Handball: Hektischer Abend in der Waldsporthalle Korschenbroich

Handball : TVK verliert, Borussia und Verbandsligisten sind unter Druck

Der Nordrheinligist unterliegt am Freitagabend Köln-Wahn mit 29:33. Am Samstag folgen der Oberligist sowie Geistenbeck und die abstiegsbedrohte TVK-Reserve.

Der TV Korschenbroich hat am Freitagabend sein Heimspiel gegen den TV Köln-Wahn in der Nordrheinliga 29:33 (13:16) verloren. In einem sehr hektischen Spiel setzten sich die Gäste kurz vor der Pause schon auf vier Tore ab, bis zur Halbzeit hatte der TVK immerhin wieder auf drei Tore Rückstand verkürzt, zu einer Wende reichte es trotz großen Kampfes am Ende aber nicht mehr. Auffällig war, dass bei den Hausherren das Torhüterspiel nicht funktionierte, Trainer Dirk Wolf wechselte vor der Pause zwischen Felix Krüger und Max Vitz hin und her, beide bekamen aber kaum einen Ball zu fassen. Eine Zeitstrafe gegen Trainer Wolf, der sich zu Recht vehement über einen falsch ausgeführten Freiwurf der Gäste beschwert hatte, rundete das hektische Bild ab.

Immerhin hatte es vor der Partie schon eine gute Nachricht gegeben, Torjäger Sascha Wistuba hat seinen Vertrag um ein Jahr verlängert. Und auch am nächsten Freitag wird es in der Waldsporthalle Handball geben, der TVK empfängt dann im Viertelfinale des Deutschen Amateur-Pokals den Ligakonkurrenten BTB Aachen (20.15 Uhr).

Borussia Mönchengladbach ist am Samstag (19.05 Uhr, Jahnhalle) gefordert. Der siebte Tabellenplatz in der Oberliga und bereits neun Punkte Rückstand auf Spitzenreiter DJK Unitas Haan entsprechen nicht dem, was sich die Gladbacher eigentlich vorstellen. Nun kommt im SV Neukirchen eine Mannschaft, die den Borussen nicht behagt. „Das ist eine Herausforderung. Wir wollen die Revanche für das Hinspiel. In Neukirchen waren wir wirklich schwach. Zu Hause wollen wir die Punkte“, sagt Trainer Tobias Elis.

Am zweiten Spieltag unterlag die Borussia beim Drittletzten der Tabelle klar 22:29. Dabei machte Thomas Pannen den Borussen das Leben richtig schwer. Der routinierte Spielmacher des SVN, viele Jahre das Gesicht bei der HSG Krefeld und mittlerweile 34 Jahre, zog die Fäden, und die Borussen konnten oft nur zuschauen. „Wir sind schlecht mit ihm zurechtgekommen. Er hat ein gutes Auge für seine Mitspieler“, meint Elis. Pannens Wirkungskreis wollen die Borussen am Samstag deutlich einschränken. „Wir müssen clever decken und die Räume eng machen, um die Pässe zum Kreis oder zum Parallelstoß zu verhindern“, erklärt Borussias Trainer. Zum anderen sollen sich seine Spieler auf ihre Stärken besinnen. „Wir müssen energischer in die Erste und Zweite Welle kommen, mutiger spielen und eine bessere Abschlussquote aufweisen“, sagt Elis. Beim 20:25 in Wuppertal war das nicht gelungen. Die Borussen vergaben etliche Möglichkeiten und kamen nur zu einem Gegenstoßtor, wo es sonst etwa ein halbes Dutzend war.

In der Verbandsliga möchte der TV Geistenbeck seinen Erfolg gegen Spitzenreiter TV Jahn Hiesfeld mit einem weiteren Sieg beim Tabellenfünften TuS TD Lank veredeln. „Das ist eines der schönsten Auswärtsspiele, weil dort immer eine supergute Atmosphäre herrscht. Leider waren wir zuletzt so freundlich, die Punkte da zu lassen“, sagt Trainer Thomas Laßeur. Die Lanker, trainiert vom ehemaligen Rheydter Trainer Achim Schneiders, seien „immens heimstark“. Mit dem Halblinken Phillip Menkenhagen haben sie einen starken Schützen und in Toni Leygraf auch einen guten Torhüter. „Wir müssen mutig aufspielen und unser Ding durchziehen“, sagt Laßeur. Er muss die Langzeitverletzten Thomas Heynen und Sven Poestges ersetzen.

Der TV Korschenbroich II kämpft um das nackte Überleben. Das Schlusslicht steht gegen die TS Grefrath (Samstag, 16.30 Uhr, Waldsporthalle) mit ihren starken Rückraumschützen enorm unter Druck. „Im Abstiegskampf geht es nicht mehr schlimmer. Es ist an der Zeit, dass wir punkten“, sagt Trainer Tom Strack. Der TVK II weist sieben Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz auf. „Wir müssen mit kühlem Kopf agieren“, meint Strack, der Bestbetzung aufbieten kann. Es sei noch fraglich, ob sein Team zudem mit Verstärkungen aus der ersten Mannschaft rechnen kann.

TVK gegen Köln: Krüger (1. bis 13. Minute und ab 25./4 Paraden), Vitz (13. bis 25. Minute/1 Parade) – Wistuba (6 Tore), Fütterer (3), Biskamp (7/5), Schneider (4), Wolf (3), Brinkhues (5), Jennes, Zidorn (1), Dicks.

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