Wegberg, der mit enormen Personalausfällen zu kämpfen hatte.

Für Gastgeber Wegberg waren die Voraussetzungen nicht gerade ideal: Im Vorfeld war bereits bekannt, dass zwei der stärksten Rückraumspieler nicht mitwirken konnten, nun fielen kurzfristig drei weiter Spieler aus, darunter der dritte etatmäßige Rückraumschütze. So war der Bezirksligist gezwungen, vier Aktive aus der eigenen Zweitgarnitur hochzuziehen. „Es war eigentlich wie erwartet. Der Körperlichkeit und dem Tempospiel der Geistenbecker waren wir nicht gewachsen“, sagte Wegbergs Spielertrainer Matthias Couson. Dennoch, Wegberg mühte sich redlich und der Einsatzwille stimmte – auch wenn der Rückstand kontinuierlich anwuchs.

Gerade die beiden Torhüter Stefan Paulsen und der später eingewechselte Ulli Ahlen, der sonst in der Zweiten spielt, konnten mit der einen oder anderen Parade glänzen. Bemerkenswert dabei war die Routine, die Paulsen mitbrachte, der mittlerweile immerhin 57 Jahre zählt. „Stefan stand wie immer tapfer seinen Mann“, so Couson. „Wir stellen ihn keineswegs aus Mitleid auf, er bringt immer noch seine Leistung, versäumt kein Training und ist auch sonst bei jedem Event mit von der Partie.“

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In der Begegnung selber machte sich das Fehlen der Rückraum-Achse bemerkbar. Es war viel Stückwerk und Improvisation dabei, so konnten die Abläufe nicht wie gewohnt abgespult werden. „Spiel und Ergebnis waren okay. Es gab keine übermäßige Härte und nach langer Pause konnten wir wieder unter Wettkampfbedingungen spielen, was besser ist als jede Trainingseinheit“, sagte Couson.

Der Auftritt der Gäste aus Geistbeck hinterließ in Summe einen sehr souveränen Eindruck. Sie waren über die gesamte Spielzeit das dominierende Team. „Ohne sonderlich zu glänzen haben wir unser Ziel erreicht und freuen uns nun auf das Final-Four“, sagte Trainer Thomas Laßeur. Das Final-Four-Turnier des Handballkreises Mönchengladbach soll voraussichtlich im Mai stattfinden. „Heute haben gerade diejenigen deutlich mehr Spielanteile erhalten, die sonst nicht so sehr im Mittelpunkt stehen und sie haben ihre Chance durchaus genutzt“, sagte der Trainer weiter.

Vor dem Anpfiff mussten die Zwillinge Dominik und Alexander Meißner, die in ihrem Heimatort spielten, besonders viele Hände schütteln. Beide gehörten auch zur Startformation, wurden nach 15 Minuten dann bereits ausgewechselt, um sie für die kommenden Aufgaben etwas zu schonen. Bei Geistenbeck gab es trotz des deutlichen Resultates gerade im Angriff ein paar Probleme – wie in den Partien zuvor. Es war deutlich zu erkennen, dass die Mannschaft Schwierigkeiten mit dem Spielgerät hatte. Dafür überzeugte die Defensive. Immer wieder wurden die HSV-Angreifer zu Fehlern gezwungen. Durch schnelles Umschaltspiel ging es dann zügig nach vorne und durch Tempogegenstöße so eine Vielzahl der leichten Treffer erzielt werden.