Handball: Klaus Weyerbrock ist enorm wichtig für den TV Korschenbroich

Handball : Führungsfigur jenseits des Rampenlichts

Klaus Weyerbrock steht beim TV Korschenbroich nicht in der ersten Reihe. Doch seine Arbeit als sportlicher Leiter ist umfangreich.

Trotz der einen oder anderen Pause: Der Handball ist schon ein wichtiger Bestandteil im Leben von Klaus Weyerbrock, dem sportlichen Leiter des TV Korschen­broich. Der 60-jährige Lehrer für Mathematik, Informatik und Sport ist Vater von zwei Töchtern und einem Sohn und seit kurzer Zeit auch stolzer Großvater. Mit dem Handballspielen selber hat er in der C-Jugend bei Borussia Mönchengladbach begonnen, die seinerzeit noch eine sehr erfolgreiche Jugendarbeit vorweisen konnte und bis zur A-Jugend hinauf in der Oberliga vertreten war, der damals höchsten Spielklasse.

Als Weyerbrock zur Bundeswehr eingezogen wurde, spielte er zwei Jahre beim Regionalligisten SG Düren. Im Anschluss studierte er in Wuppertal Informatik und wechselte zum dort heimischen LTV in die Zweite Bundesliga. Mit 26 Jahren war Schluss mit dem Handball. Zum einen erlitt er einen Kreuzbandriss, zum anderen konzentrierte er sich fortan auf seine berufliche Karriere.

Für längere Zeit pausierte Weyer­brock, doch nach einem Umzug nach Korschenbroich und dem Einstieg seiner Frau Margit als Trainerin und seiner Tochter Svenja als Spielerin beim TVK, stieg auch Klaus Weyerbrock wieder ein, als der Verein weitere Jugentrainer suchte. Er absolvierte die C- und B-Lizenz und erwarb zusätzlich noch die Qualifikation, eine Mannschaft der Zweiten Bundesliga trainieren zu dürfen. Neben seiner Trainertätigkeit im Verein war er außerdem noch verantwortlich für die Auswahlmannschaften des Kreises Mönchengladbach und des Handballverbandes Niederrhein. Außerdem bildete er nun selber Trainer für die C- und B-Lizenz aus. Hinzu kam, dass er für den PR-Bereich im Vorstand tätig war, was er bis heute noch ausübt.

Vor zwei Jahren gab dann die damalige sportliche Leitung der ersten Männermannschaft bekannt, dass sie am Saisonende aufhören werde. Es wurde ein Management-Team von sechs Personen auf die Beine gestellt, in der Weyerbrock die sportliche Leitung übernahm. So ist er seitdem unter anderem für die Trainersuche, die Kaderzsammenstellung und die sportlichen Rahmenbedingungen verantwortlich.

Trotz seiner vielfältigen Aufgaben, die ungefähr zehn bis zwölf Stunden in der Woche in Anspruch nehmen, arbeitet Weyerbrock ehrenamtlich für den TVK. „Das wird auch nicht anders werden“, bekräftigt er. „Es macht mir einfach Spaß und so soll es auch bleiben.“ Er denkt noch nicht daran aufzuhören. „Die Begeisterung für diesen schnellen Sport macht für mich den Handball aus. Außerdem liebe ich den Mannschaftssport, wozu natürlich auch die außersportlichen Unternehmungen zählen.“ Zudem mache es ihm Spaß, bei den Spielen auf der Bank zu sitzen undmitzufiebern, auch wenn er die Anspannung eines Trainers nicht mehr braucht.

Dennoch ist er mindestens bei zwei Trainingseinheiten pro Woche vor Ort, um sich ein Bild von der Entwicklung der Mannschaft zu machen. Leute wie Klaus Weyerbrock sind enorm wichtig für diesen Sport, auch wenn sie nicht Woche für Woche in der ersten Reihe stehen.