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Handball: Kaldenkirchen gewinnt Derby gegen Lürrip

Die Erfahrung macht den Unterschied : Kaldenkirchen gewinnt Derby gegen Lürrip

Nicht unerwartet gewinnt Kaldenkirchen das Derby in der Verbandsliga beim Nachbarn aus Lürrip. Die niederländische Fraktion bringt den Erfolg auf den Punkt.

Letztlich war das Nachbarschaftsduell zwischen der Turnerschaft Lürrip und dem TSV Kaldenkirchen eine klare Angelegenheit, die die Gäste aus Kaldenkirchen wenig überraschend mit 27:18 (14:9) für sich entschieden.

Nur die Anfangsphase war wohl nach dem Geschmack der Hausherren, denn in den ersten 20 Minuten gelang es Lürrip, die Partie relativ offen zu gestalten. „Es hat mich gefreut, dass wir bis zu diesem Zeitpunkt auf Schlagdistanz waren“, so TSL-Trainer Tobias Elis. Diese Meinung teilte sein Gegenüber Volker Hesse selbstredend überhaupt nicht: „Der Anfang war einfach zu zerfahren. Wir haben uns in Einzelaktionen verstrickt und einfach nicht die nötige Disziplin an den Tag gelegt.“ Obwohl Kaldenkirchen einige Ausfälle zu verzeichnen hatte – kurzfristig fiel auch noch Manuel Lösche aus beruflichen Gründen aus – war immer noch genügend Potenzial vorhanden. Für Lösche sprang Christoph Mönicks ein, der seit zwei Jahren nicht mehr aktiv war und erst zwei Trainingseinheiten in dervergangenen Woche absolviert hatte. „Den Umständen entsprechend hat er seine Aufgabe wirklich sehr gut erfüllt“, freute sich Hesse. „Natürlich fehlte in der einen oder anderen Situation die Bindung zum Spiel, aber das konnte ja auch niemand erwarten.“

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In der Schlussphase der ersten Halbzeit setzten sich die Gäste dann erstmals ab, da sie technische Fehler der Hausherren eiskalt mit erfolgreich vorgetragenen Tempogegenstößen bestraften. Für die Wende sorgte die Auswechslung des jungen Torhüters Till Deckers, der Christian „Schnapper“ Thommessen Platz machen musste. „Till hat bestimmt nicht schlecht gehalten, doch von ihm ging leider nicht die erhoffte Präsenz aus und die war bei Schnapper gleich von der ersten Sekunde an gegeben“, sagte Trainer Hesse.

Auch nach dem Seitenwechsel war Kaldenkirchen dann die spielbestimmende Mannschaft. An diesem Tag waren es die erfahrenen Spieler, die das Eisen aus dem Feuer zogen. Wie etwa Niek Kuik, der nicht nur glänzend Regie führte, sondern auch spektakuläre Treffer erzielte. Unzufrieden war Hesse mit der Trefferquote seiner Außenspieler, die lediglich bei zwei von zehn Versuchen erfolgreich waren. Immer wieder scheiterten sie an Carsten Hesse, dem Bruder des Kaldenkirchener Trainers. „Wie erwartet hat Carsten stark gehalten und gerade unseren Außen gezeigt, was sie noch lernen müssen.“ Trotz der Kritik ihres Trainers, brachte es die niederländische Fraktion des TSV auf den Punkt: „Een gewonnen Wedstrijd, is een goede wedstrijd.“

„Natürlich hätten wir gerne länger dagegen gehalten“, ärgerte sich Elis. „Besonders missfallen hat mir heute, dass wir nicht bis zum Ende alles gegeben haben. Aber das wird unser Projekt nicht gefährden. Die Mannschaft hat sich bereits in einigen Punkten verbessert und daran werden wir weiter arbeiten.“

Die Torschützen der Turnerschaft Lürrip: Flügel (4), Heitzer (4/1), Hinzen (4/2), Bones (2), von der Weyden, Lüttke, Köllings und Vaas; des TSV Kaldenkirchen: Tötsches (6), M.Conen (6/3), No. Coenen (5), Kuik (3), Killars (2), Mönicks, S. Coenen, Kamps, Smits und Rosati.